Zum Saisonauftakt in der Fußball-Kreisliga A Euskirchen stachen zwei Spieler mit Dreierpacks hervor: Wesley Schleicher und Ricco Frohn.
Fußball-Kreisliga AFreistoßtor von Sven Stanienda beschert SSV Weilerswist drei Punkte

Der Weilerswister Noah Fabritzius (M.) behauptet sich in einem Zweikampf. Sein Team gewann in Mechernich mit 1:0.
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Kreisliga A: SSV Golbach – SG Flamersheim/Kirchheim 1:4 (0:2). Die SG Flamersheim/Kirchheim hat das Auswärtsspiel beim SSV Golbach mit 4:1 deutlich für sich entschieden. „Die ersten zehn Minuten sind wir gut reingekommen“, befand Golbachs Co-Trainer Max Hofmann, der den verhinderten Michael Müller vertrat. Anschließend habe seine Mannschaft zu häufig ungenaue Entscheidungen getroffen und zwei vermeidbare Gegentore kassiert.
Die Führung für Flamersheim/Kirchheim erzielte Paul Doppelfeld (15.), Yannik Ramm erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. Die Hausherren gaben nicht auf und erspielten sich ebenfalls Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.
Nach der Pause wurde die Partie spannend, nachdem Jean Claude Kamano in der 57. Minute auf 1:2 verkürzt hatte, doch zwei Minuten später stellte Yannik Ramm den alten Abstand wieder her. Flamersheim-Kirchheims Trainer Marco Markwald sah nach dem Anschlusstreffer „zehn Minuten ein sehr umkämpftes Spiel“, ehe seine Mannschaft die Partie wieder in den Griff bekam. In der Schlussphase machte Paul Doppelfeld nach Vorarbeit von Henning Doppelfeld den 4:1-Auswärtssieg perfekt. Markwald sprach anschließend von einer sehr souveränen Leistung.
Aufsteiger Do/Ri startet mit Sieg in die Saison
FC Dollendorf-Ripsdorf – SV Schöneseiffen 3:1 (1:1). Aufsteiger FC Dollendorf-Ripsdorf ist mit einem 3:1-Sieg gegen den SV Schöneseiffen in die Kreisliga-A-Saison gestartet. Die Hausherren hatten einen Blitzstart erwischt: Patrick Bühl brachte die Gastgeber bereits in der 2. Spielminute mit einem Distanzschuss in Führung. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten – Felix Zimmer glich in der 5. Minute aus. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.
„Es war sehr lange ein sehr enges Spiel“, bilanzierte Schöneseiffens Trainer Heiko Zimmer. Beide Mannschaften kamen zu Möglichkeiten. Auch sein Gegenüber Alexander Huth sah zur Pause ein „gerechtes“ Unentschieden.
Auch nach der Pause war die Partie umkämpft, Zimmer sagte im Nachhinein: „Man merkte, dass die Mannschaft, die erneut in Führung gehen würde, diese Partie gewinnt.“ Zu seinem Leidwesen gelang dies den Hausherren durch einen Treffer von Spielertrainer Alexander Huth (73.). Kurz darauf machte Bühl den Sack zu (78.).
„Den Sieg haben wir uns in der zweiten Hälfte verdient. Wir hatten mehr vom Spiel, haben den Gegner auf unserem breiten Platz laufen lassen“, sagte Huth. Die Schlussphase mussten die Gäste in Unterzahl auskommen, nachdem Niklas Kirch in der 87. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.
Erftstadt-Lechenich entscheidet Nachbarschaftsduell für sich
SC Germania Erftstadt-Lechenich – Bliesheimer BC 4:0 (1:0). Der SC Germania Erftstadt-Lechenich ist nach seinem Abstieg mit einem deutlichen Sieg in seine Premierensaison auf Kreisebene gestartet. Im Nachbarschaftsderby gegen Aufsteiger Bliesheimer BC setzte sich die Mannschaft von Christopher Berg mit 4:0 durch. Der Trainer sah den Erfolg nicht ganz so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt: „Wir haben uns durchaus recht schwergetan zu Beginn“, sagte Berg und machte dafür auch die hohe Belastung in der Vorbereitung verantwortlich. Seine Mannschaft habe körperlich „in einem Loch“ gesteckt. Entsprechend entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie ohne große Chancen.
Kurz vor der Pause gelang Erftstadt dann der Dosenöffner. Niklas Sommer brachte die Gastgeber in der 39. Minute mit 1:0 in Führung. Nach Wiederanpfiff erwischte Germania eine starke Phase, in der die Partie innerhalb weniger Minuten entschieden wurde. Ricco Frohn erzielte dabei binnen fünf Minuten einen Hattrick (48., 49., 52.). Berg lobte: „In dieser Phase haben wir unsere offensiven Qualitäten ausgespielt und den Ball gut in die Spitze gebracht.“
In der Schlussphase sah Nikola Engels aufseiten der Gäste noch die Rote Karte (82.). Berg ordnete das Ergebnis anschließend ein: „Ein 4:0 sieht sehr deutlich aus, das Spiel war es meiner Meinung nach aber nicht.“ Dank der gut herausgespielten Treffer sei der Sieg aber letztlich verdient gewesen.
Weilerswist gewinnt umkämpfte Partie in Mechernich
TuS Mechernich – SSV Weilerswist 0:1 (0:1). Der SSV Weilerswist hat das erwartet schwere und umkämpfte Auswärtsspiel bei der TuS Mechernich für sich entschieden. Die Gäste waren offensiv gut in die Partie gekommen und setzten die junge Mechernicher Mannschaft „immer wieder mit langen Bällen hinter die Abwehr unter Druck,“ wie TuS-Trainer Mirco Mertens erklärte. Auf beiden Seiten gab es vereinzelte Möglichkeiten, ehe Sven Stanienda in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen direkten Freistoß zum 1:0 verwandelte (45.+2).

Der Weilerswister Torwart Daniel Arndt pariert im Spiel gegen die TuS Mechernich einen Schuss aus naher Distanz.
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Auch nach dem Seitenwechsel blieb Weilerswist tonangebend und drückte Mechernich zunehmend in die Defensive. Die Gastgeber kamen erst in der Schlussphase besser ins Spiel und hatten durch gefährliche Standards noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Hinzu kam ein Lattentreffer. Weilerswist brachte die knappe Führung über die Zeit.
SSV-Trainer Frederik Ziburske sah seine Mannschaft am Ende als verdienten Sieger: „Eine sehr gute, geschlossene Mannschaftsleistung.“ Mertens wiederum machte seiner jungen Mannschaft trotz der Niederlage keinen Vorwurf: „Die haben super mitgehalten.“ Insgesamt gehe der 1:0-Erfolg für Weilerswist aufgrund der Spielanteile in Ordnung.
Frauenberg entscheidet „50-50-Spiel“ für sich
SV Frauenberg – SG Bürvenich/ Schwerfen/Sinzenich 3:1 (1:1). Frauenbergs Wesley Schleicher war der Mann der Partie gegen Aufsteiger SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich. Dabei hatten die Gäste den besseren Start erwischt: Bereits in der 3. Minute brachte Antonio Luca Ianni die SG mit 1:0 in Führung. Wesley Schleicher egalisierte in der 13. Minute. Mit dem Auftritt seines Teams war Frauenbergs Coach Marcel Timm über weite Teile der Partie nicht einverstanden: „Wir haben es im gesamten Spiel nicht verstanden, Zweikämpfe anzunehmen und kreativ zu sein.“
Der Trainer der Gäste, Sascha Hillger, sprach von einem „50-50-Spiel“ auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten. Nach dem Seitenwechsel wurde Frauenberg etwas besser und drehte die Partie in der 57. Minute durch Schleichers zweiten Treffer. Die SG blieb jedoch dran und hatte nach dem Rückstand laut Hillger eine Phase, in der die Gäste 15 bis 20 Minuten am Drücker waren. Der Ausgleich wollte trotz weiterer Möglichkeiten nicht fallen.
Stattdessen machte Schleicher seinen Dreierpack kurz vor Schluss perfekt: In der 86. Minute nutzte er einen Fehler des SG-Torhüters und schob den Ball ins leere Tor. Obwohl Frauenberg damit zum Auftakt drei Punkte verbuchte, sieht Timm noch deutlich Luft nach oben: „Guter Fußball war es nicht, was wir gezeigt haben.“ Hillger konnte trotz der Niederlage Positives mitnehmen: „Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, mussten aber Lehrgeld zahlen.“
Sötenich nimmt drei Punkte aus Nierfeld mit
SV SW Nierfeld – SV Sötenich 1:4 (1:3). Der SV Sötenich nahm drei Punkte aus Nierfeld mit nach Hause. Der Knackpunkt waren drei Eckballtore. Dabei hatten die Gastgeber den besseren Start erwischt: Niclas Hampel brachte Nierfeld bereits in der 5. Minute in Führung. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Paul Hrziwnak glich sechs Minuten später aus.
„Wir haben uns einmal kurz geschüttelt“, beschrieb Sötenichs Trainer Markus Sabel die Reaktion seiner Mannschaft auf den frühen Rückstand. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Nierfeld insbesondere in der Anfangsphase überzeugte.
In den ersten 25 Minuten habe seine Mannschaft ein „überragendes Spiel“ gemacht, erklärte Nierfelds Marcel Schmitz. Dann folgte der Sötenicher Doppelschlag: Ben Winter (30.) und Nils Knebel (35.) stellten den Spielstand jeweils nach Ecken auf 3:1. Schmitz ärgerte sich: „Das darf uns so nicht passieren.“
Nach dem Seitenwechsel versuchte Sötenich, mit frühem Anlaufen mehr Zugriff zu bekommen. Das gelang: Die Gäste hielten Nierfeld lange vom eigenen Tor fern und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Nierfeld verteidigte zwar aus dem Spiel heraus weiterhin ordentlich, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. „Sötenich war halt einfach hinten raus griffiger und galliger“, bilanzierte Schmitz.
Für die Entscheidung sorgte Simon Weishaupt, der in der 84. Minute, ebenfalls nach einer Ecke, zum 4:1 traf. Sabel sprach anschließend von einer sehr reifen Leistung seiner jungen Mannschaft und einem verdienten Sieg. Für Nierfeld bleibt trotz der deutlichen Niederlage die Erkenntnis, dass die eigene Spielidee phasenweise funktionierte. Schmitz sieht sein Team weiterhin in einem Entwicklungsprozess und betont: „Das geht halt nicht von heute auf morgen.“
