Ein verdienter Heimerfolg über Birkesdorf lässt Team und Trainer aufatmen. Bessenich bleibt in der kommenden Spielzeit Bezirksligist.
Fußball-BezirksligaDer SV Rhenania Bessenich hat den Klassenerhalt sicher

Eine hervorragende Leistung zeigte Schiedsrichter Rosch Amin, hier hinter dem Torschützen zum 3:1, Athanasios Noutsos.
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SV Rhenania Bessenich – Viktoria Birkesdorf 5:3 (4:1). Auch wenn sich die Platzherren in den letzten Minuten in Überzahl noch zwei überflüssige Gegentreffer einfingen: Unter dem Strich stand ein verdienter Heimerfolg, durch den die Rhenania drei Spieltage vor Schluss den Ligaverbleib endgültig gesichert hat.
Trainer Can Celik schwebt auf Wolke sieben
„Ich bin überglücklich über die drei Punkte und die Tatsache, dass der Klassenerhalt nun fix ist. Jetzt haben wir, den Erfolg im Pokal mitgerechnet, dreimal in Folge gewonnen, was uns schon sehr lange nicht mehr gelungen war. Diese kleine Siegesserie tut einfach unheimlich gut“, freute sich Coach Can Celik.
Ex-Bessenicher Redouan Toumi nach Fehlgriff im Pech
Der ehemalige Bessenicher Redouan Toumi, mittlerweile in Diensten von Viktoria Birkesdorf, hatte sich für die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte viel vorgenommen und ging als Verteidiger mit großem Engagement in die Zweikämpfe. Kurz vor der Pause übertrieb es der 25-Jährige allerdings in Sachen Einsatz, als er seinen Rivalen Manuel Macherey im Strafraum derart ungestüm mit beiden Händen umriss, dass dem Unparteiischen gar keine andere Wahl blieb, als auf Elfmeter zu entscheiden. Da der Übeltäter in dieser Situation auch noch letzter Mann gewesen war, gab es die Rote Karte obendrauf – ein fataler Fehlgriff, der die Aussichten der Gäste auf etwas Zählbares frühzeitig in den Keller sinken ließ.
Mit dem starken Schiri Rosch Amin waren alle zufrieden
Häufig kommen die Unparteiischen, die meist auch nicht mehr Fehler machen als viele der 22 Akteure mit dem Ball, nach einer Partie schlecht weg. Umso fairer ist es deshalb, die Referees für ihre guten Leistungen auch einmal ausdrücklich zu loben. Der in Bessenich als Spielleiter fungierende Rosch Amin und seine beiden Assistenten Thomas Krystof und Horst Kolassa verdienten sich an diesem Nachmittag die Bestnote, weil nicht nur alle Entscheidungen des Trios nachvollziehbar waren, sondern auch der Umgang mit den beiden Mannschaften auf Augenhöhe vonstatten ging. „Es gab heute niemanden auf und neben dem Platz, der Unzufriedenheit über die Pfiffe bekundet hat. Der Schiedsrichter hatte eine klare Linie und ist sehr respektvoll mit allen Beteiligten umgegangen“, sagte Celik.
Spielverlauf: Die Bessenicher Pausenführung fiel zu hoch aus
Die Heimelf verschlief den Auftakt und durfte froh sein, dass Viktoria-Stürmer Julian Perse gleich drei gute Gelegenheiten vergab. Ein Stellungsfehler des ansonsten gefälligen Oliver Schäfer führte kurz darauf dennoch zum Rückstand, den Jehon Vatovci nach einer von Athanasios Noutsos getretenen Ecke aber schnell egalisierte. Der sehenswerte Distanzschuss von Erjon Hoxhaj Sekunden nach dem Ausgleich drehte die Partie, wozu später auch der Platzverweis beitrug.

Keinen Grund zur Verzweiflung hatte Trainer Can Celik.
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Noutsos per Strafstoß und Schäfer sorgten für die zu hohe Pausenführung, die trotz zahlreicher Möglichkeiten – vor allem für Jehon Vatovci – bis in die Endphase Bestand hatte. Erst der eingewechselte Ziyad Abdellaoui schaffte das, was die Angreifer der Rhenania zuvor versäumt hatten, ehe den in Unterzahl tapfer kämpfenden Birkesdorfern durch Moritz Hoch und Tahrek Bako noch ein (letztlich jedoch bedeutungsloser) Schlussspurt gelang.
Erft ärgert Lövenich ein bisschen, Erftstadt-Lechenich steigt ab
„Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht“, sagte Chris Kockerols, Trainer der JSG Erft Euskirchen. Sein Team, das in der Auswärtstabelle mit sieben Punkten nur den viertletzten Platz belegt, ärgerte bis in die Schlussphase den Aufstiegskandidaten aus Lövenich/Widdersdorf. Luke Bungart brachte mit seinem 28. Saisontreffer die JSG in Führung (29.).
Den Platzherren gelang aber noch vor dem Seitenwechsel der Ausgleich (36.). Bungart war es dann auch, der die JSG nach dem Seitenwechsel erneut in Führung schoss (57.). Ein Doppelschlag (73., 79.) drehte die Partie aber zugunsten des Aufstiegskandidaten. „Vor allem beim dritten Treffer stellen wir uns nicht gut an, aber das kann passieren“, so Kockerols. In der Schlussphase hatte die JSG eine gute Chance auf den Ausgleich, doch SV-Keeper Andreas Köll parierte glänzend. Es blieb dann beim 2:3 aus JSG-Sicht.
Derweil ist der Abstieg für den SC Germania Erftstadt-Lechenich rechnerisch besiegelt. Nach dem 0:3 (0:1) auf heimischen Platz gegen den SC Elsdorf steht fest, dass der frühere Mittelrheinligist in die Kreisliga A durchgereicht wird. (tom)
