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Fußball-KreispokalDie JSG Erft beendet den Frauenberg-Fluch

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Torwart Dominik Schöpfer begräbt den Ball unter sich, Luke Bungart springt über ihn.

In dieser Szene kam Torwart Dominik Schöpfer noch rechtzeitig vor Luke Bungart an den Ball. Vier Minuten später war er aber zu spät und foulte den Stürmer.

Der Bezirksligist JSG Erft Euskirchen nimmt Revanche für das Pokalaus in der vergangenen Saison. Stürmer Luke Bungart zeigte sich in Torlaune.

SV Frauenberg – JSG Erft 01 Euskirchen 1:6 (1:1). Die Magie des Frauenberger Lochs hat gefehlt: Dort hatte der SV die JSG Erft 01 in den letzten Aufeinandertreffen zweimal besiegt. In der Saison 2024/25 fügte der SVF dem späteren Aufsteiger die erste von zwei Saisonniederlagen zu. In der vergangenen Spielzeit warf der Kreisligist den Bezirksligisten aus dem Pokalwettbewerb.

Nun ein Standortwechsel: Weil beide Mannschaften sich für den Mittelrheinpokal qualifiziert hatten, wurde das erneute Aufeinandertreffen im Kreispokal vorgezogen. Weil in Frauenberg das Flutlicht fehlt, zog man ins Heinz-Flohe-Stadion um, in dem rund 150 Zuschauer die Erstrundenpartie verfolgten. Es war also ein Auswärts-Heimspiel für den SVF.

Die Voraussetzungen hatten sich kurzfristig für die klassentiefere Mannschaft verbessert. Das Gewitter kurz vor Spielstart brachte einen Platzregen mit sich. Beste Bedingungen also für den dritten Streich?

Luke Bungart war von Frauenberg nicht zu stoppen

Nicht mit der JSG Erft 01 und vor allen Dingen nicht mit Luke Bungart. Der Torjäger machte das, was er am besten konnte: treffen. Gleich viermal durfte er jubeln, wobei zwei Tore vom Punkt fielen. Die JSG spielte von Beginn an konzentriert, offensiv und mit Pässen genau in die Schnittstelle, die Bungart mit seinem enormen Tempo dann erlief. In der 12. Minute traf er nur die Latte.

Acht Minuten später sah es zunächst so aus, als ob die JSG Erft einen Steilpass ins Nichts gespielt hätte. Doch in diesem Nichts tauchte plötzlich Bungart auf. Frauenbergs Torwart Dominik Schöpfer kam heraus und wollte den Ball spielen, traf im Strafraum aber Bungart. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst.

Frauenbergs Jan Tornow jubelt nach seinem Tor, die Erft-Spieler schauen konsterniert.

Da war die Freude groß: Jan Tornow (3.v.r.) freut sich über sein Tor, das den 1:1-Ausgleich bedeutete.

Erfts Co-Trainer spricht mit dem Cheftrainer und gestikuliert. Im Hintergrund die gut besetzte Tribüne des Heinz-Flohe-Stadions.

Regennasse Tartanbahn, regennasses Trainerteam: Erft-Trainer Chris Kockerols (vorne) erhält Hinweise von Co-Trainer Thomas Fleck.

Doch anstatt weiter nach vorne zu drängen, um das 2:0 zu erzielen, zog sich der Bezirksligist zurück. Das war laut Trainer Chris Kockerols durchaus geplant – allerdings sollte die Taktik mit den Schnittstellenpässen weiterverfolgt werden.

Frauenberg kam besser ins Spiel und eine Kombination schloss Jan Tornow mit einem satten Schuss ab. Der Ball prallte gegen den linken Pfosten und von dort ins Tor. (38.) Nur wenige Minuten später hatte Erft Glück mit dem Aluminium. Ein Freistoß von Ben Huthmacher zeigte eine physikalisch beeindruckende Flugbahn. Jeder im Stadion war davon ausgegangen, dass der Ball meterweit über das Tor gehen würde, stattdessen senkte er sich plötzlich wie ein Stein und prallte auf die Latte. „Der Ben hat manchmal so Ideen, das wäre natürlich schön gewesen“, sagte sein Trainer Marcel Timm.

Ein zweiter Elfmeter brachte die JSG Erft 01 auf die Siegerstraße

In der zweiten Halbzeit ließ Erft aber nichts mehr anbrennen. Nach einem Foul an Rafael Oliveira gab es erneut Elfmeter, den Bungart ebenfalls verwandelte (51.) – genau wie er später noch das 5:1 und 6:1 (71., 88.) erzielte. Beim 3:1 durch Luc-Seal Roggendorf sah der ansonsten starke Schöpfer nicht gut aus (63.), Leo Richerzhagen traf zum 4:1 (69.).

Chris Kockerols sprach von einer Erleichterung, endlich wieder gegen Frauenberg gewonnen zu haben. Timm sagte: „Wir haben das in der ersten Halbzeit gut gemacht und konnten Nadelstiche setzen. Unser Tor war sehr schön rausgespielt.“ Er macht seinen Spielern aber keinen Vorwurf, da einige auch angeschlagen waren. „Das Ergebnis ist um ein oder zwei Tore zu hoch“, so Timm.


Alle Spiele der ersten Runde des Kreispokals

Das sind die Partien der ersten Kreispokal-Runde: SV Frauenberg – JSG Erft 01 1:6; Kaller SC – Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim, TSV Schönau – SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich, SG Houverath/Mutscheid – SSV Weilerswist, TuS Dom-Esch – SG25, RSV Arloff-Kirspenich – SC Germania Erftstadt-Lechenich, SSC Satzvey – SG Flamersheim/Kirchheim, SG Keldenich-Scheven – TuS Vernich, SG Erfthöhen – SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim, SV Concordia Weyer – SV Sötenich, SC Wißkirchen – SC Roitzheim, SC Enzen-Dürscheven – Bliesheimer BC, SSV Golbach – SG Dahlem-Schmidtheim (alle So., 15 Uhr); SV Nierfeld – TuS Mechernich (Mi, 19.30 Uhr).