Ein Doppelpack von Furkan Esenkar und ein Traumtor von Ulas Önal ebnen den Weg des ETSC zum Sieg gegen den nun Ex-Tabellenführer Inter Euskirchen.
KreisligaDer Euskirchener TSC gewinnt das Stadtderby gegen Inter

Sah super aus, brachte aber nichts ein: Der Fallrückzieher von Ulas Önal ging über das Inter-Euskirchen-Tor.
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FUSSBALL Kreisliga B1: Euskirchener TSC – Inter Euskirchen 3:2 (0:1). Es war mehr als ein Stadtderby, das am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz neben dem Heinz-Flohe-Stadion stattfand. Es war ein Duell zweier ambitionierter Teams, die bisher alle ihre Saisonspiele gewonnen hatten und zu den Aufstiegskandidaten in der Kreisliga B zählen dürften. Und es war ein Duell zweier Mannschaften, von denen sich die meisten Spieler kennen, weil sie gemeinsame Weggefährten waren.
So wie Valdon Halimi und Furkan Esenkar, die schon zusammen bei Türk Gencligi, Bessenich und Hilal Maroc Bergheim Kollegen waren und sich diesmal als Gegner gegenüberstanden – und vor und nach dem Spiel freundschaftlich miteinander umgehen wie insgesamt beide Teams. Schiedsrichter Fabian Wolffs dürfte schon schwierigere Aufgaben gehabt haben. Zunächst war es aber auch für die zahlreichen Zuschauer harmlos. Die beiden Mannschaften waren beinahe ebenbürtig und tasteten sich ab, wobei der ETSC zunächst mehr Ballkontrolle hatte, ohne gefährlich zu werden.
Das schönste Tor des Tages gelang Ulas Önal
Eine doppelte Spielverlagerung von Inter – von links nach rechts und wieder zurück nach links – vollendete Nico Heuser zur überraschenden Führung (24.). Danach spielten nur noch die Gäste und hätten die Führung vor der Pause sogar erhöhen können. Ein Halimi-Lupfer landete an der Latte (40.), ein Distanzschuss aus 35 Metern wurde vom Wind so verlangsamt, dass sich ETSC-Schlussmann Mostafa Koleilat ganz schön strecken musste, um das Gegentor zu verhindern.
Und auch direkt nach der Pause gab es noch eine Großchance für Inter. Doch Heusers Schuss aus spitzem Winkel ging vorbei – und der Schütze selbst verletzte sich bei der Aktion (48.). Eine Minute später führte ein Missverständnis in der Inter-Abwehr zum Ausgleich. Torwart Naklicki rief, dass er rauskommt, ein Abwehrspieler ging trotzdem dazwischen und köpfte den Ball dem ETSC-Spielertrainer Ulas Önal vor die Füße.
Dessen Schuss wurde abgeblockt, doch Esenkar stand goldrichtig, der satte Schuss landete unter der Latte. In der 70. Minute war Naklicki zu optimistisch beim Versuch, einen Ball gegen Youssef Khabbaz zu klären. Der war früher am Leder und schob es Esenkar vor die Füße, der auf 2:1 erhöhte. Das schönste Tor des Tages gelang Önal. (77.) Er verwandelte einen direkten Freistoß aus 25 bis 30 Metern, sein Ball schlug unhaltbar für Naklicki im Winkel ein.
Damit entschädigte sich der Spielertrainer für seinen vergebenen Fallrückzieher in der 14. Minute, der über das Inter-Tor gegangen war. Den alten Abstand stellte Valdon Halimi nur vier Minuten nach dem Traumtor her. Einen Freistoß ließ Koleilat nach vorne abprallen, wo der Inter-Stürmer stand. Danach ging es nur noch in Richtung des ETSC-Tors, doch Önals Mannschaft brachte das Ergebnis auch durch die fünf Minuten Nachspielzeit und ging als Derbysieger vom Platz.
