Abo

SaisoneröffnungSimon Reitz schnürt für Rotbachtal/Strempt direkt einen Doppelpack

4 min
Mit erhobenen Zeigefingern jubelt Simon Reitz über seinen zweiten Treffer inmitten von Gegenspielern.

Zweites Tor nach 28 Minuten: Rotbachtals Simon Reitz (M.) schreit seine Freude heraus.

Auf der immer schmucker werdenden Anlage in Glehn fand das Eröffnungsspiel zwischen Rotbachtal/Strempt und Kommern statt.

SG Rotbachtal/Strempt – VfL Kommern 3:1 (3:1). Im Saison-Eröffnungsspiel hat sich die SG Rotbachtal/Strempt gegen Aufsteiger VfL Kommern verdient mit 3:1 durchgesetzt. Vor rund 150 Zuschauern auf der sich immer mehr zu einem Schmuckstück entwickelnden Sportanlage in Glehn verbuchte der Favorit zum Auftakt die ersten drei Punkte dieser Spielzeit.

Das Wichtigste zuerst: Der Favorit besiegt den Underdog

Etablierter B-Ligist trifft auf Aufsteiger, Favorit auf Underdog, Erfahrung auf jugendliche Unbekümmertheit. Am Ende gab es keine Überraschung, denn die Mannschaft des zurückgekehrten Trainers Sebastian Reisenauer drückte der Partie von Beginn an ihren Stempel auf. Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile, mehr Durchschlagskraft und mehr Torchancen ließen keinen Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Die Gäste überzeugten mit Einsatz, Wille und Grundeinstellung, während sie spielerisch lediglich im Konterfußball offensive Akzente setzen konnten.

Protagonisten des Spiels: Simon Reitz, Lennox Kauffmann, Mike Esser

Da wäre zum einen Doppeltorschütze Simon Reitz: Die Lebensversicherung der Heimelf mit 20 und 21 Toren in den vergangenen beiden Spielzeiten zeigte sich im ersten Meisterschaftsspiel sofort torhungrig. Der 25-Jährige war Dreh- und Angelpunkt im Angriff und verbuchte mit fünf bis sechs guten Torabschlüssen die meisten seines Teams. Kommern bekam den robusten Stürmer nur selten in den Griff. Reitz erzielte per Kopf die Führung (10.). und legte aus dem Gewühl heraus nach 28 Minuten zum 2:0 nach. Tor Nummer drei ging auf das Konto von Sturmpartner Lorenzo Moranelli, der alleine auf das Tor zulief und flach vollendete (45.+2).

Ein Kommerner Spieler schubst einen Gegenspieler. Im Hintergrund sind zahlreiche Zuschauer zu sehen.

In dieser Situation schiebt Kommerns Jens Große (r.) Dominik Jansen mit den Händen weg. Wenig später sieht Große im gleichen Duell glatt Rot.

Der Trainer von Rotbachtal/Strempt gib inmitten seiner Spieler Anweisungen.

Als Trainer nach Rotbachtal zurückgekehrt: Sebastian Reisenauer (M.).

Auf Kommerns Seite zeigte der erst 19-jährige Torhüter Lennox Kauffmann trotz kleinerer Unsicherheiten eine starke Leistung. Ihm war es zu verdanken, dass der VfL ein achtbares Ergebnis erzielte.

Ein Jahr jünger und noch für die A-Jugend spielberechtigt ist Mike Esser, der von Beginn an im Sturm ran durfte. Esser wurde immer wieder mit langen Bällen gefüttert und zeigte nicht nur bei seinem sehenswerten Treffer per Heber seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor (45.+4). Hätte Esser eine Minute später zum 2:3 verkürzt, wäre nach der Pause sicherlich ein anderes Spiel entstanden. Insgesamt hatte Kommern sechs Spieler unter 20 Jahren.

Rot ohne direkte Konsequenzen: Kommern kämpft erfolgreich

Den ersten Platzverweis der Saison kassierte Kommerns Jens Große in der 39. Minute. Große war im Zweikampf in der Nähe der eigenen rechten Eckfahne Dominik Jansen in die Beine gerauscht. Der 30-Jährige sagte im Anschluss, es habe sich aus seiner Sicht um ein klares Foulspiel gehandelt, allerdings noch im Gelbe-Karten-Bereich. Schiedsrichter Thomas Broszeit zog nach Beratung mit dem Assistenten glatt Rot. Eine sehr harte, aber durchaus gerechtfertigte Entscheidung. Rotbachtal/Strempt konnte den zahlenmäßigen Vorteil nach der Pause nicht nutzen. Kommern kämpfte zu zehnt um jeden Zentimeter und hielt sich auch im 15-minütigen Platzregen zum Ende des Spiels schadlos.

Das fiel sonst noch auf: Ein Ortsschild weist den Weg zur Bank

In Glehn gibt es jetzt zusätzlich zum Kunstrasen-Kleinfeld eine Anzeigetafel, eine überdachte Heimauswechselbank und mit einem kreativen Ortsschild ausgewiesene Heim- und Gastbereiche mit roten Sitzschalen. Die Sportanlage wird immer weiter herausgeputzt.

Die Stimmen zum Spiel von den beiden Trainern

Sebastian Reisenauer: „Wir haben verdient gewonnen, müssen aber vor allem vor der Pause, auch durch Simon, der heute unser bester Mann war, mehr Tore erzielen. In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig Durchschlagskraft und es ist eher ein Hin- und Hergeschiebe. Ich will aber nicht meckern, denn im ersten Spiel drei Punkte zu holen war unser Ziel, und das haben wir geschafft.“

Silas Grisar-Salentin: „Rotbachtal war spielerisch besser und hat verdient gewonnen. Wir müssen in den nächsten Spielen spielerisch zulegen, sind aber absolut da. Einsatz, Mentalität und Einstellung haben absolut gepasst und ich spreche gerade meinen jungen Spielern für diesen Auftritt ein großes Kompliment aus. Da wächst was zusammen.“


Fussballkreis Euskirchen ehrte die Aufsteiger der Vorsaison

Die Besten der Besten der vergangenen Spielzeit ehrte in der Halbzeitpause der Fußballkreis Euskirchen. Die Ehrung der drei Aufsteiger aus dem Mechernicher Stadtgebiet, die allesamt nun in der Kreisliga B spielen, nahm Bürgermeister Michael Fingel vor. Es handelte sich um die TuS Mechernich II, die SG Rotbachtal/Strempt II und den VfL Kommern.

Vertreter der anwesenden Aufsteiger halten Urkunden in die Kamera.

Die Aufsteiger der Vorsaison wurden in der Halbzeitpause geehrt.

In der gleichen Liga befinden sich der Euskirchener TSC sowie die SG Oleftal, die wie der Bliesheimer BC (Aufsteiger in die Kreisliga A) nicht anwesend waren. Ihre Ehrenurkunden erhielten hingegen die SG Flamersheim/Kirchheim II (Aufsteiger in die B-Klasse) sowie der FC Dollendorf Ripsdorf und die SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich (beide Aufsteiger in die Kreisliga A). Auch die SG Dahlem-Schmidtheim (Aufsteiger in die Bezirksliga) wurde geehrt. Beide Hände brauchte Robert Hintzen, der unter großem Applaus zwei Ehrenurkunden erhielt: für die Aufstiege des TuS Zülpich in die Mittelrhein- und die Bezirksliga­­­.