Beide Mannschaften des FC Dollendorf-Ripsdorf verlieren gegen Keldenich-Scheven. Die Aufstiegs-Entscheidung fällt erst am letzten Spieltag.
Kreisliga-KolumneKaterstimmung statt Doppel-Aufstieg bei Dollendorf-Ripsdorf

Enttäuschung pur: Die Spieler des FC Dollendorf-Ripsdorf haben den Matchball zu Hause liegen gelassen.
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Kreisliga B2: FC Dollendorf-Ripsdorf – SG Keldenich-Scheven 1:2 (1:0). Die Erkenntnis des Spieltages lautet: Wer eine Fußballparty plant, sollte tunlicht darauf verzichten, die SG Keldenich-Scheven einzuladen. Die erste und zweite Mannschaft entpuppten sich nämlich als Partycrasher. Anstatt den möglichen Doppelaufstieg zu feiern, herrschte beim FC Dollendorf-Ripsdorf Katerstimmung.
Auffällig war die Duplizität der Ereignisse. Zunächst trafen die beiden Zweitvertretungen aufeinander. Nur mit einem Sieg hätte DoRi II den Aufstieg besiegeln können. Und es sah zunächst auch gut aus. Das Team spielte munter nach vorne und ging durch Sven Linden, der einen Fehler von Aushilfstorwart Thomas Goerke (der Spielertrainer stand zum ersten mal zwischen den Pfosten) ausnutzte, auch verdient in Führung (9.) – nur um dann nach und nach das Fußballspielen einzustellen. Die Strafe folgte in Halbzeit zwei, Moritz Lippertz (49.), Robert Wassong (51.) und Leon Charlier (90.+6) trafen für die Gäste.
Beide DoRi-Teams stellen nach Führungen das Fußballspielen ein
Die erste Mannschaft von DoRi wollte es danach besser machen. Die Mission war sogar einfacher: Ein Punkt würde gegen den Tabellendritten reichen. Und auch hier sah es zunächst gut aus. Nach zehn Minuten jubelten die Gastgeber erstmals, wenn auch nur kurz: Mathias Diederichs hatte beim Querpass von Jeremy Eder im Abseits gestanden, der Treffer wurde von Schiedsrichterin Lisa Reinecke zurückgenommen. Zwölf Minuten später verwandelte Diederichs einen Eckball von Patrick Bühl per Kopf zur Pausenführung. Viel mehr Chancen gab es in der ersten Halbzeit hüben wie drüben kaum. Es war ein intensiv geführtes Duell, bei dem DoRi ein wenig die Oberhand hatte, aber Angriffe schludrig zu Ende spielte.

Die Spieler von Keldenich-Scheven warfen sich in jeden Ball, wie hier Noel Ohnrich in den Schuss von Mathias Diederichs.
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Andre Dünker grätscht den Ball vor dem herannahenden DoRi-Spieler Marlon Kootz weg.
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In der zweiten Halbzeit übernahm Keldenich-Scheven langsam die Kontrolle über eine Partie, die bis zur spannenden Schlussphase arg verflachte. Zwei Tore von Maximilian Zander, einmal ins linke untere Eck (59.) und einmal in den linken Winkel (82.) , brachten die Gäste auf die Siegerstraße.
Fernduelle am Sonntag zwischen Dollendorf-Ripsdorf und Hellenthal
Weil DoRi aber nur ein Tor zum nötigen Punktgewinn fehlte, gab die Heimelf noch einmal Gas, hatte jedoch kein Glück. Ein wuchtiger Schuss von Eder knallte an die Latte (89.), Versuche von Linus Krämer und Diederichs gingen drüber. DoRis Co-Trainer Lars Hoffmann sah noch die Gelb-Rote Karte, weil er sich zu lautstark beschwert hatte. Cheftrainer Alexander Huth, der Ende der ersten Halbzeit den verletzten Björn Hoffmann ersetzte, stapfte nach Schlusspfiff in die Kabine. Seine Meinung, in feines Deutsch übersetzt: Wenn einem die männlichen Geschlechtsdrüsen (die von Oliver Kahn schon genauer benannt worden waren) fehlen, hat man in der Kreisliga A nichts verloren.
Durch den 2:1-Auswärtssieg der SG Hellenthal bei der SG Rotbachtal/Strempt kommt es nun zu einem Fernduell, in dem DoRi erneut ein Unentschieden reicht, um aufzusteigen. Es geht am letzten Spieltag nacht Strempt. Hellenthal tritt bei der SG Nöthen-Pesch-Harzheim an. Bei Punktgleichheit, die nur bei einem Hellenthaler Sieg und einer DoRi-Niederlage möglich ist, hätte Hellenthal aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches die Nase vorn. Es wird also ein Herzschlagfinale um den Aufstieg in die Kreisliga A geben.
VFL Kommern profitiert vom Quotienten und steigt auf
Durch den Aufstiegsverzicht des VfB Blessem II („Wir wollten eine Mannschaft in der Kreisliga B haben. Weil unsere Erste nicht absteigt, verzichtet unsere Zweite auf den Aufstieg“, sagte Fußball-Abteilungsleiter Alexander Statz auf Anfrage) steigt nicht automatisch der Tabellendritte der Staffel – also Frauenberg II oder Weilerswist II – in die Kreisliga B auf. Die Auf- und Abstiegsregelungen des Fußballkreises Euskirchen sehen vor, dass die jeweiligen Tabellendritten miteinander verglichen werden – und zwar per Quotientenregel. Um den Punktequotienten zu ermitteln, wird die Zahl der erzielten Punkte durch die Zahl der Spiele geteilt.
Der Verzicht ließ beim VfL Kommern die Korken knallen. Selbst wenn er von DoRi II noch vom zweiten Platz verdrängt werden würde, wäre er aufgestiegen, weil er definitiv bester Tabellendritter wäre. Klar ist auch, dass der Dritte der Kreisliga C1 nicht aufsteigen kann, der Quotient ist zu gering. Der beste Dritte kommt aus den Staffeln C2 oder C3.
Euskirchener TSC steigt in die Kreisliga B auf
Kreisliga C1: Euskirchener TSC – SV Frauenberg II 2:1 (1:1). Der Euskirchener TSC hat sich auch von einem Gewitter nicht aufhalten lassen. Dabei kam die Partie auf dem Kunstrasenplatz am Heinz-Flohe-Stadion ebenfalls einem ordentlichen Sturm gleich.

Nach einem Jahr in der Kreisliga C geht es für den ETSC wieder aufwärts.
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ETSC gegen Frauenberg II, Unterbrechung wegen Gewitter. Der Euskirchener TSC steigt durch das 2:1 aber in die Kreisliga B auf.
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Der Grund: Die Reserve des SV Frauenberg investierte sehr viel, um den Kreisstädtern die Aufstiegstour zu vermiesen – und mindestens um eine Woche zu verschieben. Durch das 2:1 gegen den direkten Verfolger steht aber nicht nur fest, dass der ETSC in die Kreisliga B aufsteigt. Auch der VfB Blessem II wäre aufstiegsberechtigt, verzichtet aber auf den Gang in die B-Klasse, wie Abteilungsleiter Alexander Statz bestätigte. Alen Gojak brachte die Gastgeber früh in Führung. Lukas Strömer glich mit dem Pausenpfiff aus.
Es ist selbstverständlich, dass wir nichts abschenken.
Nach dem Seitenwechsel waren gut zehn Minuten gespielt, als Schiedsrichter Ismail Gündogan die Partie wegen des Gewitters, das gerade über die Kreisstadt zog, unterbrach. Aus der angedachten zehnminütigen Unterbrechung wurden 20, doch die Partie konnte zu Ende gespielt werden. In der 72. Minute stand der Unparteiische dann wieder im Fokus. Nach einem Handspiel entschied Gündogan auf Strafstoß – wie bei fast jedem Handspiel (auch mit VAR) führte es zu sehr kontroversen Diskussionen. Zumal sich Frauenberg die gesamte Partie über stark benachteiligt fühlte. „Wir spielen hier gegen zwölf Euskirchener“ war noch die harmloseste Aussage.
Aber wie es im Fußball in 99,9 Prozent aller Fälle der Fall ist – die Entscheidung stand fest. Furkan Esenkar übernahm die Verantwortung und traf mit etwas Glück nicht nur zum 2:1, sondern auch zum Aufstieg. Im Falle eines Sieges hätte auch die Frauenberger Reserve noch mal ins Aufstiegsrennen eingreifen können. Ob die Zweitvertretung letztlich den Weg in die B-Klasse angetreten hätte, darf bezweifelt werden. Dass sie deshalb dem ETSC aber nicht den rot-gelben Teppich ausrollte, spricht für die Truppe von Spielertrainer Christian Meier. „Es ist selbstverständlich, dass wir nichts verschenken“, so der Coach. Und ETSC-Trainer Salih Yavuz war in der Schlussphase ganz schön nervös. Als dann der Schlusspfiff ertönte, war die Erleichterung riesig.
Mechernich II macht am vorletzten Spieltag alles klar
Kreisliga C2: TuS Mechernich II – SG Ülpenich-Nemmenich-Elsig II 6:0 (4:0). Die Zweitvertretung der TuS Mechernich steht als Aufsteiger in die Kreisliga B fest. Der klare 6:0-Heimerfolg, bei dem sich Adrian Meyer (28., 45., 45.+3) und Fabrice Stallzus (43., 49., 74.) die sechs Tore gerecht teilten, war hochverdient und nie gefährdet.

Bierdusche für Trainer Frederik Will.
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Genau wie vor zehn Jahren und zuletzt in der Saison 2021/22 sind der Mannschaft um Erfolgstrainer Frederik Will der Aufstieg und auch der Staffelsieg nicht mehr zu nehmen. Wills Fazit zu dieser Saisonleistung lautet: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, die von Anfang an alles für das gemeinsame Ziel, den Aufstieg, gegeben hat, und die nicht nur ergebnismäßig, sondern vor allem spielerisch überzeugt hat.“
Den zweiten Aufstiegsplatz machen Flamersheim/Kirchheim II (gegen Ülpenich-Nemmenich-Elsig II) und Rotbachtal/Strempt II (gegen Satzvey) am letzten Spieltag im Fernduell untereinander aus. Je nachdem können sogar beide B-Ligist werden (siehe oben).
Houverath/Mutscheid hält die Klasse, Schönau II steigt ab
Im Tabellenkeller der Kreisliga B2 sind die ersten Entscheidungen gefallen: Durch die 2:3-Niederlage bei Nierfeld II ist der TSV Schönau II abgestiegen. Alle Tore fielen erst ab der 62. Minute. Den Klassenerhalt geschafft hat die SG Houverath/Mutscheid, die 4:2 gegen Nöthen-Pesch-Harzheim gewonnen hat. Auch hier wurde es in der Schlussphase noch einmal dramatisch, da die Gäste den 0:3-Rückstand in der Nachspielzeit auf 2:3 verkürzten. Das „Endspiel“ zwischen Schönau II und Houverath/Mutscheid am letzten Spieltag fällt deshalb aus, es wird ein Spiel, in dem es um nichts geht.
Ein Endspiel gibt es hingegen in der Kreisliga B1. Der SC Wißkirchen II hat den SC Roitzheim 3:1 besiegt und liegt nun einen Punkt hinter der TB-SV Füssenich-Geich. Auf dem Rasenplatz in Füssenich kommt es zum Endspiel mit Wißkirchen II.