Holt der TuS Zülpich einen Punkt in Eilendorf, spielt er nächste Saison in der Mittelrheinliga. Kommerner Frauen drücken Hilfarth die Daumen.
Sport-VorschauDer FC Dollendorf-Ripsdorf hofft auf den Doppelaufstieg

Könnten am Wochenende ausgiebig über den Aufstieg in die Kreisliga A (Dollendorf-Ripsdorf, in Weiß) oder verhalten über die feststehende Teilnahme am Entscheidungsspiel (Hellenthal) jubeln.
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Alles war vorbereitet: Rund 500 Zuschauer strömten am Pfingstmontag zum Vereinsgelände des TuS Zülpich, die Junior-Ultras sorgten mit Trommeln, Tröten und kräftigen Stimmbändern für lautstarke Unterstützung, und die Spieler des TuS Zülpich selbst taten alles, um hinterher feiern zu können, und deklassierten Gegner Kurdistan Düren mit 8:0. Doch das Ergebnis aus Breinig wurde zum Partycrasher: Zum Aufstieg des TuS in die Mittelrheinliga hätte Breinig gegen Hürth verlieren müssen. Das Spiel endete aber 2:2 – Entscheidung vertagt.
Nun kann das Team von David Sasse also auswärts aufsteigen. Und anders als an Pfingstmontag ist am Sonntag für Zülpich nur im Falle einer Niederlage das Ergebnis von Breinig relevant. Denn den Römerstädtern reicht ein schnödes, langweiliges 0:0, um den Aufstieg perfekt zu machen. Allerdings ist Langeweile beim TuS ebenso wenig bekannt wie ein torloses Remis: 0:0 hat er nur einmal gespielt in dieser Saison, und zwar am letzten Spieltag der Hinrunde bei Spitzenreiter Hürth.
Es war auch das einzige Pflichtspiel der Zülpicher ohne eigenen Torerfolg. Die Römerstädter brauchen am Sonntag beim SV Eilendorf einen Punkt, um aus eigener Kraft den Aufstieg zu schaffen. Sollte allerdings die Heimmannschaft gewinnen, ist Breinig in Brand in Zugzwang, die Partie mit einem Dreier zu beenden.
Aber auch sonst stehen an diesem Wochenende einige Entscheidungen in Sachen Auf- und Abstieg auf Kreisebene an.
Die möglichen Aufstiege:
„Allez les Bleus“ heißt es am Sonntag beim FC Dollendorf-Ripsdorf. Der Verein kann das Kunststück schaffen, dass sich nacheinander beide Teams den Aufstieg sichern, und das auch noch zu Hause. Gegner ist jeweils die SG Keldenich/Scheven. Den Auftakt machen um 12.30 Uhr in der Kreisliga C3 die zweiten Mannschaften beider Klubs. Gewinnt der FC DoRi II, ist er durch und begleitet die SG Oleftal in die Kreisliga B.
In der will nächstes Jahr die erste DoRi-Mannschaft nicht mehr spielen. Und damit Wohl und Wehe nicht wieder von einem Entscheidungsspiel abhängen, auch wenn es am 13. Juni zu Hause in Ripsdorf stattfinden würde, muss ein Punkt gegen Keldenich/Scheven her, denn dann kann die SG Hellenthal nicht mehr punktemäßig gleichziehen, was wegen des direkten Vergleichs für Hellenthal reichen würde. Die SG hingegen kann mit einem Sieg bei Rotbachtal/Strempt auf jeden Fall Platz zwei sichern, der zum erwähnten Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der Kreisliga B1 berechtigt. In Hellenthal wird man zwiegespalten sein, ob man nun DoRi oder Keldenich die Daumen drücken soll.
Die Entscheidung in der Kreisliga C1 könnte schon am Freitagabend gefallen sein. Denn der Euskirchener TSC empfing den Verfolger Frauenberg II. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss nicht fest, deshalb machen wir es kurz: Hat der ETSC gewonnen, sind er und Blessem II aufgestiegen. Bei einem Unentschieden würde nur die Mannschaft aus dem Rhein-Erft-Kreis am Freitag jubeln, weil sie uneinholbar vor Frauenberg stünde. Bei einem Sieg der Frauenberger muss Euskirchen am letzten Spieltag zittern, während Blessem mit einem Sieg gegen Niederelvenich-Mülheim-Wichterich bereits an diesem Sonntag alles klarmachen könnte.
Mechernich II wäre mit einem Sieg aufgestiegen
Apropos Konjunktiv: In der Kreisliga C2 könnten am Sonntag ebenfalls beide Aufsteiger feststehen – wobei es nur einer in eigener Hand hat. Mechernich II trifft auf Ülpenich-Nemmenich-Elsig II und kann mit einem Sieg den Sprung in die Kreisliga B besiegeln. Alle weiteren Eventualitäten hängen vom Ausgang der Partie des Tabellendritten SG Rotbachtal/Strempt II ab, der zur SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich II reist. Rotbachtal muss gewinnen, selbst ein Unentschieden reicht nicht, weil Rotbachtal gegen Mechernich II und die SG Flamersheim/Kirchheim II (der Tabellenzweite hat spielfrei) die direkten Vergleiche verloren hat.
Bei den Frauen könnte es übrigens auch zu einer Entscheidung kommen: Sollte der SC Selfkant in der Bezirksliga 3 beim TuS Hilfarth nicht gewinnen, stünde der Aufstieg des VfL Kommern, der spielfrei hat, fest. Ansonsten kommt es am letzten Spieltag in Selfkant zum Finale.
Die möglichen Abstiege: Lommersum und DHO dürfen nicht verlieren
In der Kreisliga A könnten am Sonntag alle Absteiger feststehen. Zugegeben, das könnten sie schon länger, wenn der SV Schöneseiffen einen seiner Matchbälle genutzt hätte. Gegen Aufsteiger Zülpich II, der noch Kreismeister werden will, wird es auf heimischem Platz schwer. Aber die Konkurrenz muss erst einmal punkten. Vernich empfängt Frauenberg, DHO spielt bei Sötenich und Lommersum fährt zum Derby nach Weilerswist.
Die Konstellation ist so, dass Lommersum und DHO bei Niederlagen unabhängig vom Ausgang in Schöneseiffen abgestiegen sind. Und selbst Vernich sollte Punkte gutmachen auf Schöneseiffen, weil die Tordifferenz – zumindest vor dem vorletzten Spieltag – um 33 Tore schlechter ist als die von Schöneseiffen.
In der Kreisliga B1 wird die TB-SV Füssenich-Geich, die selbst spielfrei hat, dem SC Roitzheim die Daumen drücken. Denn der trifft auswärts auf den SC Wißkirchen II, der mindestens einen Punkt holen muss, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren – am letzten Spieltag geht es nach Füssenich.
In der Kreisliga B2 ist vieles möglich oder nichts
In der Kreisliga B2 ist im Tabellenkeller alles sehr theoretisch. Die SG Houverath/Mutscheid (10., 19 Punkte), der SSC Firmenich (11., 17), die SG Dahlem-Schmidtheim II (12., 16) und der TSV Schönau II (13., 14) liegen eng beieinander. Es kann also Entscheidungen geben, aber vielleicht auch nicht. Dahlem II bekommt es bereits am Samstagabend mit Dreiborn zu tun, am Sonntag empfängt Houverath die SG Nöthen-Pesch-Harzheim.
Auswärtsspiele haben Schönau II (bei Nierfeld II) und Firmenich (bei den Sportfreunden Marmagen-Nettersheim). Klar ist nur: Gewinnt Houverath/Mutscheid, ist der Klassenerhalt sicher. Ebenfalls klar ist: Sollte Schönau II verlieren und Firmenich zumindest punkten, ist der Abstieg des TSV besiegelt.
Aus neutraler Sicht könnte es der letzte Spieltag aber in sich haben: Denn am 7. Juni heißen die Partien Schönau II gegen Houverath/Mutscheid und Firmenich gegen Dahlem-Schmidtheim II. Das wären dann echte Endspiele.
