Mit einer Ehrenrunde feierte sich der FC Rheinsüd für das 0:5 gegen den 1. FC Köln, das weitaus geringer ausgefallen war als erwartet. Schon bald wartet der nächste Höhepunkt auf den Bezirksligisten.
„Besonderer Tag für uns“Rheinsüd verkauft sich sehr teuer gegen den FC

Rheinsüds Tim Wardemann im Zweikampf mit FC-Star Said El Mala
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Das größte Spiel ihrer Karriere ließen die Hobbykicker des FC Rheinsüd Köln mit einer Ehrenrunde durch das Südstadion ausklingen. Bei der anschließenden La Ola stand ihnen die Freude ins Gesicht geschrieben – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als wäre ein Testspiel gegen die Profis des 1. FC Köln nicht schon außergewöhnlich genug gewesen, sorgte das überaus achtbare Ergebnis für zusätzliche Begeisterung beim Bezirksligisten. „Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir nur einstellig verlieren – ich hätte gelacht“, sagte Trainer Stefan Krämer nach dem 0:5 (0:2) gegen den Bundesligisten.
Mit großem Kampf hatte sich seine Mannschaft gegen die drohende Gegentorflut gestemmt. Entsprechend begeistert war Krämer nach dem Abpfiff. „Die Jungs haben alles reingeworfen und richtig Gas gegeben“, lobte der 39-Jährige, dessen Team erst seit einer Woche wieder im Training ist. Um ein Sonderlob kam Krämer nicht herum. Christopher Ebeling, der in der ersten Halbzeit das Tor gehütet hatte, verdiente sich ein ums andere Mal den Szenenapplaus der 3641 Zuschauer.
Christopher hat das Spiel seines Lebens gemacht und mehrere Situationen super entschärf
Nicht zuletzt dank seiner Glanztaten gegen Luca Waldschmidt (2.) und Jan Thielmann (4.) dauerte es eine Viertelstunde, bis das von Ben Cullmann, Enkel der FC-Legende Bernd Cullmann, mitorganisierte Abwehrbollwerk zum ersten Mal ausgehebelt war. „Christopher hat das Spiel seines Lebens gemacht und mehrere Situationen super entschärft“, hob Krämer die Leistung seiner Nummer eins hervor und gestand: „Wenn wir früh mit zwei oder drei Toren in Rückstand geraten wären, wäre wohl auch das Endergebnis ein anderes gewesen.“
Doch die FC-Profis kamen nie so recht in Schwung. Nach Waldschmidts Führung ließ der Bezirksligist bis zur Pause fast schon sensationell nur noch einen weiteren Gegentreffer durch Youssoupha Niang zu (27.). Auch nach Wiederbeginn hielt sich Rheinsüd eine Viertelstunde lang schadlos – und fiel auch nicht auseinander, als Marius Bülter (59., 69./Foulelfmeter) und Malek El Mala (60.) binnen zehn Minuten auf 5:0 erhöhten.
Jannik Eßer verpasst per Kopf den Ehrentreffer für Rheinsüd
Ein Ehrentreffer blieb Rheinsüd allerdings verwehrt. Dabei war dieser zweimal in greifbarer Nähe. Jannik Eßer köpfte knapp neben den Pfosten, nachdem FC-Torwart Ron-Robert Zieler an einer Flanke vorbeigesegelt war. Dann reklamierte der Bezirksligist nach einem vermeintlichen Foul an Santiago Minvielle Strafstoß – doch Schiedsrichter Nils Leichert ließ weiterspielen. Krämer mochte nicht hadern: „Es war ein besonderer Tag für uns – auch, weil viele unserer Spieler selbst FC-Fans sind.“
Schon bald wartet ein weiteres nicht alltägliches Spiel auf den Klub aus dem Stadtbezirk Rodenkirchen. In der ersten Runde des Mittelrheinpokals trifft Rheinsüd auf den Drittligisten Alemannia Aachen. Die noch nicht zeitgenau terminierte Partie soll erneut im Südstadion ausgetragen werden. Das Spiel am Samstag war so gesehen ein erstes Kennenlernen mit der eigentlichen Heimat des SC Fortuna. „Jetzt sind wir bestens gerüstet“, blickte Krämer mit einem Schmunzeln voraus.