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FrauenfußballEin Duo sorgt für frische Akzente bei Bayer 04 Leverkusen

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Switzerland: AXA Womens Super League 2025/26, BSC YB Frauen vs FC Servette Chenois Feminin - AWSL Final First Leg - Wankdorf Stadion, Bern: Lumbardha Misini of Servette FC Chenois Feminin controls the ball *** Switzerland AXA Womens Super League 2025 26, BSC YB Women vs FC Servette Chenois Feminin AWSL Final First Leg Wankdorf Stadion, Bern Lumbardha Misini of Servette FC Chenois Feminin controls the ball Copyright: xDanielaxPorcellix

Lumbardha Misini, Zugang von Bayer 04 Leverkusen

Lumbardha Misini und Paulina Tomasiak verstärken die Bundesliga-Fußballerinnen von Trainer Roberto Pätzold.

Der Start war noch locker. Auf dem wenige Gehminuten vom Hotel entfernten Trainingsplatz hatten die Spielerinnen von Bayer 04 ihren Spaß an Fußballtennis und Kleinfeld-Passübungen. So entspannt wird es nicht bleiben, denn der Leverkusener Coach Roberto Pätzold hat sich für das Trainingslager im bayerischen Rieden einiges vorgenommen.

Sportlicher Höhepunkt wird ein Testspiel am Samstag (18. Juli/16 Uhr) über 4 x 30 Minuten gegen den tschechischen Erstligisten Slovan Liberec werden. Bis dahin heißt es schwitzen und trainieren. 29 Spielerinnen sind bei der zweiten Auflage der Vorbereitung in der beschaulichen, 2600 Einwohner zählenden Ortschaft auf halber Strecke zwischen Nürnberg und tschechischer Grenze dabei – aus dem Profi-Kader fehlt nur Stürmerin Amy Wrigge (Kreuzbandriss).

Alle Neuverpflichtungen von Bayer 04 Leverkusen sind im Trainingslager dabei

Mit gen Süden gereist sind auch alle elf im Sommer verpflichteten Akteurinnen: Justine Brandau (Feyenoord Rotterdam), Natasha Kowalski, Paulina Platner (beide SGS Essen), Lobke Loonen (FC Utrecht), Marlene Müller (RB Leipzig), Carolin Simon (FC Bayern München), Maja Sternad (SV Werder Bremen), Emily Wallrabenstein (Eintracht Frankfurt II), die erneut vom FC Liverpool ausgeliehene Rafaela Borggräfe sowie Lumbardha Misini und Paulina Tomasiak.

Letztere zwei sind die neuesten Zugänge. Tomasiak ist polnische Nationalspielerin, sie kommt von Gornik Leczna. Für die kosovarische Auswahl läuft Misini auf, die zuletzt beim schweizerischen Meister Servette FCCF spielte. In Leverkusen soll sie im zentralen Mittelfeld für Impulse sorgen.

Dass sich eine Athletin ihres Formats für Bayer 04 entschieden hat, ist für uns ein starkes Zeichen
Achim Feifel, Sportlicher Leiter der Bayer-Fußballerinnen, über Lumbardha Misini

Die 23-Jährige, die mit einem bis Ende Juni 2029 gültigen Kontrakt ausgestattet wurde, habe früh den Sprung aus dem Kosovo in größere europäische Ligen geschafft, betont Achim Feifel, Sportlicher Leiter der Bayer-Frauen. „Bei all ihren Stationen hat sie sich durchgesetzt und zur Stammspielerin entwickelt“, sagt er. Basis sei ihre mentale Stärke und ihr Zweikampfverhalten. Sie spiele mit hoher Intensität und Laufbereitschaft und könne viele Situationen antizipieren. „Misini soll als Motor im Mittelfeld wichtige Akzente setzen und den Übergang zwischen Defensive und Offensive lenken. Dass sich eine Athletin ihres Formats für Bayer 04 entschieden hat, ist für uns ein starkes Zeichen“, findet Feifel.

Nach ihren fußballerischen Anfängen im Kosovo und in Albanien wechselte Misini 2024 in die türkische Süper Lig zu Trabzonspor. Ein Jahr später schloss sie sich Servette an und lief in der Meister-Saison 15 Mal für Genf auf. Außerdem absolvierte die Mittelfeldspielerin bislang 28 Länderspiele für den Kosovo. „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, bei einem so großen Klub in einer der stärksten Ligen der Welt zu spielen“, sagt Misini.

Granit Xhaka ist das Idol von Bayer-Zugang Lumbardha Misini

Ihr Vorbild hat mit Bayer 04 große Erfolge gefeiert: „Granit Xhaka ist mein Idol. Er hat mich inspiriert und ich habe meiner Familie deshalb schon vor langer Zeit gesagt, dass ich eines Tages auch bei Bayer 04 spielen möchte. Mit dieser Mannschaft können wir Großes erreichen“, sagt sie.

Zusätzliche Offensiv-Kraft soll Tomasiak dem Tabellenfünften der vergangenen Spielzeit verleihen. Die 24-Jährige bringe internationale Erfahrung sowie eine hohe Dynamik und Sprintstärke mit, so Feifel über die neue Stürmerin, die einen bis zum 30. Juni 2028 geltenden Kontrakt unterzeichnete. „Sie überzeugt im Eins-gegen-Eins, sucht mutig den direkten Weg zum Tor und verfügt mit beiden Füßen über einen starken Abschluss“, so Feifel, der die Flexibilität der Neuen lobt, die auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann.

In bislang 19 Länderspielen erzielte Tomasiak sieben Treffer, 2025 nahm sie mit Polen an der EM in der Schweiz teil. Für den polnischen Erstligisten Gornik Leczna traf sie in den vergangenen beiden Jahren in 33 Pflichtspielen zwölfmal. Bayer 04 ist ihre erste Station im Ausland. „Als ich das Angebot erhalten habe, habe ich mich sehr geehrt gefühlt und musste nicht lange überlegen“, sagt Tomasiak. Sie wolle den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen und sehe in Leverkusen optimale Voraussetzungen.