Die Athletin des LC Euskirchen gewann zum zehnten Mal die Gesamtwertung der Eifel-Cup-Laufserie. Auch beim Marathon in Köln glänzte sie.
Sportlerwahl 2025Wo immer die Euskirchenerin Nora Schmitz startete, war sie vorn dabei

Auch beim jüngsten Silvesterlauf an der Steinbachtalsperre war Nora Schmitz am Start.
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„Das Jahr 2025 lief erstaunlich gut“, zieht Nora Schmitz rückblickend Bilanz. Dabei lag der Fokus der Athletin des LC Euskirchen eigentlich ganz woanders: „Die Sanierung unseres gekauften Hauses hat viel Zeit und Energie gekostet. Entsprechend habe ich deutlich weniger Laufstunden abgespult als sonst“, so Schmitz.
Auf ihre Wettkampfbilanz hatte dies jedoch kaum Einfluss. Wo immer Schmitz an den Start ging, war sie vorne mit dabei. Besonders deutlich zeigte sich das erneut im Eifel-Cup: Zum zehnten Mal gewann sie die Gesamtwertung der traditionsreichen Laufserie. Innerhalb des Cups siegte sie unter anderem in Simmerath, Mützenich, Marmagen, Kreuzweingarten, Monschau und Scheven, bei weiteren Rennen stand sie auf dem Podest.
Ich laufe gerne in der Heimat.
Neben dem sportlichen Reiz der Eifel-Strecken hebt Schmitz vor allem den besonderen Charakter der Serie hervor: „Ich laufe gerne in der Heimat und finde es toll, dass es noch Vereine gibt, die solche Veranstaltungen stemmen. Dahinter steckt sehr viel ehrenamtliche Arbeit und Herzblut – das ist alles andere als selbstverständlich. Entsprechend gerne unterstütze ich die Rennen.“
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Konkrete Zeitziele hatte sich Schmitz im vergangenen Jahr nicht gesetzt. Doch wenn es einmal läuft, dann läuft es. So auch über die Marathon-Distanz: „Mir liegt es eher, über lange Strecken ein hohes Tempo zu halten, als an der absoluten Laktatobergrenze zu laufen.“ Diese Vorliebe mündete unverhofft in einer persönlichen Bestzeit: Beim Marathon in Köln absolvierte sie die 42,195 Kilometer in starken 2:50 Stunden.
Mit Blick auf 2026 sind die sportlichen Vorsätze derzeit noch gedämpft. Rücken- und Ischiasprobleme bremsen die Euskirchenerin aktuell aus. „Oberste Prämisse ist erst einmal, wieder vollständig schmerzfrei laufen zu können“, sagt Schmitz. Klar ist für sie dennoch: „Laufen werde ich weiterhin. Das ist die beste Burn-out-Prävention. Und Wettkämpfe gehören einfach dazu – deshalb werde ich auch 2026 wieder starten, etwa beim Eifel-Cup.“

