Nach einer nahezu perfekten Saison ist der TTC Vernich zurück in der Tischtennis-Verbandsliga und hat sich mit zwei Spielern verstärkt.
Tischtennis-SaisonstartDer TTC Vernich ist gekommen, um zu bleiben

Sechs von acht: Der TTC Vernich ist in die Verbandsliga aufgestiegen und will sich dort im Mittelfeld etablieren.
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Der TTC Vernich ist zurück in der Verbandsliga – und diesmal soll es nicht nur ein kurzer Abstecher werden. Nach einer nahezu perfekten vergangenen Saison geht die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen, einem breiten Kader und zwei prominenten Verstärkungen in die neue Spielzeit. Das Ziel formuliert Spielertrainer Christian Schorn dennoch bewusst zurückhaltend: „Wir wollen uns im gesicherten Mittelfeld etablieren.“ Platz fünf bis acht soll es am Ende werden.
Die Voraussetzungen dafür könnten kaum besser sein. In der vergangenen Saison marschierte Vernich als souveräner Meister der Landesliga nach oben. 43:1 Punkte standen nach 22 Begegnungen zu Buche – 21 Siege, ein Unentschieden und keine einzige Niederlage. Schon ein Jahr zuvor hatte die Mannschaft als Tabellendritter nur knapp den Aufstieg verpasst. Diesmal aber lief alles nach Plan.
„Wir hatten eine überragende Saison“, blickt Schorn zurück. Besonders bemerkenswert: Nur beim einzigen Punktverlust fehlten zwei Spieler krankheitsbedingt beziehungsweise gingen angeschlagen an die Platte, ansonsten blieb das Team von größeren Ausfällen verschont. Nach der Hinrunde verstärkte sich Vernich zudem noch mit Sebastian Schog, der vom Verbandsligisten TTC Mödrath kam. Mit ihm gewann Vernich in der Rückrunde sämtliche elf Partien.
Marcus Steinfeld ist „einer der besten Spieler der Liga“
Nun wartet allerdings eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe. Der TTC geht mit einem Achterkader in die Verbandsliga – und bringt reichlich Erfahrung mit. Fünf der acht Spieler haben bereits in der höheren Spielklasse aufgeschlagen. Neu dabei sind mit Marcus Steinfeld und Bernd Hersel gleich zwei namhafte Verstärkungen für das vordere Paarkreuz.
Steinfeld ist dabei ein echter Hochkaräter. Der Neuzugang verfügt über Zweitliga-Erfahrung beim 1. FC Köln und soll Vernich trotz familiärer Verpflichtungen so häufig wie möglich unterstützen. „Für mich ist er einer der besten Spieler der Liga, wenn nicht sogar der beste“, sagt Schorn. Auch Hersel bringt enorme Erfahrung mit. Er spielte zuvor rund 30 Jahre für die TTG Niederkassel – und dabei unter anderem in der Regionalliga, Oberliga, NRW-Liga und Verbandsliga.
Ansonsten setzt Vernich bewusst auf Kontinuität. Sebastian Schog hat noch erhebliches Entwicklungspotenzial. Marcel Büttner ist seit mehreren Jahren dabei und hat mit dem Team den Weg von der Kreisliga bis in die Verbandsliga zurückgelegt. Schorn und Eike Schleert kennen höhere Spielklassen aus eigener Erfahrung, während Dorian Emmert und Florian Gürtler über Verbandsliga-Erfahrung verfügen.
Laut Christian Schorn ist der TTC Vernich nun dort, wo er hingehört
„Der große Stamm ist geblieben, und das ist uns sehr wichtig“, betont Schorn. Gleichzeitig sieht er seine Mannschaft nun dort angekommen, wo sie auch spielerisch hingehört. Nach fünf, sechs Jahren steter Entwicklung ist der TTC in der Verbandsliga angekommen – und will dort bleiben.
Ein Schwerpunkt der Vorbereitung lag deshalb auch auf den Doppeln. „Da können wir definitiv noch besser werden“, sagt der Spielertrainer. In einem Trainingslager mit rund 20 Spielern wurde zuletzt intensiv gearbeitet, zudem sammelten einige Akteure bei einem Vorbereitungsturnier weitere Wettkampfpraxis.
Zum Auftakt wartet mit dem TV Bensberg gleich eine kleine Wundertüte. Der Gegner verfügt über einen großen Kader und kann immer wieder auf internationale Spieler zurückgreifen. Welche Aufstellung tatsächlich an den Tisch geht, ist deshalb schwer vorherzusagen. Für Schorn ist die Marschroute trotzdem klar: „Wir sind gut vorbereitet und werden alles geben.“
Fünf Punkte aus den ersten vier Spielen sind das Ziel
Anschließend stehen mit Bärbroich und Mülheim zwei weitere Gegner auf dem Programm, die Vernich im Kampf um den Klassenerhalt möglichst hinter sich lassen möchte. Danach folgt der 1. FC Köln. Aus diesen ersten vier Begegnungen möchte Schorn mindestens fünf Punkte holen. „Dann sind wir gut gestartet und stehen nicht sofort mit dem Rücken zur Wand“, erklärt er.
Als klaren Favoriten sieht der Trainer den TTC Jülich. Vernich selbst will sich dagegen Schritt für Schritt an die neue Spielklasse gewöhnen. Der breite Kader soll helfen, Ausfälle aufzufangen, die Neuzugänge zusätzliche Qualität bringen. Und dann ist da noch ein Faktor, der Schorn besonders wichtig ist: der Spaß.
Denn als Aufsteiger nicht mehr ständig als Favorit an die Platte zu gehen, eröffnet neue Möglichkeiten. „Es macht auch Spaß, wenn man als kleiner Außenseiter einen Favoriten ärgern kann“, sagt Schorn. Genau das möchte der TTC Vernich in der Verbandsliga möglichst oft tun. Wenn am Ende Platz fünf bis acht herausspringt, wäre die Mission erfüllt.
