Der neunjährige Malo Schulte aus Weilerswist ist U11-Kreis- und U10-Bezirksmeister. Fünfmal die Woche trainert er in Kerpen-Manheim.
Tennistalent aus WeilerswistSelbst die Älteren haben oft keine Chance

In Weilerswist spielt der neunjährige Malo Schulte in der U15-Mannschaft.
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Mit Zaunrüttlern hat schon so manche Geschichte angefangen. Der spätere Kanzler Gerhard Schröder hat das als Jungpolitiker mit den Worten „Ich will hier rein“ am Kanzleramt gemacht – und es Jahre später auch hineingeschafft. Bei einem dreijährigen Jungen aus Weilerswist führte das Rütteln am Zaun deutlich schneller zum gewünschten Ergebnis, es war aber auch nicht der Zaun des Kanzleramts, sondern von einem Tennisplatz in Manheim, auf dem gerade seine Mutter spielte.
Eine ganz lose Verbindung gibt es zwischen beiden Geschichten: Andreas Schulte. Der 49-Jährige war lange Fraktionschef von Schröders Partei SPD in Weilerswist und im Kreis Euskirchen. Und der junge Tennisspieler, der heute neun Jahre alt ist, ist sein Sohn Malo.
Er hat gesagt, Malo sei das größte Talent, das er jemals gesehen hat.
Tatsächlich durfte Malo damals auf den Platz. Mutter Angélique hatte gerade wieder mit dem Tennisspiel angefangen und bat ihren Trainer von der Davydenko Tennis Academy in Kerpen-Manheim, den Sohn einfach mal 30 Minuten spielen zu lassen. Die halbe Stunde hat ausgereicht, dass Trainer Yuri Kozlovich und Academy-Chef Eduard Davydenko hinterher wissen wollten, was die Pläne der Eltern mit Malo Schulte seien. „Er hat gesagt, Malo sei das größte Talent, das er jemals gesehen hat“, erinnert sich Andreas Schulte an die Aussage des Trainers. Und der dürfte schon einige talentierte Nachwuchsspieler gesehen haben, schließlich war er Coach des russischen Jugend-Davis-Cup-Teams, sein Chef, der Malo Schulte heute ebenfalls trainiert, ist Bruder und war Trainer des ehemaligen Weltranglistendritten Nikolay Davydenko.
Kozlovich nahm das Kind unter seine Fittiche. Mittlerweile trainiert Malo Schulte in der Woche jeden Tag in Kerpen. Donnerstags übt er außerdem mit den U15-Junioren des TC Rot-Weiß Weilerswist, in der auch sein älterer Bruder Noah spielt. Seine beiden Einzelspiele in dieser Saison gewann Malo Schulte 6:1, 6:3 sowie 6:4, 6:0 glatt in jeweils zwei Sätzen – die Gegner sind dabei meist einige Jahre älter. Auch die Turnierbilanz des Neunjährigen ist beachtlich. Dabei tritt er meist ebenfalls gegen Ältere an. „Es gibt nicht so viele Turniere für die Kleinen“, sagt Andreas Schulte. Aber sein Sohn profitiert davon, dass er in höheren Altersklassen antritt.
Erster Sieg direkt beim ersten Turnier in Nordfrankreich
Der Schüler der Grundschule Vernich wächst nicht nur zweisprachig auf, da seine Mutter, die übrigens sein Tennis-Vorbild ist, Französin ist. Er hat auch die französische Tennis-Lizenz. Direkt bei seinem ersten Turnier im nordfranzösischen Arques im Oktober 2022 gewann er als U5-Spieler die U8-Klasse. Die Diskrepanz zwischen Alter und Altersklasse zieht sich durch: 2023 siegte er als U6-Spieler in der U9-Klasse in Jülich, 2024 als U7-Spieler bei den U9ern und den U10ern in Chorweiler. Weitere Turniersiege folgten in Aachen und Erftstadt. Im Mai trat der U9-Spieler Malo Schulte mit Sondergenehmigung bei den U11-Kreismeisterschaften im Bezirk Linksrheinisch an, die er prompt gewann. Keine zwei Wochen später krönte er sich zum U10-Meister des Bezirks Linksrheinisch, denen Spieler aus Bonn und den Kreis Euskirchen, Rhein-Erft und teilweise Rhein-Sieg angehören. Ein Jahr zuvor war der damalige U8-Spieler im Halbfinale der U10-Bezirksmeisterschaften ausgeschieden.

Der neunjährige Malo Schulte aus Weilerswist ist Kreis- und Bezirksmeister in höheren Altersklassen geworden. Seine Trainerin Lisa Weidenbrück glaubt, dass er das Zeug hat, international spielfähig zu sein.
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Was Angélique und Andreas Schulte wichtig ist: Sie setzen ihren Sohn nicht unter Druck. „Er soll Spaß haben“, sagt der Vater. Deshalb ist auch die Frage nach dem Weg, den der Junge einmal einschlagen könnte, total offen. „Er geht den Weg, den er gehen möchte“, so der 49-Jährige. Neben dem Tennis interessiert sich der Neunjährige auch für Fußball und Laufen. „Er fragt aktiv nach Turnierteilnahmen“, so sein Vater. Die Eltern wissen natürlich, dass die Pubertät alles durcheinanderwirbeln kann.
Malo Schulte ist kein Fan des Weltranglistenersten Jannik Sinner
Das sieht auch seine Trainerin in Weilerswist, Lisa Weidenbrück, so. Stand jetzt sieht sie bei dem Kind aber das Potenzial, international spielfähig zu werden. „Er ist sehr talentiert, wissbegierig, setzt viel um, braucht aber nicht viele Erklärungen“, sagt sie. Ab und zu komme auch das Kindliche raus, aber: „Er soll auch Blödsinn machen.“
So ähnlich stuft ihn auch sein Vater ein. „Malo ist ein ruhiger, mental starker Spieler, der sich selbst aber nicht anfeuert. Er hat ein unbändiges Spielverständnis.“ Das habe man ihm auch in der Davydenko Tennis Academy bescheinigt. Der Vater zitiert die Trainer: „Malo versteht das Spiel und sieht den Platz.“
Das macht die aktuelle Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, übrigens auch. Von ihm und dessen roboterhaftem Spiel ist Malo Schulte aber überhaupt nicht begeistert. Wenn es denn ein Tennisvorbild neben seiner Mama Angélique sein soll, so Andreas Schulte, wäre das wohl Gaël Monfils, der seine Karriere dieses Jahr beendet. Die von Malo Schulte fängt gerade erst an.
Verbandsligatitel für Mechernich, Euskirchen und Flamersheim
Mit dem Beginn der Sommerferien geht auch der Tennisspielbetrieb in die Sommerpause oder die Saison ist oft bereits beendet. Zeit, eine Zwischen- oder Endbilanz der Teams aus dem Kreis Euskirchen zu ziehen, die ab der 2. Verbandsliga aufwärts antreten.
TC SW Mechernich: Herren 65 und Herren 70 in Mittelrheinliga
Die Damen 40 um Daniela Schwartz haben in der 1. Verbandsliga eine ausgeglichene Bilanz. Gegen Ford Köln (5:4) und Ensen Westhoven (8:1) gab es Siege, gegen Arnoldshöhe und Dormagen jeweils knappe 4:5-Niederlagen. Am 6. September steht nur noch die Partie bei Tabellenführer Hennef an.
Ähnlich sieht es für die Herren 30 in der 2. Verbandsliga aus. Die Saison ist bereits abgeschlossen, Mechernich wurde Dritter. Die Heimspiele gegen Stahe Niederbusch (6:3) und Arnoldshöhe (7:2) wurden gewonnen, auswärts verlor das Team um Bastian Ferber 1:5 gegen Am Kreuzberg und 3:6 gegen Hoengen.
Ebenfalls beendet ist die Saison für die Herren 65 in der Mittelrheinliga, die Mannschaft um Rolf Lux wurde Fünfter. Lediglich die Partie gegen Industriepark Oderbruch wurde gewonnen (5:4), ansonsten verlor man gegen Düren (0:9), den Kölner HTC (1:8), Königsdorf und Stommeln (jeweils 3:6).
Ebenfalls in der Mittelrheinliga spielen die Herren 70. Nur noch die Partie gegen Marienburg am 13. August ist offen. Vermutlich wird das Team um Gerhard Weber die Saison auf Rang fünf beenden. Es gab einen Sieg gegen St. Augustin (5:1) und zwei Punkte wegen des Rückzugs von Bliesheim. Remis endete die Partie gegen Düren (3:3). Niederlagen gab es gegen Aachen-Brand (2:4) sowie Brühl und Hangelar II (jeweils 1:5).
Meister der 1. Verbandsliga wurden die Herren 75 um Peter Klippel, die alle ihre vier Spiele gewonnen haben: gegen St. Augustin 4:2, Stommeln 6:0, Drabenderhöhe 5:1 und den PTSV Aachen 6:0.
TC Schwerfen: Heimspiel gegen Rondorf am 1. August
Für die Damen 55 um Sabine Kreins steht in der 2. Verbandsliga am 1. August um 10 Uhr nur noch das Heimspiel gegen Rondorf an. Lediglich Bliesheim wurde in dieser Saison besiegt (5:1), gegen Wachtberg II (2:4) sowie Bayer Leverkusen und Hennef (jeweils 0:6) setzte es Niederlagen.
TC RG Bad Münstereifel: Zwei Damen-60-Mannschaften auf Verbandsebene
Erst am 20. September findet das noch offene Spiel der Damen 30 in der 2. Verbandsliga beim Tabellennachbarn Kölner TG statt. Das Team um Ann-Sophie Kurz gewann gegen Brauweiler 5:4 und verlor gegen den Bonner HTV 3:6 sowie gegen GG Köln und Kaster jeweils 2:7. Das bedeutet momentan Platz fünf.
Die Damen 60 um Anette Schwenk haben die Mittelrheinliga mit einer positiven Bilanz auf Platz drei abgeschlossen. Es gab Siege gegen Rheinbach (6:0), den Bonner TV (4:2) und Gymnich (5:1) sowie ein Unentschieden gegen Lövenich (3:3). Verloren wurden die Partien gegen Rodenkirchen (1:5) und Bonn-Beuel (2:4).
Vermutlich auf Platz vier werden die Damen 60 II die Saison in der 1. Verbandsliga beenden. Siegreich waren die Frauen um Karolina Schwanke gegen Brüser Berg (5:1), einen Punkt behielt man gegen Gut Buschhof in Bad Münstereifel (3:3). Gegen Euskirchen (2:4), SW Bonn, Brüser Berg und die TG Leverkusen (jeweils 1:5) verlor man.
Ebenfalls auf Platz vier stehen die Herren 60 in der 2. Verbandsliga. Für das Team um Michael König stehen zwei Siege gegen BG Bonn (7:2) und Euskirchen (5:4) drei Niederlagen gegen Rath und Röttgen (jeweils 4:5) und Hoffnungsthal (3:6) gegenüber.
Euskirchener TC RW: Herren 70 könnten noch den Titel holen
Ausgeglichen endete die Saison für die Damen 60 um Sofia Kortenbruck in der 1. Verbandsliga. Siegen gegen Bad Münstereifel II (4:2) und Gut Buschhof (5:1) stehen Niederlagen gegen die TG Leverkusen und HTC Bonn (jeweils 0:6) gegenüber. Die Partie gegen Brüser Berg endete 3:3.
Die Herren 55 um Stefan Gau haben als einziges Team der 2. Verbandsliga ihre Saison beendet und stehen aktuell auf Platz zwei. Die Bilanz: Vier Siege (5:1 gegen Troisdorf, 5:4 gegen Königsforst II, 6:3 gegen Bonn-Beuel und 6:0 gegen Weisweiler), zwei Niederlagen (1:8 gegen Eilendorf, 2:7 gegen Düren).
Zweiter geworden sind außerdem die Herren 60 um Heinz Jürgen Schäfer in der 2. Verbandsliga. Nur Bad Münstereifel (4:5) musste man sich geschlagen geben, in den restlichen Spielen war man siegreich: Hoffnungsthal und Röttgen (jeweils 5:4), BG Bonn (5:1) und Rath (6:3).
Die Herren 70 um Ex-Bürgermeister Uwe Friedl spielen sogar noch um den Sieg in der 1. Verbandsliga. Am 17. September steht die Abschlusspartie in Jülich an. Parallel spielt Tabellenführer Ford Köln gegen Dormagen. Derzeit ist Euskirchen Zweiter mit einem Sieg gegen Düren II (5:1) und drei Unentschieden gegen Röttgen, Dormagen und Ford Köln.
Ebenfalls ohne Niederlage blieben die Herren 75 um Thomas Landes, die Meister der 2. Verbandsliga wurden und alle Partien gewannen: jeweils 5:1 gegen Bonn-Beuel und Eilendorf, jeweils 4:2 gegen GW Aachen und Rodenkirchen.
Noch eine Partie steht für die Juniorinnen 18 in der 2. Verbandsliga an, und zwar am 5. September gegen GW Aachen II. Die Spielerinnen um Theresa Rothkopf haben sich nach den 0:6-Niederlagen gegen Grossrotter Hof und den Bonner THV und dem 2:4 gegen Siegburg gefangen und Brühl und Hand jeweils 4:2 besiegt.
TC Flamersheim: Herren und Damen sehr unterschiedlich
Punktlos blieben die Damen um Lisa Schmucker in der 2. Verbandsliga. Die Niederlagen gegen Bayer Leverkusen III (2:7), Aachen-Laurensberg und Hand (jeweils 1:8) sowie BG Bonn (0:9) fielen deftig aus.
Das Gegenteil erlebten die Herren in der 2. Verbandsliga, die sie souverän gewannen, ohne einen Punkt abzugeben. Das Team um Kim Hamacher siegte gegen den HTC Bonn II und Hand II punktverlustfrei jeweils 6:0, gegen Kurhaus Aachen II und Aachen-Laurensberg jeweils 6:3 und gegen Lese Köln III 7:2.
