Abo

Wielde-CupBeim Radsport wurde in Weilerswist Gemeinschaft gelebt

3 min
Ein Kind fährt mit dem Fahrrad über die gewellte Bahn, im Hintergrund stehen Pavillons.

100 Teilnehmer im Alter zwischen drei und 65 Jahren jagten beim ersten „Wielde-Cup“ über den Weilerswister Pumptrack.

Zwischen drei und 65 Jahren als waren die Radsportler, die Wielde-Cup antraten. Auf dem Weilerswister Pumptrack war mächtig was los.

Während die meisten Zuschauer im Schatten Schutz vor der Mittagssonne suchten, feierten Larien und Samy noch immer ihren Erfolg auf dem Weilerswister Pumptrack. Stolz präsentierten die Geschwister ihre Urkunden und ließen sich von den hochsommerlichen Temperaturen nicht bremsen. „Das war ganz, ganz toll“, schwärmte die vierjährige Larien, bevor sie mit ihrem ein Jahr jüngeren Bruder bereits über den nächsten „Wettkampf“ diskutierte – die Frage, wer in der Vergangenheit die meisten Runden auf der Strecke gefahren hatte.

Ein Mädchen und ein Junge zeigen ihre Urkunen und strahlen.

Die Geschwister Larien und Samy präsentierten stolz ihre Siegerurkunden vom ersten „Wielde-Cup“.

Vier Männer (v.l.: Jugendtrainer Daniel Witt, Jugendtrainer Herbert Gebauer, Geschäftsführer Markus von Elstermann und zweiter Vorsitzender Thomas Damm) stehen am Grill.

Die Mitglieder des SSV Weilerswist übernahmen am Sonntag die Verpflegung der Teilnehmer und Gäste.

Die beiden Weilerswister, von ihren Eltern spontan für den ersten „Wielde-Cup“ angemeldet, waren zwar die einzigen Starter in ihrer Altersklasse, doch die Motivation war geweckt: Im kommenden Jahr wollen sie noch schneller über die Strecke fahren – vielleicht dann schon auf Rädern mit Pedalen. Insgesamt 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen drei und 65 Jahren lieferten sich am Samstag packende Zeitrennen, wie Mitorganisator Michael Schmitz berichtete.

Einige haben sich bei dem Wetter wohl doch für das Schwimmbad entschieden.
Michael Schmitz

„Der Radsport ist auch deshalb so beliebt, weil man ohne große Vorkenntnisse einfach loslegen kann – unabhängig vom Alter.“ Die Zahl der Starter lag etwas unter den ursprünglichen Anmeldungen, was Schmitz jedoch schnell erklärte: „Einige haben sich bei dem Wetter wohl doch für das Schwimmbad entschieden. Der Rest war aber mit vollem Einsatz dabei.“

In dicker Schutzkleidung jagten die kleinen und großen Fahrer über den aufgeheizten Asphalt und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an, bevor sie sich am Streckenrand mit kühlen Getränken für die nächste Runde stärkten. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Weilerswister Radfreunde mit der „German Pumptrack Series“ (GPS) ein sportliches Highlight auf der 2023 eröffneten Anlage ausgerichtet.

Auch ein Eiswagen sorgte für Abkühlung

Auch der „Wielde-Cup“ als Nachfolgeveranstaltung fand großen Anklang. Anders als im Vorjahr übernahm die Gemeinde die Organisation der Rennen, unterstützt von zahlreichen ehrenamtlichen Radsportlerinnen und Radsportlern, wie Henning Hand von der Gemeindeverwaltung erklärte: „Auch das Engagement der örtlichen Vereine, etwa des SSV, der die Verpflegung übernommen hat, ist ein sehr positives Zeichen und übertrifft unsere Erwartungen.“

Aus der Premierenveranstaltung habe man gelernt und zusätzliche Maßnahmen zur Hitzebewältigung getroffen, so Hand weiter. Neben schattenspendenden Pavillons sorgte in diesem Jahr auch ein Eiswagen für Abkühlung. „Als man mit der Idee auf uns zukam, waren wir sofort dabei“, sagte der zweite Vorsitzende des SSV Weilerswist, Thomas Damm: „Die Strecke liegt direkt vor unserer Haustür, und als Weilerswister Vereine unterstützen wir uns gegenseitig und arbeiten Hand in Hand.“

Auch Bürgermeister Dino Steuer zog ein positives Fazit: „Der Wielde-Cup hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Gemeinde, engagierte Ehrenamtliche und begeisterte Sportlerinnen und Sportler gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte er. Die Atmosphäre auf dem Pumptrack sei großartig gewesen und habe deutlich gemacht, wofür die Anlage geschaffen wurde: Menschen zusammenzubringen, Bewegung zu fördern und Gemeinschaft erlebbar zu machen. Das was die Gemeinde eben ausmache, so Steuer.