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Viele VerkehrsverstößeBahnübergang in Weilerswist-Derkum ist bis auf Weiteres gesperrt

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Das Bild zeigt Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofs bei der Sperrung des Bahnübergangs.

Am Montagmittag wurde der Bahnübergang in Derkum komplett – und bis auf Weiteres – geschlossen.

Nachdem die Situation in Derkum nicht besser wurde, hat die Bahn die Gemeinde Weilerswist nun angewiesen, den Bahnübergang zu sperren.

Jetzt hat die Deutsche Bahn die Muskeln spielen lassen und den Bahnübergang an der Schleidener Straße in Derkum sperren lassen. Der Bauhof der Gemeinde Weilerswist rückte am Montagmittag auf Anordnung der Bahn mit viel Manpower und einigen Warnbaken an. Lediglich Radfahrer und Fußgänger können den Bahnübergang nun noch queren.

Bisher durften alle Verkehrsteilnehmer den Übergang aus Richtung der L194 queren. Doch daran hielten sich viele nicht und nutzten stattdessen verbotenerweise auch den Weg vom Gewerbegebiet zur L194. „Ich nehme diese Entscheidung mit großer Betroffenheit zur Kenntnis. Gleichzeitig ist klar: Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität und steht über allem anderen“, sagt Weilerswists Bürgermeister Dino Steuer.

Auch Feuerwehr, Polizei und ÖPNV müssen Umweg in Kauf nehmen

Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, aber auch etwa die RVK seien informiert, dass auch sie den Bahnübergang bis auf Weiteres nicht mehr nutzen können.

In den vergangenen Tagen seien wiederholt erhebliche sicherheitsrelevante Verstöße festgestellt worden, so Steuer. Trotz mehrfacher Hinweise und Bemühungen, die Situation zu stabilisieren, habe dieses anhaltende Fehlverhalten Einzelner dazu geführt, dass die Bahn nun keine andere Möglichkeit mehr gesehen habe, als den Bahnübergang zu schließen, erklärt Steuer.

Diese Entscheidung trifft die Gemeinde und die Menschen vor Ort spürbar. Sie betrifft nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner im Alltag, sondern auch den landwirtschaftlichen Verkehr, der auf diese Verbindung angewiesen ist.
Dino Steuer, Bürgermeister von Weilerswist

Dass es dazu kommen könnte, war bereits zu befürchten. In den vergangenen Tagen hatte es nach Angaben der Gemeinde wiederholt Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sowie Unterschriftenlisten zur Verkehrssituation im Bereich der L194 und des Bahnübergangs gegeben. Die Hinweise bezogen sich vor allem auf die Sicherheit und die Einhaltung der Verkehrsregeln an der stark frequentierten Stelle.

Daraufhin wurde die Situation erneut vor Ort überprüft. Ein Streckenbeauftragter der Bahn wandte sich  auch an das Straßenverkehrsamt des Kreises Euskirchen. Das Ergebnis der Kontrolle fiel deutlich aus: Innerhalb kurzer Zeit sei eine zweistellige Zahl an Verstößen festgestellt worden, die die Sicherheit im Bahnverkehr und für alle Verkehrsteilnehmer beeinträchtigten.

Am Montag rückte die Bahn erneut aus, um die Situation zu beurteilen. Da übers Wochenende keine Besserung eingetreten sei, so Steuer, habe die Bahn von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den Übergang zu sperren und die Gemeinde angewiesen, dies umzusetzen.

„Diese Entscheidung trifft die Gemeinde und die Menschen vor Ort spürbar. Sie betrifft nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner im Alltag, sondern auch den landwirtschaftlichen Verkehr, der auf diese Verbindung angewiesen ist“, so Steuer. Die Gemeinde werde sich weiterhin dafür einsetzen, mit allen Beteiligten Lösungen zu finden, um die Situation wieder zu verbessern.