Der Landesligist aus der Römerstadt gewinnt beim Kreisligisten Immekeppel deutlich. Kapitänin Jana Hermes erzielt einen Dreierpack.
Mittelrheinpokal-PlayoffZülpicher Frauen haben sich für die Hauptrunde qualifiziert

Mission erfüllt: Der TuS Zülpich hat sich für die Hauptrunde im Mittelrheinpokal qualifiziert.
Copyright: TuS Zülpich
TuS Immekeppel – TuS Chlodwig Zülpich 0:6 (0:3). Ordnungs-Fetischisten dürften ihre helle Freude am Spiel der Zülpicher Frauen beim Kreisligisten Immekeppel, einem Stadtteil von Overath im Fußballkreis Berg, gehabt haben. Jeweils drei Tore pro Halbzeit sprechen schon mal für eine rein zahlenmäßig schöne Aufteilung.
Noch besser aber: Während in Hälfte eins Kapitänin Jana Hermes, die nicht nur seit dem Comeback des Teams unter dem Namen TuS Zülpich Teil des Kaders ist, sondern auch beim Vorgängerverein SG Oleftal spielte, alle drei Tore erzielte, durften in Halbzeit zwei der Neuzugänge ran. Wobei Julia Kurth nach ihrem Jahr in Merk als Rückkehrerin gilt, sie traf einmal. Mit einem Doppelpack führte sich Adriana Kinzig, Neuverpflichtung aus Wißkirchen, standesgemäß ein.
Der Vize-Pokalsieger zog also locker in die Hauptrunde ein, wo er es voraussichtlich am 8. Oktober mit dem Mittelrheinligisten Alemannia Straß zu tun bekommen wird. Pokalsieger Kommern empfängt Vorwärts Spoho Köln.
Immekeppel mit Parallelen zur Zülpicher Vergangenheit
Zehn Minuten lang war es auf dem Kunstrasen der Josef-Höck-Sportanlage ein vorsichtiges Abtasten. Für beide Mannschaften war es das erste Pflichtspiel der Saison. „Wir wussten nicht, was uns erwartet. Denn die Situation bei Immekeppel ist ähnlich wie bei uns damals, als Oleftal zu Zülpich wurde“, sagte Trainer Robin Metternich. Zur Saison 2025/26 wechselten die Frauen vom Landesligisten SSV Süng nach Immekeppel.
Dass Zülpich und nicht der Kreisligist in Führung ging, sei glücklich gewesen. Eine Riesenchance der Gastgeberinnen vereitelte Anna Lena Lohmann. Kurz darauf traf Hermes zum 1:0 (10.), die in der 24. und 31. Minute nachlegte. „Nach dem 1:0 kam die Sicherheit ins Spiel und wir haben verdient gewonnen. Wir hatten drei Lattentreffer im Spiel und hinten nicht viel zugelassen“, so Metternich, der die Defensive mit Julia Poth, Lena Behrend, Julia Wiesen und Torhüterin Lohmann lobend erwähnte – auch, weil deren Diagonalbälle in die Spitze sich als Erfolgsrezept herausstellten.
Adriana Kinzig mit Doppelpack im ersten Pflichtspiel für Zülpich
Wegen einiger Auswechslungen ging in der zweiten Halbzeit der Spielfluss ein wenig verloren. Allerdings traf Julia Kurth früh (52.) per schönem Fernschuss. „Ein Sonntagsschuss am Mittwochabend“, so Metternich.
Was den Trainer besonders freut, ist der Doppelpack der in der Halbzeit eingewechselten Kinzig (83., 84.) in ihrem ersten Pflichtspiel für Zülpich. Sie traf sogar noch ein drittes Mal, allerdings stand sie bei diesem Tor im Abseits. „Das wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen.“
Der Trainer ist mit dem ersten Pflichtspiel zufrieden. „Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Wir sind auf einem guten Weg, sind noch nicht fertig.“ Die restlichen Prozentpunkte in Sachen Fitness werde man sich vor dem Saisonstart am kommenden Wochenende noch holen, so Metternich.
