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Fußball-KreispokalDer VfL Kommern gewinnt erstmals gegen den TuS Zülpich

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Die Mannschaft des VfL Kommern jubelt und hält das Kreispokalbanner des Fußballkreises in die Höhe.

Da ist das Ding: Die Fußballerinnen des VfL Kommern gewannen auf heimischem Rasen den Kreispokal.

Der VfL Kommern feiert eine Premiere: Vor 400 Zuschauern im Kreispokalendspiel gewinnen die Frauen gegen Zülpich und verteidigen den Titel.

Pokalfinale: VfL Kommern – TuS Zülpich 2:1 (0:1). Die Frauen des VfL Kommern haben den Kreispokal gewonnen. In einem spannenden, aber auch erschreckend schwachen Endspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Wagner knapp, aber nicht unverdient gegen den TuS Zülpich durch.

Die Siegtorschützin läuft durch zwei Verteidigerinnen hindurch.

Umjubelte Siegtorschützin: Kommerns Steffi Möseler (M.) traf kurz vor Schluss zum 2:1.

Der Trainer der siegreichen Mannschaft läuft vor seinen Spielerinnen davon, die ihn mit Bier duschen wollen.

Weglaufen ja, entkommen nein: Kommerns Trainer Sascha Wagner entgeht der Bierdusche durch seine Spielerinnen nicht.

Vor 400 Zuschauern wurde der Landesligist aus der Römerstadt zunächst seiner Favoritenrolle gerecht. Auf dem Rasenplatz in Kommern hatte die Mannschaft von Christof Hilgers zunächst mehr vom Spiel. Aus dieser leichten Überlegenheit erzielte Lena Berend das 1:0 für Zülpich. Der Kopfball von Mannschaftskollegin Julia Poth wurde zunächst pariert, Berend war aber zur Stelle und stocherte den Ball über die Linie.

Lange Zeit fiel beiden Mannschaften nicht viel ein

Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften auf dem Rasenplatz in Kommern mehr oder weniger. Zülpich tat danach kaum noch etwas für die Offensive, Kommern fiel einfach zu wenig ein. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Beide Teams versuchten es vor allem mit hohen und langen Bällen. Gleichzeitig hofften sie auf die unsichtbaren Mitspielerinnen Glück und Zufall.

Die waren in der 59. Minute dann auf der Seite des VfL. Ein völlig verunglückter Abschlag von Kommerns Torhüterin Mona Hinz erreichte Mitspielerin Jana Opgenorth, die nach einem Fehler in der TuS-Defensive plötzlich allein auf das Tor zulief – und eiskalt zum Ausgleich traf. Dass der Abschlag eigentlich zu Steffi Möseler sollte, die auf der anderen Spielfeldseite stand? Geschenkt!

Die des Feldes verwiesene Celine Hilgers nimmt auf einem Klappstuhl Platz.

Nach dem Platzverweis setzte sich Celine Hilgers in den Stuhl.

Milena Ronig grätscht in Ina Schneiders und trifft sie am Schienbein.

Kommerns Ina Schneiders wird auf dem Weg zu Tor von Milena Ronig gefoult.

Milena Ronig mit einem Weitschuss, ihre Gegenspielerin schaut zu.

Zülpichs Milena Ronig versucht es mit einem Weitschuss, der aber nichts einbringt.

Anschließend taten die Römerstädterinnen im letzten Spiel von Trainer Christof Hilgers wieder etwas mehr. Mehr als eine Halbchance durch Berend sprang aber nicht heraus. Am Spiel änderte sich dann doch noch etwas. Nach der Gelb-Roten Karte für TuS-Spielerin Celine Hilgers war es nun am VfL, mehr für das Spielgeschehen zu tun.

Pokalsieg als Genugtuung für den verpassten Landesliga-Aufstieg

Echte Chancen blieben aber auch in der letzten Viertelstunde Mangelware. Und als sich die Zuschauer schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, gab es doch noch diesen einen Moment. Routinier Möseler erkämpfte sich den Ball auf der rechten Angriffsseite, setzte sich gekonnt gegen vier Gegenspielerinnen durch, hatte dabei auch das nötige Glück und versenkte den Ball mit einem satten Schuss im langen Eck. Was danach folgte: Jubel, gar Ekstase. Und dann noch einmal fünf Minuten Zittern. Die ließ Schiedsrichter Lars Jungmann nämlich nachspielen. Da die einzige Chance auf einen weiteren Treffer aber der VfL hatte, blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Erfolg.

Es war der erste Erfolg des VfL über den TuS Zülpich – es gibt wohl schlechtere Momente für eine solche Premiere. „Das ist eine Genugtuung für das vergangene Wochenende, auch wenn es das nicht aufwiegt“, sagte Kommerns Trainer Sascha Wagner mit Blick auf die Niederlage in Selfkant. Dort hatte der VfL in der vierten Minute der Nachspielzeit den 1:2-Gegentreffer kassiert und durch die Niederlage beim direkten Konkurrenten den Aufstieg in die Landesliga verpasst. Der Erfolg im Pokal tue dennoch gut, so Wagner. Aufseiten des TuS herrschte hingegen zunächst große Enttäuschung. Bei der Siegerehrung konnten die Römerstädterinnen aber schon wieder ein wenig lächeln.