Der TuS Zülpich besiegt den SV Bessenich beim Endspiel in Ripsdorf vor 500 Zuschauern mit 3:2. Viele Emotionen nach dem Abpfiff.
PokalfinaleZülpich tut sich gegen Bessenich schwer, krönt aber überragende Saison

Pokalfinale in Ripsdorf zwischen TuS Zülpich und dem SV Bessenich. Die Römerstädter gewannen das Spiel mit 3:2.
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TuS Zülpich – SV Bessenich 3:2 (0:1). Der TuS Zülpich hat seine überragende Saison mit dem Pokalsieg gekrönt. Im Endspiel in Ripsdorf besiegte der künftige Mittelrheinligist vor etwa 500 Zuschauern den Bezirksligisten mit 3:2 – tat sich dabei allerdings lange richtig schwer.
Vor dem Spiel dachten die wenigsten Zuschauer, dass das Endspiel so lange spannend bleiben würde. Dafür war die Saison des TuS mit dem überraschenden, aber völlig verdienten Aufstieg einfach zu gut. Und der SV hatte abermals große personelle Probleme. Aber dann zeigte sich das, was immer wieder gern mit den Worten „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ beschrieben wird.
Bessenich agiert diszipliert und sehr effizient
Die Mannschaft von SV-Trainer Can Celik spielte unheimlich diszipliniert, warf alles rein, kämpfte, kratzte, war viel präsenter. Und vor dem Tor unheimlich effektiv. So in der 18. Minute, als Deniz Isitmen nach guter Kombination zum 1:0 für den SVB traf. Zülpichs Torhüter Nico Wirtz, der seine Pflichtspielpremiere für den TuS feierte, war chancenlos.
Da seine Mannschaftskollegen bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Jörg Piana praktisch nur körperlich anwesend waren und die Partie völlig an ihnen vorbeilief, führte der Bezirksligist verdient zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TuS dann sein wahres Gesicht – auch, weil Trainer David Sasse ein richtig gutes Händchen bewies. Zunächst benötigte der eingewechselte Luca Ohrem gut zwei Minuten und genauso viele Ballkontakte, um den Ausgleich zu erzielen.

Der Ball schlägt im Bessenicher Tor ein. Das 3:2 durch Nico Berekoven bedeutete den Siegtreffer.
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Etwa 500 Zuschauer waren zum Endspiel in Ripsdorf gekommen.
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Bessenichs Erjon Hoxhaj (l.) klärt in der letzten Sekunde vor Marvin Iskra.
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Pokalfinale in Dollendorf-Ripsdorf: Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen (l.) und Landrat Markus Ramers.
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Dann traf der kurz zuvor eingewechselte Constantin Pennartz in seinem letzten Spiel für die Zülpicher zum 2:1-Führungstreffer. Doch die Bessenicher reagierten überragend und sehr effizient. Erneut war es Offensivspieler Isitmen, der zum 2:2 traf. Auch für ihn war es das letzte Spiel für seinen Arbeitgeber. Während Pennartz nach Winden wechselt, schließt sich der Bessenicher Stürmer dem TuRa Oberdrees an.
Als der SVB dann mit Mann und Maus alles dafür tat, sich irgendwie in die Verlängerung zu retten, gab es einen magischen Moment von Nico Berekoven. Der Mittelfeldspieler des TuS, der für seinen linken Fuß eigentlich einen Waffenschein benötigt, überraschte Bessenichs Torwart Eamonn Klein, indem er einen Freistoß aus dem Halbfeld direkt aufs kurze Eck zirkelte. Wie viele andere rechnete auch Klein mit einer Flanke. Doch der Ball schlug wenige Zentimeter neben dem Pfosten ein. 3:2 für den Favoriten aus Zülpich.
Nico Wirtz hält im ersten Spiel für Zülpich den Sieg fest
Diese Führung ließen sich die Römerstädter nicht mehr nehmen – auch, weil Torhüter Nico Wirtz in der Schlussminute einen Freistoß von Bessenichs Saki Noutsos entschärfte. Und auch, weil Coach Sasse am Ende mit einer besonderen Einwechslung noch ein paar Sekunden von der Uhr nahm.
In der Nachspielzeit wechselte der Übungsleiter Maxi Patt ein. Der Allrounder hat eine lange Leidenszeit hinter sich, in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt nur zwei Ligaspiele absolviert und wird in der kommenden Spielzeit für die Reserve der Römerstädter auflaufen.

Willkommen in der Eifel: Manche setzten an diesem Tag andere Prioritäten.
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Bessenichs Trainer Can Celik beobachtet das Spielgeschehen.
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Schlusspfiff und Jubel auf der Reservebank des TuS Zülpich.
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Zülpichs Maxi Patt kämpfte nach dem Schlusspfiff mit den Tränen.
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Patt hatte in den Schlusssekunden keinen Einfluss mehr auf die Partie, aber allein die Reaktionen seiner Mitspieler auf seine Sekunden auf dem Platz zeigten das Standing des ehemaligen Nierfelders innerhalb der Mannschaft. Und so musste sich der 30-Jährige auch nicht für seine Tränen nach dem Abpfiff schämen.
„Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, Bessenich hat das aber auch clever gemacht. Es zeigt aber auch, dass ein Endspiel immer erst gespielt werden muss. Unsere Saison war einfach überragend“, sagte Zülpichs Trainer David Sasse.
Sein Gegenüber Can Celik war einfach nur unheimlich stolz auf seine Mannschaft, die über 90 Minuten alles gegeben hatte. Am Ende blieb dem SV Bessenich aber wieder einmal nur der zweite Platz. Es war die fünfte Endspielniederlage in den vergangenen sechs Jahren.
Kleines Finale zwischen Frauenberg und Mechernich
Würde man im Fußballlexikon nach Spielen suchen, die nie hätten gespielt werden müssen, würde man wahrscheinlich die Partie zwischen dem SV Frauenberg und der TuS Mechernich finden. Beide Teams waren schon vor dem Anpfiff für den Mittelrheinpokal qualifiziert.
Aber weil der Sponsor des Kreispokals gerne hätte, dass auch das kleine Finale ausgetragen wird, weil sonst kein Geld an den Fußballkreis fließt, mussten die A-Ligisten ran. Mechernich gewann mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten hatte es nach Toren von Moritz Zinken (Mechernich) und Daniel Lüssem unentschieden gestanden.

Das kleine Finale zwischen dem SV Frauenberg und der TuS Mechernich hatte eher Freundschaftsspiel-Charakter.
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Aufregung gab es aufseiten des SV Frauenberg unmittelbar vor dem Abpfiff. Schiedsrichter Arne Lichtenhagen hatte aus Sicht der Platzherren einen regulären Treffer nach einem vermeintlichen Handspiel aberkannt. Das war aber auch schon die einzige Szene, die über 90 Minuten so etwas wie Aufregung aufkommen ließ. Ansonsten sahen die Zuschauer im Frauenberger Loch ein eher sehr entspanntes Fußballspiel mit Freundschaftscharakter.
