Abo

PokalhalbfinaleFrauenberg gibt alles, Zülpich ist aber eine Nummer zu groß

3 min
Das Bild zeigt Marvin Iskra, der nach einem Tor jubelt. Zwei Frauenberger lassen die Köpfe hängen.

Traf im Pokal-Halbfinale doppelt: Zülpichs Torjäger Marvin Iskra (2.v.r.).

Zülpich gewinnt im Halbfinale locker gegen den SV Frauenberg und bekommt die Punkte von Verlautenheide gutgeschrieben.

Kreispokal SV Frauenberg – TuS Zülpich 0:3 (0:1). Die erhoffte Sensation in Frauenberg blieb aus, der Favorit hat sich durchgesetzt: Der Landesligist TuS Zülpich gewann das Halbfinale im Fußball-Kreispokal beim A-Ligisten SV Frauenberg mit 3:0 (1:0) und steht damit im Finale. Dort wartet nun das Nachbarschaftsduell mit dem Bezirksligisten SV Bessenich.

Zülpich übernahm von Beginn an das Kommando und ließ den Ball laufen, Frauenberg verteidigte kompakt und machte die Räume eng. So dauerte es über 15 Minuten, bis die Gäste erstmals gefährlich wurden. Constantin Pennartz zog ab, doch Frauenbergs Keeper Dominik Schöpfer war zur Stelle und lenkte den Ball stark um den Pfosten. Kurz darauf wurde es auf der anderen Seite erstmals etwas lauter: Frauenberg zeigte sich offensiv, doch ein Ball von außen fand keinen Abnehmer in der Mitte.

Nach dem Seitenwechsel sorgt der Favorit für klare Verhältnisse

Zülpich blieb ruhig, spielte geduldig weiter und suchte die Lücke gegen die tiefstehende Defensive. In der 36. Minute war sie dann gefunden: Johannes Püllen brachte eine maßgenaue Flanke in den Strafraum, Marvin Iskra köpfte völlig frei zum 0:1 ein. Mit der verdienten Führung ging es in die Pause.

Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte der Favorit dann früh für klare Verhältnisse. In der 50. Minute erhöhte Püllen auf 0:2 – sehr zum Ärger der Frauenberger, die vergeblich auf Abseits reklamierten. Spätestens jetzt war das Spiel deutlich beruhigter aus Sicht der Gäste.

Das Bild zeigt einen intensiven Zweikampf der beiden Obengenannten.

Der A-Ligist Frauenberg kämpfte auffopherungsvoll gegen den Landesligisten aus Zülpich, so wie hier Justin Brams (l.) gegen Noel Huschke.

Zülpich blieb zwar spielbestimmend, schaltete aber insgesamt einen Gang runter. Frauenberg traute sich Mitte der zweiten Halbzeit etwas mehr nach vorne und hoffte auf den Anschlusstreffer. Wirklich gefährlich wurde es allerdings nicht.

Ein Distanzschuss von Jan Tornow war noch die beste Aktion der Hausherren, er verfehlte das Tor aber klar. Kurz vor Schluss machte Zülpich den Deckel drauf: Tim Birkenheuer traf in der 86. Minute zum 0:3-Endstand. Der TuS hat nun auch die drei Zähler aus dem abgebrochenen Spiel in Verlautenheide zugesprochen bekommen.

Frauenbergs Trainer zeigt sich mit der Leistung zufrieden

Frauenbergs Trainer Marcel Timm war trotz der Niederlage stolz auf sein Team: „Meine Jungs haben es ihnen so schwer wie möglich gemacht. Wir haben immer wieder versucht, als Mannschaft hinter den Ball zu kommen, kompakt zu verteidigen und nach vorne Nadelstiche zu setzen. Natürlich fehlt dann gegen so eine Mannschaft vorne auch mal der letzte Tick. Vielleicht wäre es mit dem einen oder anderen Spieler von Beginn an noch etwas anders gewesen, aber insgesamt haben wir uns sehr, sehr gut verkauft. Ich bin zufrieden mit dem, was die Jungs abgerufen haben. Darauf können wir stolz sein.“

Auch Zülpichs Coach David Sasse war zufrieden: „Wir haben auf einigen Positionen rotiert und zusätzlich noch gewechselt, weil wir ein paar Spieler schonen wollten. Wir haben keinen Torschuss zugelassen. Nach vorne war es vielleicht kein Glanzspiel, aber das ist im Halbfinale auch nicht entscheidend. Da willst du ins Finale kommen – und das haben wir geschafft. Kompliment auch an Frauenberg, das wirklich stark gekämpft hat.“

Am Ende setzte sich der Favorit souverän und verdient mit 3:0 durch. Zülpich kontrollierte die Partie über weite Strecken und ließ defensiv praktisch nichts anbrennen. Frauenberg hielt mit großem Einsatz dagegen.