Abo

Mehr StellplätzeKreis will Situation am Berufskolleg Eifel in Kall untersuchen lassen

3 min
Blick auf den vollen Parkplatz an der Aachener Straße. Im Hintergrund ist das Berufskolleg zu sehen.

Der Parkplatz an der Aachener Straße reicht oft nicht aus, um die große Zahl von Fahrzeugen der Schüler und Lehrer des Berufskollegs aufzunehmen.

Am Berufskolleg Eifel in Kall sind Parkplätze knapp. Ein Planer soll nun für den Kreis Euskirchen nach Lösungen suchen.

In Zusammenhang mit dem laufenden Wiederaufbau und der Sanierung des Berufskollegs Eifel in Kall nimmt der Kreis Euskirchen als Träger die Parksituation an der Schule unter die Lupe. Dabei soll laut Kreis unter anderem untersucht werden, ob durch eine andere Anordnung der Stellplätze zusätzliche Parkplätze geschaffen oder neue angelegt werden können. Die FDP-Kreistagsfraktion hatte beantragt, die Parkplatzsituation am Berufskolleg Eifel im zuständigen Fachausschuss des Kreistags zeitnah zu untersuchen und Maßnahmen zur Entlastung zu prüfen. Ziel sei es, sowohl die angespannte Lage zu verbessern als auch auf eine künftig zu erwartende Parkplatzknappheit vorbereitet zu sein.

Weil die Zahl der Schüler und damit auch die der Lehrer am Berufskolleg Eifel in Kall gestiegen waren, wollte der Kreis Euskirchen schon 2021 auf dem Schulparkplatz und in der Nähe der Turnhalle an der Aachener Straße zusätzliche Stellplätze errichten. Knapp 70.000 Euro sollte das Vorhaben kosten.

Auf Grünfläche sollten zusätzliche Stellplätze entstehen

Die Gemeinde Kall war seinerzeit wegen der Parkplatzprobleme an den Kreis herangetreten. Der Kaller Bauausschuss hatte in Zusammenhang mit dem geplanten Bau des Urftauenparks über die Parkplatzsituation gesprochen und darauf hingewiesen, dass ein großer Teil der Parkplätze am Schwimmbad von Lehrern und Schülern des Berufskollegs genutzt werde. Wenn die nach dem Bau des Urftauenparks wegfielen, sei zu befürchten, dass Anliegerstraßen zugeparkt würden.

Geplant war, auf der Grünfläche parallel zur Aachener Straße 20 zusätzlich Stellplätze zu bauen. Dafür waren seinerzeit auch schon Sträucher gerodet worden. Umgesetzt wurde das Projekt aber nicht.

Jetzt hatte die FDP-Kreistagsfraktion das Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt und beantragt, die Situation zeitnah zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Entlastung zu prüfen. Die Umsetzung des Projekts „Küchenscheune“ am Berufskolleg sowie die neuen Planungen der Gemeinde Kall für den Urftauenpark könnten die Parksituation zusätzlich verschärfen, so die Liberalen.

FDP weist auf die schwierige Parkplatzsituation hin

In der „Kochscheune“ werden künftig angehende Köche und Köchinnen sowie Fachkräfte für Gastronomie ausgebildet. Der Bildungsgang war bislang am Thomas-Eßer-Berufskolleg in Euskirchen angeboten worden, teilt Kreispressesprecher Wolfgang Andres mit. Die Flut hatte die Räumlichkeiten dort aber zerstört, der betroffene Trakt wird abgerissen.

Neuer Standort für die Küchen- und Systemgastronomie wird das Berufskolleg in Kall. Dort wird es unter dem schönen Namen „Kochscheune“ geführt und prominent an der Aachener Straße platziert.

„Schon heute ist die Parkplatzsituation für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte schwierig. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht sich das Problem weiter zu verschärfen“, glaubt Thomas Müller, FDP-Kreistagsabgeordneter aus Sötenich. „Wir brauchen vorausschauende Planungen zum Schutz der Anwohner und um später nicht improvisieren zu müssen.“

Auch das Thema „Fremdparker“ soll in Kall untersucht werden

„Die Stellplatz- und Verkehrssituation am Berufskolleg wird im Zuge des laufenden Planungs- und Baugenehmigungsverfahrens im Rahmen des Wiederaufbaus fachlich geprüft und bewertet“, so Andres. Dabei werde unter anderem untersucht, ob die bestehenden Stellplätze auf dem Gelände neu organisiert und effizienter angeordnet werden können oder ob zusätzliche Parkflächen an anderer Stelle auf dem Grundstück geschaffen werden müssen. „Diese Fragestellungen werden im Rahmen der Freianlagenplanung mitbetrachtet. Entsprechende Fachplaner werden hierzu konkrete Varianten erarbeiten“ so Andres.

Ein weiterer Punkt sei das Thema „Fremdparken“. Im Rahmen der Analyse werde geklärt, ob Parkplätze regelmäßig auch von Nichtberechtigten genutzt werden und ob beziehungsweise welche organisatorischen Maßnahmen geeignet seien, dies zu verhindern.

„Wir befinden uns aber derzeit noch ganz am Anfang des Prozesses. Erste Prüfungen und konzeptionelle Überlegungen laufen demnächst an“, betonte Andres. Belastbare Ergebnisse, Varianten oder Empfehlungen könnten erst im Verlauf der Planung vorgestellt werden.