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„Castle Rave“Techno-Sound brachte die Burg in Heimbach zum Beben

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Das Bild zeigt zahlreiche Raver im Hof der Burg Hengebach in Heimbach.

Der Rosengarten der Burg in Heimbach wurde zur Tanzfläche.

300 Gäste kamen zur Techno-Veranstaltung auf die Burg in Heimbach. Der Organisator des Raves feierte trotz eines Ermüdungsbruchs mit.

Abtanzen in einem altehrwürdigen Gemäuer – das ist der Reiz des „Castle Rave“, der bereits zum fünften Mal im Heimbacher Veranstaltungskalender stand. Am Samstag war es wieder so weit: Vier DJs waren angetreten, um laut Veranstalter rund 300 Gäste richtig in Fahrt und in Tanzlaune zu bringen.

Vor der Bühne, die im Rosengarten aufgebaut war, herrschte entsprechend viel Betrieb. Bis in den Abend hinein genossen die Gäste das besondere Ambiente und den Musikmix aus Techno und House.

Im Rosengarten wurde getanzt  – und die Lautstärke gemessen

Der Rosengarten war für die Positionierung der Bühne strategisch gewählt. Er bot die Möglichkeit, die Lautsprecheranlage in Richtung Kurpark und damit weg von der Wohnbebauung in der Heimbacher Innenstadt auszurichten. „Mittlerweile haben wir die Akzeptanz der Heimbacher Bevölkerung“, sagte Jean-Luc Assmann, der die „Castle Raves“ seit Jahren auf die Beine stellt. „Wir müssen regelmäßig Messungen machen, damit wir nicht zu laut werden“, erklärte er. Auch ein Beschwerdetelefon sei eingerichtet worden.

Um 22 Uhr war auf der Burg ohnehin Schluss. Dann zog die Party in die „Heimbacher Stube“ um – jenes Lokal, dem das Hauptaugenmerk von Assmann und seiner Familie gilt.

Das Bild zeigt den DJ, der mit erhobenen Armen in die Kamera schaut.

Aus Braunschweig war der DJ „Rasanton“ in die Eifel gekommen.

Das Bild zeigt die beiden Obengenannten, die für die Kamera posieren.

Rave-Veranstalter Jean-Luc Assmann mit seiner Freundin Mariana.

Seit einigen Jahren hat die Familie Assmann, allen voran Vater Hartmut, die „Heimbacher Stube“ übernommen und mit viel Energie und Livemusik aus dem Dornröschenschlaf geweckt. „Alle fühlen sich wohl“, sagte Sohn Jean-Luc, der seinen erlernten Beruf als Kfz-Meister an den Nagel gehängt hat und in die Gastronomie eingestiegen ist.

Doch wer viel arbeitet, hat nicht mehr viel Gelegenheit zu feiern. „Also habe ich den Rave einfach selbst veranstaltet“, sagte Assmann. Als außergewöhnliche Location habe sich die Burg Hengebach angeboten, zumal die Gastronomie dort ohnehin von den Assmanns betrieben wird. Es gehe aber auch darum, den Technofans in der Region etwas zu bieten, die ansonsten weite Wege auf sich nehmen müssten.

Organisator mit Ermüdungsbruch – Absage war kein Thema

Nicht das verflixte siebte, sondern das fünfte Mal machte Assmann im Vorfeld der Veranstaltung zu schaffen: Drei Wochen vor dem Rave zog er sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zu. „Alle haben an einem Strang gezogen, um die Veranstaltung möglich zu machen“, zeigte er sich dankbar für die Unterstützung. Eine Absage sei für ihn nicht infrage gekommen. Schließlich lebe eine Techno-Party von ihrer Community. „Gerade hier, wo nicht so viel Platz ist, feiern alle miteinander auf Augenhöhe, niemand hat einen roten Teppich“, sagte er.

Vier DJs waren für den Veranstaltungstag gebucht. Sie legten House, Tech-House und Hardtechno auf. Vom Start um 14 Uhr an wurde der Sound im Laufe des Tages immer härter. „Da ist für jeden etwas dabei“, sagte Assmann. Neben BTC Radio B2B und Marcel DK waren Rasanton aus Braunschweig und Lawyn aus Köln engagiert worden. Letzterer war dem Heimbacher Publikum bereits von früheren Auftritten bekannt. Bei der Afterhour-Party in der „Heimbacher Stube“ legte nach dem Ende der Open-Air-Veranstaltung auf der Burg noch Simon C. auf.

Ich finde, dass sie einen ganz eigenen Charakter hat, und würde gerne noch einmal wiederkommen.
Alex über den Castle Rave

Mit Freunden waren Ina aus Mönchengladbach und Kim aus Grevenbroich zum Castle Rave nach Heimbach auf die Burg gekommen. Sie waren zum ersten Mal dabei und wollten auch in Heimbach übernachten. Das Ambiente sei toll, die Musik könne für ihren Geschmack allerdings sogar noch etwas härter sein, bekannte Kim. Eigentlich seien Hardstyle, Hardtechno und Uptempo ihre bevorzugten Stilrichtungen.

Ebenfalls zum ersten Mal waren Natalie und Alex aus Kesternich beim „Castle Rave“. „Ich habe davon gelesen und fand das gut“, sagte Alex. Er kenne zwar einige Burgen, die Burg Hengebach bislang aber noch nicht. „Ich finde, dass sie einen ganz eigenen Charakter hat, und würde gerne noch einmal wiederkommen“, kündigte er an.

Auch die Musik der DJs gefiel ihm, wenngleich es für seinen Geschmack noch etwas lauter hätte sein dürfen. Vom Gesamtkonzept war auch er jedenfalls vollends überzeugt. „Das Konzept für den Castle Rave finde ich geil“, berichtete er im Gespräch mit dieser Redaktion.