Unbekannte geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus. In einem von vier Fällen erbeuteten die Täter einen vierstelligen Betrag von einem 90-Jährigen.
Kreis EuskirchenFalsche Bankmitarbeiter erbeuten Geld von Senior

Die Polizei im Kreis Euskirchen warnt vor einer Betrugsmasche mit falschen Bankmitarbeitern. (Symbolbild)
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Im Kreis Euskirchen ist es am Dienstag (27. August) zu mehreren Betrugsversuchen durch falsche Bankmitarbeiter und Bankmitarbeiterinnen gekommen. Wie die Polizei mitteilt, gaben sich die unbekannten Täter zunächst am Telefon als Angestellte von Banken aus und erschienen kurz darauf persönlich bei den Opfern. Ihr Ziel war es, Bargeld oder sensible Bankdaten zu erlangen.
Vier Fälle in Mechernich und Euskirchen an einem Tag
Gegen 12.48 Uhr erhielt eine Frau in Mechernich-Hostel einen Anruf, bei dem ein angeblicher Bankmitarbeiter 4.000 Euro forderte. Als kurz darauf ein Mann vor ihrer Tür stand, wurde sie misstrauisch und kündigte an, ihre Bank anzurufen, woraufhin der Täter flüchtete.
In Euskirchen kam es zu drei weiteren Vorfällen. Um 14.03 Uhr versuchte ein Mann, an die Kontodaten eines 86-Jährigen zu gelangen. Der Senior erkannte den Betrugsversuch jedoch, schloss die Tür und rief die Polizei. Gegen 14.45 Uhr wurde eine 63-Jährige aufgefordert, ihre PIN preiszugeben, was sie verweigerte. In beiden Fällen entstand kein Schaden.
Um 15.55 Uhr wurde ein 90-jähriger Mann in der Moselstraße Opfer der Masche. Nach einem Anruf erschien ein Täter an seiner Haustür. Dem Mann gelang es, in das Haus zu kommen und einen unteren vierstelligen Euro-Betrag zu stehlen. Beim Verlassen der Wohnung stieß er den Senior zur Seite.
Polizei warnt und bittet um Sensibilisierung älterer Menschen
Die Täter wurden als männlich, zwischen 165 und 180 cm groß und mit europäischem Erscheinungsbild beschrieben. Die Kleidung variierte von sportlich bis zu Hemd und Jeans. Die Polizei warnt eindringlich davor, fremde Personen in die Wohnung zu lassen und am Telefon persönliche Daten preiszugeben. Bei verdächtigen Anrufen sollte man sich über die offiziellen Telefonnummern bei der jeweiligen Institution rückversichern.
Die Polizei bittet Angehörige, insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Vorgehensweise zu informieren und sie für das Thema zu sensibilisieren. (red)