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Förderprogramm3,2 Millionen Euro für barrierefreie Bushaltestellen im Kreis Euskirchen

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Bushaltestellen am Bad Münstereifeler Bahnhof; im Vordergrund die Haltekante.

Eine Haltekante ist der erhöhte Bordstein an einer Bushaltestelle – so wie hier am Bahnhof in Bad Münstereifel. Sie ist in der Regel 18 bis 22 Zentimeter hoch, um Fahrgästen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen einen stufenlosen und barrierefreien Ein- und Ausstieg zu ermöglichen.

Der ÖPNV-Zweckverband go.Rheinland fördert im aktuellen Investitionsprogramm Projekte im Kreis Euskirchen mit rund 3,2 Millionen Euro.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands go.Rheinland hat einstimmig das ÖPNV-Investitionsprogramm für die Jahre 2026 bis 2030 verabschiedet. Im go.Rheinland-Gebiet werden demnach 50 neue Investitionsvorhaben rund um Bus, Bahn und Schiene mit zusätzlich rund 33 Millionen Euro gefördert.

Knapp zehn Prozent dieser Fördergelder fließen in den Kreis Euskirchen, wo verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit an Bushaltestellen mit insgesamt rund 3,2 Millionen Euro bezuschusst werden. „Die Kommunen und Verkehrsunternehmen sind nun aufgefordert, prüffähige Finanzierungsanträge einzureichen und Baurecht herzustellen“, heißt es in einer Mitteilung des Zweckverbands.

„Großer Wille, den Nahverkehr zu stärken“

„Die Schaffung einer starken Infrastruktur für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort gelingt nur mit attraktiven Angeboten vor Ort. Deshalb unterstützen wir die Städte, Kreise und Verkehrsunternehmen im Rheinland dabei, ihre Infrastruktur weiter auszubauen und zukunftsfähig zu gestalten“, so go.Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Die 50 neu aufgenommenen Maßnahmen zeigen, wie groß der Wille ist, den Nahverkehr zu stärken.“

Maßgeblich für die Aufnahme in den Maßnahmenkatalog seien neben dem Bewertungsergebnis innerhalb der jeweiligen Förderkategorie das Jahr des Baubeginns sowie die regionale Verteilung der Mittel gewesen, teilte der Zweckverband mit. go.Rheinland übernehme in der Regel 90 Prozent der förderfähigen Kosten einer Maßnahme. Die übrigen zehn Prozent seien vom Antragsteller (der Kommune oder dem zuständigen Verkehrsunternehmen) zu finanzieren.

Vier Kommunen profitierenIm Kreis Euskirchen profitieren vier Kommunen von den Fördergeldern aus dem Investitionsprogramm: In der Gemeinde Hellenthal sollen sieben Bushaltestellen im Gemeindegebiet barrierefrei ausgebaut werden, wofür insgesamt rund eine Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, was in diesem Fall auch den prognostizierten Gesamtkosten entspricht.

Geld für Projekte in Hellenthal, Zülpich, Bad Münstereifel und Mechernich

Im Stadtgebiet von Bad Münstereifel werden an 15 Bushaltestellen insgesamt 27 barrierefreie Haltekanten installiert (891.000 Euro Zuschuss). Nach Zülpich fließen insgesamt 779.600 Euro: An der Haltestelle Adenauerplatz/Schulzentrum wird der barrierefreie Neu- und Ausbau von neun Haltekanten und der Bau von 16 Wartehallen mit 593.500 Euro gefördert (Gesamtkosten: 863.500 Euro). Weitere 186.100 Euro fließen in barrierefreie Haltekanten an den Bushaltestellen Seepark und „Wichterich Post“.

Für das Jahr 2027 sind im Stadtgebiet Mechernich schließlich 565.000 Euro für den barrierefreien Ausbau von fünf Bushaltestellen mit neun Haltekanten vorgesehen.