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LandesförderungIn der Stadt Mechernich werden drei neue Dorftreffpunkte verwirklicht

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An der Agathastraße in Schaven steht ein sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus mit einem roten Hoftor, das zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden soll.

Schaven erhält ein neues Dorfgemeinschaftshaus: Der Innenhof des historischen Gebäudes soll für Dorffeste genutzt werden, im Erdgeschoss sind ein kleiner und ein etwas größerer Versammlungsraum geplant.

Zuschüsse für Projekte in der Stadt Mechernich: Das Land NRW fördert den Bau von Dorfgemeinschaftshäusern in Schaven und Harzheim sowie des Dorfplatzes Antweiler mit 591.000 Euro.

In Schaven ist der Umbau eines bislang als Wohnhaus genutzten Fachwerkhauses geplant, in Harzheim soll das ehemalige Pfarrhaus saniert und um einen Anbau mit Versammlungsraum ergänzt werden. „Um das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und das Dorfleben zu unterstützen, wollen wir in jedem Ort im Stadtgebiet eine Begegnungsstätte schaffen“, erklärte der Mechernicher Beigeordnete Thomas Hambach beim Besuch von NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU).

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist die finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Stadt auf Unterstützung des Landes NRW angewiesen. Da trifft es sich gut, dass die Landesregierung allein in diesem Jahr 196 Projekte der Struktur- und Dorfentwicklung mit mehr als 21 Millionen Euro fördert. 591.000 Euro aus diesem Topf gehen an Maßnahmen in der Stadt Mechernich, die auch schon bei anderen Bauprojekten in den Genuss einer Förderung gekommen ist. „Aktuell werden in Lessenich und Katzvey Projekte umgesetzt, in Breitenbenden steht das neue Dorfgemeinschaftshaus kurz vor der Fertigstellung“, so Hambach.

Ohne Kneipe fehlt in Harzheim ein Treffpunkt für die Vereine

Neben den beiden Dorfgemeinschaftshäusern in Schaven und Harzheim, die mit jeweils 250.000 Euro gefördert werden, ist in Antweiler die Neugestaltung des Dorfplatzes geplant. „Die Förderbescheide sind ein starkes Signal für unsere Dörfer und für die vielen Menschen, die dort mit großem ehrenamtlichem Einsatz Gemeinschaft leben“, bedankte sich Hambach bei der Ministerin und den Vertretern der Bezirksregierung Köln als Bewilligungsbehörde: „Denn lebendige Dörfer brauchen nicht nur engagierte Menschen, sondern auch attraktive Orte für Begegnung.“

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (M.) steht inmitten einer Gruppe von Männern und Frauen. Drei von ihnen halten einen Förderbescheid in den Umrissen des Landes NRW in den Händen.

Förderbescheide für drei Dorferneuerungsprojekte in Schaven, Harzheim und Antweiler überreichte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (Mitte) im Beisein von Vertretern der Kommunalpolitik.

Als in Harzheim die Gastwirtschaft ihre Türen schloss, ging dort ein solcher Ort verloren. Durch die Sanierung und den ressourcenschonenden Anbau des ehemaligen Pfarrheims soll dort ein moderner, generationsübergreifender Begegnungsort entstehen, der zukünftig intensiv für die Pflege von sozialen Kontakten und Kultur genutzt wird. „Wir haben ein reges Vereinsleben, daher brauchen wir dringend einen solchen Versammlungsraum“, sagte Martina Schröder-Bresgen, die sich im Dorf engagiert.

Beide Projekte schaffen wertvollen Raum für Begegnung und stärken das soziale Miteinander vor Ort.
Silke Gorißen (CDU), NRW-Landwirtschaftsministerin

Auch in Schaven besteht Handlungsbedarf, denn das bislang als Dorfgemeinschaftshaus genutzte Gebäude befand sich in Privatbesitz und wurde verkauft. „Jetzt soll das Haus abgerissen werden, wodurch wir ohne einen Treffpunkt dastehen würden“, schildert Anne-Katrin Heißler die Situation, bevor sie stellvertretend für die Dorfgemeinschaft den Förderbescheid in Empfang nahm.

In Schaven wird ein altes Fachwerkhaus saniert

Eine Lösung wurde in unmittelbarer Nachbarschaft gefunden, wo ein Fachwerkhaus zum Verkauf stand. „Das Projekt verzichtet bewusst auf einen Neubau und setzt stattdessen auf den Erhalt bestehender Bausubstanz“, lobte auch die Ministerin Gorißen den nachhaltigen Ansatz: Durch die Umnutzung der Immobilie gewinne die Dorfgemeinschaft einen zentralen Ort für den gegenseitigen Austausch und das gesellschaftliche Miteinander, so Gorißen weiter: „Beide Projekte schaffen wertvollen Raum für Begegnung und stärken das soziale Miteinander vor Ort. Die Menschen in der Region zeigen, wie mit guter Planung, Beteiligung und Eigeninitiative Großes bewegt werden kann.“

Auf einen schöneren Dorfmittelpunkt dürfen sich auch die Bürgerinnen und Bürger aus Antweiler freuen. Durch die Zusammenlegung und Neuordnung von zwei Grundstücken entsteht dort ein neuer, generationenübergreifender Platz, der den Spielplatz direkt nebenan passend ergänzt. Ein Teilbereich soll gepflastert werden, damit die Fläche ganzjährig genutzt werden kann. Geplant sind Sitzgelegenheiten, ein Maibaumständer und ein Pavillon als der Wetterschutz.

Die Detailplanung der drei neuen Projekte soll in Kürze angegangen werden. „Ein wichtiges Detail ist die Absprache mit den Dorfgemeinschaften, denn ohne tatkräftige Unterstützung bei den Bauarbeiten können die Projekte nicht verwirklicht werden“, betonte Beigeordneter Hambach.