Der Kommerner Blumen-, Kleintier- und Bauernmarkt lockte Tausende zum Kaufen und Fachsimpeln an.
Blumen und TomatenMit dem Bauernmarkt in Kommern startet die Gartensaison

Mehr als 50 Stände luden beim Kommerner Blumenmarkt wieder zu einer ausgiebigen Shoppingtour ein.
Copyright: Cedric Arndt
Übermannshoch ragten die Pflanzen aus dem großen Bollerwagen, den Familie Graß auf dem Weg zu ihrem Auto hinter sich herzog. Auch der Nachwuchs war mit gut gefüllten Tüten ausgestattet, in denen die zahlreichen Fundstücke Platz fanden, die sie auf dem traditionellen Blumen-, Kleintier- und Bauernmarkt in Kommern entdeckt hatten. „Wir kommen jedes Jahr im Frühling hierher, um unseren Garten für die warmen Monate schön herzurichten“, erklärte Jacqueline Graß.
Rund 1500 Quadratmeter misst die Grünfläche, die die Familie mit ihrer Ausbeute schmücken will – entsprechend reichhaltig fällt der Einkauf jedes Jahr aus. „Wir bauen selbst Gemüse an und schaffen mit den Zierpflanzen schöne Flecken im Garten. Hier auf dem Markt in Kommern sind wir mit der Qualität immer sehr zufrieden, und die Preise stimmen auch“, so Graß.

Verschiedene Honigsorten hatte Evi Windisch im Angebot.
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Ihre Erfahrungen aus der Tomatenzucht gibt Annegret Remagen weiter.
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Der Markt in Kommern steht bei Familie Graß jedes Jahr auf dem Programm. Auch dieses Jahr fand sich für sie einiges für den großen Garten.
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Mit dieser Einschätzung ist Familie Graß nicht alleine: Tausende Besucher strömten erneut zu dem Markt in den Kommerner Ortskern. Ein weiteres Mal erstrahlte dort zwischen den beschaulichen Fachwerkhäusern die farbenfrohe Pracht an Blumen, Kräutern und Dekorationen für den Garten. Auch kulinarische Leckerbissen gab es. Seit mehr als 25 Jahren ist der Kommerner Markt Treffpunkt für Hobbygärtner von nah und fern.
Mehr als 50 Händler waren auf dem Markt vertreten
Auch für die aktuelle Auflage war es den beiden Marktleiterinnen Conny Jaeck und Jill Schomer gelungen, mehr als 50 Händlerinnen und Händler zu gewinnen. „Die Kirmesattraktionen für die kleinen Besucher sind da nicht mitgerechnet“, betonte Thorsten Nöthen vom gastgebenden Vereinskartell. Und: „Von privaten Ausstellern mit gerade einmal zwei Metern Standfläche bis zu großen Betrieben aus der Region mit 28 Metern sind auch wieder viele Händler dabei, die uns schon seit Jahren die Treue halten.“
Wir klatschen niemandem einfach eine Bude vor die Tür, sondern nutzen die Möglichkeiten, Cafés und Geschäfte in Szene zu setzen.
Privater Trödel sei nicht erwünscht, da der Fokus klar auf das Pflanzenthema gerichtet sei. Zum Erfolg trage zudem bei, dass auch örtliche Gastronomie und Gewerbe in das Geschehen mit eingebunden seien, so Nöthen: „Wir klatschen niemandem einfach eine Bude vor die Tür, sondern nutzen die Möglichkeiten, Cafés und Geschäfte in Szene zu setzen.“
Passend zum Muttertag sei der Markt daher ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie: „Die Kids haben Spaß auf dem Karussell und die älteren Generationen genießen einen entspannten Imbiss mit Musikunterhaltung, während sich die Daheimgebliebenen über schöne Muttertagsgeschenke freuen dürfen.“ Für Abwechslung sorgte auch das reichhaltige Angebot an den Marktständen.
Während Evi Windisch Honig zum Verkauf anbot, hatte sich Annegret Remagen einer ganz bestimmten Pflanze angenommen: „Seit mittlerweile zehn Jahren züchte ich alte Tomatensorten und ich bin immer wieder selbst von ihrer Vielseitigkeit beeindruckt.“ Farblich längst nicht nur auf Rottöne beschränkt, seien manche Arten eher gelb, violett oder sogar schwarz. Auch geschmacklich biete sich ein großes Spektrum: „Besonders süße Sorten esse ich gerne direkt vom Strauch. Herzhaftere Geschmacksrichtungen eignen sich dagegen hervorragend für einen leckeren Tomate-Mozzarella-Teller.“
In derartige Fachgespräche verwickelt oder einfach das Wetter zum Muttertag bei einem Spaziergang zwischen den Ständen genießend, erlebten Gäste und Veranstalter ein weiteres Mal einen gelungenen Markt.
