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Konzert in der AulaÜ-50-Orchester holte in Mechernich zum musikalischen Rundumschlag aus

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Die Mitglieder des Blasorchesters sitzen auf der Bühne, im Vordergrund ist das Publikum von hinten zu sehen.

Ob Egerländer, Filmmusik oder Operetten: Die Mitglieder des Ü-50-Blasorchesters haben zu jedem Genre etwas zu bieten.

Die Musiker des Blasorchesters  boten eine bunte Mischung von Egerländer über Filmmusik  bis hin zu Beatles oder Operetten.  

Erinnerungen sorgen beim Ü-50-Orchester nicht nur für einen enormen Teil der Programmgestaltung, sondern auch dafür, dass im Konzert eine bunte Mischung präsentiert wird. Dann nämlich, wenn vermeintlich in Vergessenheit geratene Stücke durch Ereignisse – oder eine Fernsehwerbung – wieder ins Bewusstsein geraten.

„Dann landen sie ganz oft in unseren Zuschauerwünschen und schließlich auch im Programm“, berichtete der musikalische Leiter des Blasorchesters, Peter Züll. Da diese Rückbesinnungen auf alte Lieblingslieder längst nicht immer ein und demselben Genre zuzuordnen seien, habe sich das Repertoire in zahlreiche Richtungen weiterentwickelt: „Die Egerländer gehören bei unserem Blasorchester genauso dazu wie Filmmusik, die Beatles oder ein paar Operetten.“

Das Repertoire hat sich in viele Richtungen entwickelt

Logisch, dass sich die Ü-50-Musiker auch bei ihrem Konzert in der Aula des Mechernicher Gymnasiums nicht auf ein bestimmtes Thema festgelegt hatten. Stattdessen hielt das Programm wieder Passendes für zahlreiche Geschmäcker bereit. Gleich zu Beginn sollten der River-Kwai-Marsch und ein Medley der Hits von James Last das Publikum auf die große Bandbreite vorbereiten.

Die Musik des Eifelorchesters ist immer wie eine Wundertüte mit vielen unterschiedlichen Leckerbissen.
Hans-Peter Schmidt

Denn schon folgte der nächste Rundumschlag mit „Böhmischen Souvenirs“, „Ramona“ und dem 90er-Jahre-Partyhit „Mambo No. 5“. Stets wurden die Stücke von Peter Züll für die Besetzung des Orchesters angepasst, so dass die Musik irgendwie nach neuem Gewand klang, ohne jedoch ihren altbekannten Charme zu verlieren. „Die Musik des Eifelorchesters ist immer wie eine Wundertüte mit vielen unterschiedlichen Leckerbissen“, lobte Konzertbesucher Hans-Peter Schmidt.

Abgerundet wurde das abwechslungsreiche Programm durch die von Monika Ramm und Manfred Huth vorgetragenen Erzählungen, die einen humorvollen Einblick in den Eifel-Alltag gaben. „Heinz Schmitz, der die Geschichten sonst immer vorträgt, ist heute leider erkrankt. Aber wir können trotzdem dank seiner in den letzten 20 Jahren zusammengetragenen Geschichten aus dem Vollen schöpfen“, erklärte Peter Züll.

Humorvoll, chaotisch und direkt aus dem Leben berichteten die in Reimform verfassten Texte von banalen Dingen wie der Renovierung einer Wohnung – und endeten in der Verwendung Hunderter Nägel, da der Tapetenkleister nicht den gewünschten Effekt hatte. Nicht nur die Konzertbesucher profitierten vom Auftritt des „Ü-50 in concert“-Blasorchesters. Auch die Mechernich-Stiftung erhielt für ihre Arbeit zugunsten bedürftiger Mitmenschen eine Finanzspritze.

„Wir unterstützen die Stiftung schon seit vielen Jahren, weil sie hier im Mechernicher Raum großartige Dinge vollbringt“, betonte Walter Schäfer, der zweite Vorsitzende des Ensembles. Und es gibt einen weiteren Profiteur: Mit dem Gewinn aus dem Catering, das die jungen Leute organisierten, wird die „Jugendgruppe St. Barbara“ ein neues Projekt in Angriff nehmen. Wie Rebekka Narres, Referentin für kirchliche Jugendarbeit, erklärt, wird die Reise zum Weltjugendtag nach Südkorea gehen.