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Weil Halter keine Steuern zahlenStadt Schleiden lässt den Hundebestand kontrollieren

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Ein Hund läuft auf einem Feld.

Weil nicht alle Hunde von ihren Haltern angemeldet werden, wird in der Stadt Schleiden nun kontrolliert.

Die Stadt Schleiden geht davon aus, dass nicht alle Hundebesitzer ihre Tiere angemeldet haben. Bis Jahresende gibt es nun Kontrollen.

„Wir mussten in der Vergangenheit immer wieder feststellen, dass nicht alle Hundehalter der Pflicht nachkommen und ihre Tiere angemeldet haben“, erklärte Bürgermeister Ingo Pfennings. Deshalb habe man sich nun aus Gründen der Steuergerechtigkeit entschieden, eine Hundebestandsaufnahme durchzuführen.

Die jährliche Hundesteuer in Schleiden beträgt derzeit 80 Euro für einen Hund. Für zwei oder gar drei Hunde muss entsprechend mehr bezahlt werden. Dies setzt jedoch voraus, dass die „Vierbeiner“ vom Hundehalter bei der Verwaltung angemeldet werden.

In der Corona-Zeit haben sich viele Menschen Hunde angeschafft und sie nicht angemeldet.
Ingo Pfennings

„Ich kann mich an einen Brand in Schöneseiffen erinnern. Als ich zum Einsatzort ging, kamen mir sehr viele Hunde, die in dem Haus lebten, mit ihren Haltern entgegen“, sagte Pfennings. Er habe dann beim Ordnungsamt nachgefragt, wie viele angemeldete Hunde in dem Haus leben. „Es waren nur zwei Tiere.“

„In der Corona-Zeit haben sich viele Menschen Hunde angeschafft und sie nicht angemeldet“, so der Bürgermeister. Nun werden von Anfang September bis Ende Dezember Mitarbeiter der Firma Springer Kommunale Dienste GmbH alle Haushalte aufsuchen. Sie werden wochentags in der Zeit von 9 bis 19 Uhr und samstags zwischen 10 und 18 Uhr unterwegs sein.

Belastungen für die Mitarbeiter des Ordnungsamts steigen

Die Mitarbeiter werden die Wohnungsinhaber befragen. Jeder trägt sichtbar eine Legitimation. Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, müssen die betroffenen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. Zudem kann ein Bußgeld geltend gemacht werden. Daher wird jedem Hundehalter empfohlen, nicht steuerlich angemeldete Hunde schnellstens anzuzeigen.

Pfennings verwies auch auf die zunehmende Belastung für die Ordnungsamtsmitarbeiter – beispielsweise, weil sich Halter Tiere angeschafft hätten, ohne das nötige Fachwissen zu haben. Auch mit Lärmbelästigungen, Nachbarschaftsstreitigkeiten und Meldungen über Bisse müssten sich die Ordnungsamtsmitarbeiter beschäftigen.

Bei den Kontrollen in der Gemeinde Kall zwischen September 2024 und Februar 2025 wurden 108 Hunde registriert, die nicht von ihren Haltern angemeldet worden waren. Die Gemeinde hatte erstmals seit dem Jahr 2012 flächendeckend Kontrollen durchführen lassen.