Bundespolizei sucht ZeugenUnbekannte kappten Oberleitung der Erfttalbahn bei Euskirchen

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Ein Bahnübergang an der Bahnstrecke zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel.

Nach dem Diebstahl von Tragseilen der Oberleitung war die Strecke der Erfttalbahn (hier ein Archivbild) am Donnerstag vorübergehend gesperrt. Inzwischen fahren die Züge wieder.

Die Oberleitung ist auf der Erfttalstrecke der Bahn (S23) noch nicht in Betrieb, weil dort bislang noch Dieseltriebwagen eingesetzt werden.

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag Oberleitungskabel an der Erfttalstrecke gekappt und entwendet. Laut Mitteilung der Bundespolizei Aachen fand der Diebstahl jedoch nicht – wie die Deutsche Bahn zunächst am Donnerstag mitgeteilt hatte – in Iversheim, sondern im Bereich zwischen Stotzheim und Kreuzweingarten statt.

„In diesem Zusammenhang suchen wir Zeugen, die zwischen 22 Uhr am Mittwoch und 6 Uhr am Donnerstag verdächtige Beobachtungen im Umfeld der Bahntrasse im Bereich zwischen der Straße An der Liersmühle in Stotzheim und der Weingartenstraße in Kreuzweingarten gemacht haben“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Es gebe Hinweise darauf, dass möglicherweise ein weißer Kleintransporter und eine schwarze Limousine von den Tätern genutzt worden sein könnten.

Die Bahn hatte am Donnerstag den Verkehr der S23 auf der Erfttalstrecke zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel vorübergehend eingestellt. Der Schaden war entdeckt worden, als der erste Zug gegen 4.50 Uhr auf dem Weg nach Bad Münstereifel war: Weil ein Teil der gekappten Leitung von den Oberleitungsmasten auf die Gleise herabhing, habe der Zug seine Fahrt nicht fortsetzen können, so ein Bahnsprecher weiter. Zwischen Bad Münstereifel und Euskirchen wurde daraufhin ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, bis die Schäden am Nachmittag wieder behoben waren.

Wie groß der finanzielle Schaden ist, der durch den Diebstahl der Oberleitungstragseile entstanden ist, müsse in Absprache mit der Bahn erst noch ermittelt werden, so die Bundespolizei weiter. Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 02 41/ 56 83 70 bei der Bundespolizei zu melden.