Abo

VertreterversammlungVolksbank Euskirchen verzeichnet Bilanzgewinn von 2,4 Millionen Euro

3 min
Hans-Jürgen Lembicz (l.) und Marc Güttes stehen in Anzügen vor der Volksbank-Filliale in Euskirchen.

Freuen sich über die Entwicklung der Bank: die beiden Vorstandsmitglieder  Hans-Jürgen Lembicz (l.) und Marc Güttes.

Nach Abzug von Steuern und Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,32 Millionen Euro.

Trotz eines aufgrund der wirtschaftlichen Lage anspruchsvollen Geschäftsjahres 2025 freut sich Hans-Jürgen Lembicz, Vorstandssprecher der Volksbank Euskirchen eG, über die Entwicklung der Bank. In der jüngsten Vertreterversammlung präsentierte er den Mitgliedern der Bank positive Zahlen. So hat sich die Bilanzsumme um 156 Millionen Euro auf 2,205 Milliarden Euro erhöht. Die Kundeneinlagen stiegen um 153 Millionen auf 1,915 Milliarden Euro. Lembicz ist sich sicher, dass dieser überdurchschnittliche Anstieg auch auf die Nutzung der attraktiven Jubiläumsprodukte zurückzuführen ist. „Das werten wir als starken Vertrauensbeweis unserer Kunden“, so Lembicz.

Eine leichte Erhöhung gibt es bei den Ausleihungen im Kreditgeschäft – von 1,012 auf 1,033 Milliarden Euro. Hier hat der Vorstandssprecher die schwache Bautätigkeit, hohe Tilgungsleistungen sowie Rückführungen aus Bausparverträgen als Gründe für den Dämpfer ausgemacht.

Auch Volksbank Euskirchen spürt die angespannte geopolitische Lage

Das betreute Kundenvolumen lag zum 31. Dezember 2025 bei 4,534 Milliarden Euro und verteilt sich auf Kundenanlagen (3,283 Milliarden Euro, plus 7,52 Prozent) und Kundenkredite (1,252 Milliarden Euro, plus 2,14 Prozent).

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt bei 17,653 Millionen Euro und übertrifft den Vorjahreswehr leicht. Nach Abzug von Steuern und Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,32 Millionen Euro. 2024 hatte der Überschuss bei 5,5 Millionen Euro gelegen. Der Bilanzgewinn im Jahr 2025 beträgt 2,418 Millionen Euro. Davon wurden zwei Millionen Euro Rücklagen zugeführt, und mit einem Betrag von gut 405.000 Euro wird eine Dividende von fünf Prozent ausgeschüttet, was von Lembicz als „attraktiv, überdurchschnittlich und aus unserer Sicht vor dem Hintergrund der soliden Kapitalausstattung angemessen und vertretbar“ bezeichnet wurde.

Wir erleben derzeit keine normale Phase der politischen Unsicherheit, sondern eine grundlegende Verschiebung internationaler Ordnungen.
Hans-Jürgen Lembicz

Sein Ausblick auf das Jahr 2026 zeigte: Wie schon 2025 ist die geopolitische Lage angespannt. 2025 stieg das Bruttoinlandsprodukt erstmals seit zwei Jahren wieder, die Inflationsrate lag in einem Bereich, der Planungssicherheit ermöglicht, die Notenbanken senkten die Zinsen.

„Wir erleben derzeit keine normale Phase der politischen Unsicherheit, sondern eine grundlegende Verschiebung internationaler Ordnungen“, sagte Lembicz und sprach den „von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine“, die „zunehmend erratische Politik“ der Vereinigten Staaten und ihres Präsidenten Donald Trump und den besorgniserregenden zunehmenden Rechtsruck in Europa an. Nun komme noch die Lage im Iran und rund um die Straße von Hormus hinzu, die erhebliche Auswirkungen auf Energiepreise, Inflation und Zinsen haben könne.

Lembicz dankte den Kunden auch für ihre Geduld während der Umbau- und Renovierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre. „Nun stehen die bereits begonnenen Maßnahmen in Mechernich und endlich der Neubau in Adendorf an. Fischenich folgt dann zu einem späteren Zeitpunkt.“ Ausgebaut werde der Einsatz künstlicher Intelligenz mit dem Grundsatz „Technik unterstützt, der Mensch entscheidet“.