Zahlreiche Besucher kamen zur Auelsburg zum Abschlusskonzert der Reihe „Heimatstädtche Live“. Ob die Reihe fortgesetzt wird, ist noch nicht sicher.
Musik im Grünen„Heimatstädtche Live“ in Euskirchen kommt bei Bands und Publikum gut an

Vier Jahre nach ihrem ersten Auftritt in der Konzertreihe „Heimatstädtche Live“ kehrte die Band „Jack is back“ am Mittwoch in die Euskirchener Parkanlage Auelsburg zurück.
Copyright: Cedric Arndt
Mit der Picknickdecke unter dem Arm, einer Flasche Wein und ein paar Snacks im Gepäck schlenderten am Mittwochabend wieder mal zahlreiche Besucher zur Euskirchener Auelsburg. Nicht nur die idyllische Atmosphäre im Grünen, sondern auch die in der warmen Jahreshälfte stattfindenden Musikkonzerte sorgen seit mittlerweile vier Jahren dafür, dass die Grünfläche auch von Anwohnern der Kreisstadt deutlich mehr wertgeschätzt wird.
„Ich bin schon früher regelmäßig mit dem Auto hier vorbeigefahren, aber so wirklich wahrgenommen habe ich den Park nie“, gestand Dieter Schmitz. „Dann habe ich eines Tages vom Parkplatz gegenüber Musik gehört und bin einfach mal gucken gegangen. Mittlerweile genieße ich sehr gerne meinen Feierabend hier, wenn mir die Band gefällt.“
Mehr Zuschauer und mehr Bewerbungen von Bands
Ähnliche Erfahrungen haben in den vergangenen Jahren laut Projektmanager Sebastian Springer von „Kultur Euskirchen“ auch viele andere Gäste der „Heimatstädtche Live“-Konzertreihe gesammelt. „Wir sind natürlich sehr stark vom Wetter abhängig und davon, dass sich die Veranstaltung bei Musikfreunden rumspricht.“ Letzteres sei in den vergangenen Monaten jedoch so gut gelungen wie nie zuvor.
„Bisher konnten wir je nach Witterung mit 100 bis 200 Gästen rechnen, das hat sich dieses Jahr jedoch fast verdoppelt. Nicht einmal im Atrium des City-Forums, wo die Konzerte vor der Zerstörung durch die Flut stattgefunden haben, konnten wir so hohe Besucherzahlen verbuchen“, berichtete Springer.

Die Zuschauerzahlen beim Abschlusskonzert der Reihe bestätigten den positiven Trend der Open-Air-Veranstaltung.
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Auch sei die Zahl der Bewerbungen von Bands aus dem Kreis und mittlerweile sogar weit darüber hinaus bis ins benachbarte Ausland stetig gewachsen. „Wir haben sogar eine Anfrage aus Luxemburg erhalten“, freute sich Sebastian Springer. „Das zeigt, dass wir mit unserer Mischung aus etablierten Gruppen und Newcomern auch für die Musiker eine gute Gelegenheit geschaffen haben, sich vor einem neuen Publikum zu präsentieren.“
Den Abschluss der diesjährigen Reihe bildete am Mittwochabend die vierköpfige Truppe „Jack is back“. Nach ihrem ersten Auftritt in der Auelsburg kehrten sie nach mittlerweile vier Jahren zu dieser liebgewonnenen Wirkstätte zurück. „Die Atmosphäre hier draußen ist einfach großartig, und den Blick ins Grüne genießen wir auf der Bühne sehr“, schwärmte Sängerin Simone Altheide. Doch auch das Konzept der Konzertreihe habe die Musiker von Anfang an begeistert.
Fortsetzung der „Heimatstädtche Live“-Musikabende ist nicht sicher
„Heutzutage ist es leider häufig so, dass man ohne einen großen Anteil bekannter Coversongs, die das Publikum mitsingen kann, gar nicht mehr gebucht wird. Darum finden wir es so klasse, dass hier der Fokus auf eigenen Kompositionen liegt, und davon haben wir auch heute wieder reichlich mitgebracht“, kündigte Altheide an. Zwischen Titeln wie „Fall into Pieces“, bei dem die Band ihren Umgang mit schwierigen Lebensphasen beschreibt, bis zu der in einem Urlaub entstandenen Liebeserklärung an den US-Bundesstaat Kalifornien durften sich die rund 250 Besucher daher über ein abwechslungsreiches Repertoire freuen, bei dem Klassiker wie „Highway to Hell“ trotzdem nicht fehlten.
Auch der Abschluss der diesjährigen Konzertreihe konnte dank der guten Stimmung aller Anwesenden zum positiven Fazit beitragen. Dennoch sei die Fortsetzung der „Heimatstädtche Live“-Musikabende noch nicht in Stein gemeißelt, wie Springer erklärte. „Die endgültige Entscheidung dazu fällt erst im November und ist vom Wirtschaftsplan abhängig, bei dem nach wie vor die Zukunft des Stadttheaters eine große Rolle spielt.“ Angesichts der wachsenden Begeisterung für die Open-Air-Auftritte sei er jedoch zuversichtlich.
„Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro haben wir dieses Jahr auch zum ersten Mal ein eigenes Konzert für Kinder veranstaltet. Aufgrund der Hitze waren zwar noch nicht allzu viele Kids hier, aber denen, die da waren, hat es sehr gefallen. Wir würden uns darum auch selbst sehr freuen, wenn wir 2027 wieder viele schöne Musikabende mit den ,Heimatstädtche Live’-Konzerten hier feiern könnten“, ließ Sebastian Springer durchblicken.
