Abo

Suche nach HelferinUnbekannte aus Kreis Euskirchen kümmert sich um verletzte Stute

3 min
Neuer Inhalt

Bei einem Unfall in Köln wurde die Haflingerstute Maddy verletzt.

Kreis Euskirchen/Köln – Viel ist nicht bekannt über die Frau, die Nina Gatter und Imke Weering aus Köln zur Zeit suchen. Nur dies: Sie ist blond, mittleren Alters, hat Pferde und fährt ein Auto mit Schleidener Kennzeichen. Und sie ist hilfsbereit, was auch der Grund für die Suche ist.

Suche in Social Media

Für ihren Einsatz bei einem Unfall mit einem Pferd am vergangenen Mittwoch um kurz nach 18 Uhr auf der Brühler Landstraße wollen Gatter und Weering sich unbedingt bei der Unbekannten bedanken. Auf Facebook starteten sie einen Aufruf, der mittlerweile mehr als 3500 Mal geteilt wurde. Doch bislang gibt es keine Reaktion.

Den Unfall erlebte Nina Gatter unmittelbar mit. Sie sei mit Hund und Lebensgefährten in der Nähe des Konraderhofs in Rondorf auf einem Feldweg spazieren gegangen, als ein E-Biker recht sportlich an ihnen vorbeigefahren sei, so dass sie ausweichen musste.

Pferde rissen sich los

Etwa 200 Meter weiter sei er zwei Pferden begegnet, die auf dem Weg geführt wurden. Da er diese Gruppe womöglich nicht gesehen hat, habe er eine Vollbremsung machen müssen, die die Pferde so erschreckte, dass sie sich losrissen und über den Acker in Richtung Brühler Landstraße rannten.

„Es war schrecklich, wir sahen die Pferde auf der Landstraße rennen“, so Gatter. Der Verkehr habe zuerst gestoppt, doch plötzlich habe es einen Knall gegeben und „Maddy“, die Haflingerstute, sei hingefallen, habe sich aber wieder hochgerappelt.

Immer wieder umgefallen

„Wir sind so schnell wir konnten über den Acker gerannt“, so Gatter. Am Unfallort habe die unbekannte Frau das zweite Pferd, eine Fuchsstute, am Halfter gehalten und beruhigt. „Ich bin dann zu der Haflingerstute gelaufen und habe mich um sie gekümmert“, sagt sie. Das Pferd habe nicht stehen können, sei immer wieder umgefallen und völlig verschwitzt und durcheinander gewesen. Nur mühsam habe es sich beruhigen lassen.

Abschwitzdecke aus dem Auto

Helfer vom Hof nahmen der Frau die unverletzte Fuchsstute ab. Danach sei die Unbekannte zu ihr gekommen und habe sie bei der Haflingerstute unterstützt. Sie habe noch eine Abschwitzdecke aus dem Auto geholt und über das Pferd gelegt. „Wir standen alle unter Schock, sie sicher auch“, so Gatter weiter. Es sei großes Glück gewesen, dass eine erfahrene Pferdebesitzerin am Unfallort gewesen sei.

Schlimmeres verhindert

Dadurch, dass die Frau die Stute festgehalten habe, habe sie bestimmt Schlimmeres verhindern können. „Wir wollen uns einfach nur bei ihr bedanken – aber vielleicht will sie das ja gar nicht“, sagt die Kölnerin.

Das könnte Sie auch interessieren:

„Maddy“ gehe es den Umständen gut, sagt deren Besitzerin Imke Weering. „Die Klinik hat mir heute berichtet, dass sie munter ist und herumhüpft“, sagt sie. Die offene Wunde am Hinterbein heile gut, doch das linke Vorderbein sei immer noch gelähmt. „Das geht nur mit Abwarten, das ist noch ein weiter Weg “, so Weering.

Der Helferin danken

„Die Frau hat sich zu Maddy gehockt und ihr eine Abschwitzdecke gegeben, die sie einfach dagelassen hat“, berichtet sie. Sie wolle nur Danke sagen. Und vielleicht könne die Frau auch etwas zum Hergang des Zusammenstoßes sagen. Kontakt kann die Helferin gerne per E-Mail aufnehmen