Sitzungsunterbrechung notwendigWeilerswister Politik diskutiert über Haushalt

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Das Luftbild zeigt die 56 Hektar große Fläche in Hausweiler, wo ein Neubaugebiet entstehen soll.

Eigentlich sollte die Fläche an der L194 in Hausweiler schon längst bebaut sein.

Die Gemeinde Weilerswist hat ihren Haushaltsentwurf eingebracht. Die Parteien hatten teilweise erhebliche Bedenken.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem Haushaltsentwurf der Weilerswister Verwaltung verabschiedet. Ein Prozedere, das etwa zwei Stunden dauerte, eine Sitzungsunterbrechung nötig machte und zahlreiche Diskussionen mit sich brachte. Endgültig über den Haushalt entschieden wird am Donnerstag, 30. März, im Forum der Gesamtschule.

50,7 Millionen Euro will die Gemeinde dieses Jahr einnehmen, 50,1 Millionen ausgeben. Wie dünn das Eis ist, auf dem Kämmerer Alexander Eskes das Zahlenwerk gebaut hat, verdeutlicht der Blick nach Hausweiler. Dort soll seit Jahren ein Neubaugebiet erschlossen werden.

Gemeinde Weilerswist rechnet mit vier Millionen Euro Einnahmen für Baugebiet

56 Grundstücke für Einzelhäuser und zwölf für Doppelhaushälften – inklusive Nahversorger und Quartiersplatz – sind geplant. Vermarktet wird das Gebiet von der DKS.

Die Experten sind überzeugt, dass die Grundstücke schnell verkauft sein werden. Die Gemeinde rechnet mit Einnahmen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro – obwohl derzeit nicht alle Planungen abgeschlossen und die Hoch- sowie Tiefbauarbeiten noch gar nicht ausgeschrieben sind.

Ohne Haushaltsentwurf ist Gemeinde nicht handlungsfähig

Derartige Rahmenbedingungen thematisierte Bernd Giesen, Fraktionsvorsitzender der SPD, immer wieder. Dabei sprach er wohl den allermeisten Ausschussmitgliedern aus der Seele. Der Sozialdemokrat wünschte sich von Eskes einen Haushaltsentwurf, der die Einnahmen aus dem Erlös des Baugebiets nicht inkludiert. Diesem Wunsch wird die Verwaltung jedoch nicht nachkommen.

Das machte der Kämmerer deutlich. Unter anderem, weil die Verwaltung fest davon ausgeht, dass der Haushalt so realistisch abgebildet ist. „Natürlich wird es einzelne Punkte geben, die sich verschieben. Aber wir brauchen einen Haushalt, um handlungsfähig zu sein“, erklärte Eskes.

Mehr als sieben Millionen Euro sind im Haushalt alleine für den Neubau an der Gesamtschule vorgesehen. Zwei Millionen fließen in die Planungen der Feuerwache an der K 11. Auch die Grundschulen in Weilerswist und Lommersum sollen erweitert werden – dafür sind ebenfalls Millionenbeträge vorgesehen.

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