Die Trasse war für das private Bauvorhaben an der Montanusstraße gesperrt worden. Doch auf dem Baugrundstück tut sich seit Jahren nichts.
BalkantrasseBurscheid stellt Radweg in Höhe des Neubauprojekts Montanusstraße wieder her

Vom Einzelhandelskomplex an der Montanusstraße ist bislang nichts zu sehen. Die Balkantrasse verläuft am rechten Rand des Baufelds.
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Die Stadt Burscheid kündigt an, dass sie den seit Jahren für ein privates Bauprojekt gesperrten Abschnitt der Balkantrasse nördlich der Montanusstraße wieder herstellen und für Radfahrer und Fußgänger freigeben wird. Das Ganze geschehe „kurzfristig und provisorisch“, so die Stadt in einer Mitteilung am Montag. Die Balkantrasse ist in Höhe des seit Jahren leeren Baugeländes seit 2. Mai 2023 gesperrt.
In der Begründung für diesen Schritt nach gut drei Jahren nutzloser Sperrung rückt die Verwaltung mit deutlichen Worten von dem privaten Investor ab, der sich das Baugelände gesichert hatte. Politik und Verwaltung hätten sich darauf geeinigt, heißt es in der Mitteilung, „nachdem beim dortigen geplanten privaten Bauvorhaben keine Fortschritte erkennbar sind, sich der Investor nicht an bisherige Absprachen hält und von dieser Seite auch ansonsten keine vernünftige Kommunikation stattfindet“.
Zunächst werde der Baubetriebshof der Technischen Werke Burscheid Bäume und Sträucher entlang der Trasse auf dem Abschnitt zwischen der Auf- und Abfahrt am Jugendzentrum Megafon und der Brücke Friedrich-Goetze-Straße zurückschneiden, dann bekommt die Balkantrasse eine wassergebundene Deckschicht als provisorische Oberfläche. Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der Sommerferien am 20. Juli abgeschlossen und der Abschnitt der Balkantrasse freigegeben sein.
Die Verwaltung bittet Radfahrer und Fußgänger auf dem provisorische wieder hergerichteten Stück der beliebten Trasse besonders rücksichtsvoll miteinander umzugehen.
Der private Investor will auf dem 1,3 Hektar großen Baugelände Wohn- und Geschäftshäuser bauen. Auch ein Supermarkt soll dort unterkommen. Der ursprüngliche Baubeginn war für Frühjahr 2024 avisiert, verschob sich aber immer wieder. Eigentlich hätte das Projekt in diesem Sommer fertig gestellt sein sollen.
