Die Stadt sucht Freiwillige, die sich für das Beratungsangebot schulen lassen wollen.
Nachhaltiges LebenBurscheid will nachbarschaftliche Solar-Beratung aufbauen

Leichlingen hat sie schon, die Bürgersolarberater – hier Rüdiger Hagedorn und Horst Schmidtberg und mit Klimaschutzmanagerin Monika Mewes. Burscheid will sie schulen.
Copyright: Peter Seidel
Die Stadt möchte eine Gruppe von ehrenamtlich arbeitenden Solarberaterinnen und Solarberatern aufbauen, die unabhängig und kostenlos Interessenten für Photovoltaik-Anlagen auf Privathausdächern unterstützt. Wer dazu Zeit und Lust hat, kann sich ab Februar zum Bürger-Solarberater ausbilden lassen.
Die Initiative der Stadt geht auf einen Beschluss des Kreistags zum Aufbau solcher ehrenamtlicher Solarberatungsgruppen in allen kreisangehörigen Kommunen zurück. Das Angebot soll fachliche Beratungen durch professionelle Experten nicht ersetzen, sondern im Sinne der Nachbarschaftshilfe ergänzen.
Die neuen Bürger-Solarberaterinnen und -berater werden dazu intensiv in Online-Workshops geschult. Die nächste Runde an Schulungen beginnt Ende Februar. Vorgesehen sind vier Online-Workshops mit anschließender Praxisphase. Geleitet werden die Workshops von Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins Metropolsolar, der bundesweit Freiwillige in die praktische Beratungsarbeit begleitet. Die Workshops sind für die Teilnehmenden kostenfrei.
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Ziel der Schulungen in Burscheid ist eine lokale Beratergruppe, die sich selbstständig organisiert. Grundsätzlich kann jeder an den Schulungen teilnehmen. Vorkenntnisse sind nützlich, aber keine Vorbedingung. Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Männer und Frauen, die etwa in einem Handwerksbetrieb arbeiten, der Solaranlagen installiert, oder sonst eine enge Verbindung zu einem Unternehmen dieser Branche haben.
Interessierte haben bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 29. Januar, 18.30 bis 21 Uhr, online die Möglichkeit, weitere Einzelheiten zu erfahren und Fragen zu stellen. Dabei erhalten sie auch einen Überblick über die Schulungsinhalte und die Aufgaben der Beraterinnen und Berater. Die Anmeldung zu der Veranstaltung ist per E-Mail möglich.
Hintergrund ist, dass im Kreisgebiet das größte Potenzial für die Produktion von mehr Energie aus erneuerbaren Quellen in der Sonnenenergie liegt. Für Windenergie ergab eine Potenzialstudie des damaligen Landesamtes für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz im Jahr 2023 dagegen lediglich 17 Hektar oberhalb von Schloss Strauweiler in Odenthal als mögliche Fläche zum Bau von Windrädern. Zum Vergleich: Im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis sieht die Studie Potenzial für Windenergieanlagen auf 700 Hektar Land.

