Die finanzielle Lage der Ortsgruppe bleibt angespannt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer Vorstand bei gewählt.
Leiterin ist fassungslosSpendenbox der DLRG Gummersbach wurde aus Supermarkt gestohlen

Die DLRG-Ortsgruppe Gummersbach ist auch im Katastrophenfall im Einsatz.
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Die Ortsgruppe Gummersbach der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat kürzlich ihre Jahreshauptversammlung durchgeführt. Dabei stand vor allem die Wahl des neuen Vorstands im Mittelpunkt: Leiterin der Ortsgruppe Gummersbach bleibt Sandra Schröder, neuer Geschäftsführer ist Oliver Voßwinkel. Ebenfalls neu ins Amt gewählt wurde Anastasia Schäder als Schatzmeisterin.
Leiter Ausbildung bleibt Hans-Jörg Muerth, neuer Leiter Einsatz ist Thorsten Manusch. Einen personellen Wechsel gab es auch beim Leiter Verbandskommunikation. Diesen Posten übernimmt ab sofort Felix Schorre. Als neue Kassenprüfer wurden Bernd Schiffer und Felix Schorre gewählt sowie Alicé Wienand als Beisitzerin. Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem verdiente Mitglieder für zehn, 25, 40, 50, 60 und 65 Jahre Treue in der DLRG-Ortsgruppe ausgezeichnet.
Wache an der Bruchertalsperre muss im Innenraum saniert werden
Den Formalia folgte schließlich ein Bericht über die erfolgte Erneuerung der Außenfassade der Wachstation der Ortsgruppe, die sich an der Bruchertalsperre in Marienheide befindet, und die schon längere Zeit sanierungsbedürftig ist – nun vor allem im Innenraum, wie Leiterin Sandra Schröder berichtete. Dort muss insbesondere die Verleidung erneuert werden, Kosten: 7000 Euro. Dieses Geld hat die Gummersbacher Ortsgruppe zurzeit nicht, berichtete Schröder und führte aus: „Wir werden Förderanträge stellen, aber da kommt, wenn überhaupt nur ein Bruchteil zusammen“. Sie hofft nun auf Spenden, um die Sanierungsmaßnahme stemmen zu können.
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Zu den notwendigen Arbeiten im Innenraum der Wache kommen jedoch noch weitere Baustellen. Das Einsatzfahrzeug der DLRG-Ortsgruppe Gummersbach, die auch im Katastrophenfall im Einsatz ist, hat einen elektrischen Fehler. „Der Digitalfunk muss noch eingebaut werden. Und durch die Kürzung des Aufbaus, damit wir das Fahrzeug überhaupt in die Garage fahren können, muss die Plane angepasst werden. Hier rechnen wir mit Kosten von zirka 4000 Euro“, so Schröder weiter.
Neben den finanziellen Sorgen teilte sie zudem eine Erfahrung, die sie sprachlos zurücklässt. Jüngst wollte Schröder eine der Spendenboxen der DLRG-Ortsgruppe, die im Rewe-Kaufpark in der Gummersbacher Wiesenstraße an der Pfandrückgabe befestigt ist, leeren. „Die Verkäuferin teilte mir mit, dass im laufenden Betrieb jemand den Draht durchschnitten hat und die Box sammt Inhalt gestohlen hat. Ich war einfach nur sprachlos. Wir wollen durch unsere ehrenamtliche Arbeit, wofür wir kein Geld erhalten, unseren Mitbürgern helfen, was wiederum Geld kostet. Und dann so ein Rückschlag“, bedauert Schröder.
Die DLRG finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die finanziellen Probleme hatten zuletzt auch die Akquirierung von Nachwuchs erschwert. Auch hier konnte Schröder noch keine Besserung vermelden.

