Von Bildern aus gefrästem Holz bis hin zu Eisvögeln an der Wupper – bei der Gemeinschaftsausstellung „Kontraste“ präsentieren 18 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke.
Kunstvolle Gegensätze in LeverkusenEinblicke in die Ausstellung „Kontraste“

„Das Problem mit Müll in der Natur haben wir hier in Deutschland auch. Oft zeigen wir da allerdings auf andere Länder", sagt Verena Hammel.
Copyright: Viktoria Langenhuizen
Handwerkliche Präzision, Fotografie und kreative Experimente treffen im Künstlerbunker an der Karlstraße in Opladen aufeinander. Die Ausstellung „Kontraste“ bringt Vereinsmitglieder und Gastkünstler zusammen. „Die Gemeinschaftsausstellung ist der Start ins Jahr für unseren Verein“, erklärt Anna Matzek. Die 44-Jährige, die gemeinsam mit Britta Reinhardt den Vorstand neu übernommen hat. Die Eröffnung der Ausstellung findet diesen Sonntag, 15. März, um 11.30 Uhr statt.

Verena Hammel, Michael Golz, Britta Rheinhardt, Wolfgang Heep, Jürgen Dehniger und Anna Matzek zeigen ihre Kunst bei derAusstellung "Kontraste".
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Symbiose und Spannung
Michael Golz arbeitet mit gefrästem Holz auf Leinwand. „Bei meinen Arbeiten gehen Leinwand und Holz eine Symbiose ein“, erklärt der 63-Jährige. Erst auf den zweiten Blick offenbaren sich die Kontraste, die Spannungen zwischen Material und Fläche sichtbar machen. Sein Werk „Reziprok“ zeigt, wie Gegensätze und Gemeinsamkeiten harmonisch koexistieren.
Mit einer Installation aus alten Filmrollen präsentiert sich Jürgen Dehniger in der Ausstellung. Bilder von Menschen, Politikern und Alltagssituationen aus der Region verschwimmen zu einem Element. „Ohne Kontraste gibt es kein vernünftiges Bild“, sagt er. Seit über 20 Jahren wirkt er an Ausstellungen im Künstlerbunker mit.

„Ohne Kontraste gibt es kein vernünftiges Bild“, sagt Jürgen Dehniger
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Natur und Müll im Blick
Verena Hammel setzt die Widersprüchlichkeit zwischen Tieren und Müll in Szene. „Das Problem mit Müll in der Natur haben wir hier in Deutschland auch. Oft zeigen wir da allerdings auf andere Länder", sagt sie. Ihre Fotos zeigen Libellen, Eisvögel und eine Schildkröte an der Wupper. „Alles ist in der Fotografie ein Kontrast“, sagt die 54-Jährige.
Auch im Gemälde von Britta Reinhardt sind Tiere zu sehen. Sie zeigt Pinguine, ein Motiv, das in ihren knalligen Arbeiten immer wiederkehrt. Die Künstlerin arbeitet mit starken Farbkontrasten. Ihr Partner Hàmoudà Benzaid tanzt seine Farben auf die Leinwand: In Schwarz-Weiß entstehen mehrere Schichten, die Bewegung und Ursprünglichkeit vermitteln.
Tradition und Transformation
Mit 19 Jahren ist Moshtaq Rahimi der jüngste Teilnehmer. Er stammt aus Afghanistan und lebt seit 2016 in Deutschland. Auf seinem Bild mit dem Titel „Pfau und Schlange“ ist eine traditionelle Symbolik aus dem Iran und Afghanistan zu sehen. Dort gilt der Pfau als ein Tier der „Umwandlung“. Er könne sich von giftigen Schlangen ernähren und ihr Gift in Schönheit umwandeln. „Die Vielfältigkeit der Kunstwerke ist unheimlich spannend. Jeder Künstler hat eine eigene Ästhetik “, so Britta Reinhardt.

Als Tier der „Umwandlung“ ist der Pfau im Iran und in Afghanistan sehr präsent.
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Vernissage am Sonntag
Eröffnung: Sonntag, 15. März, 11.30 UhrTag der offenen Ateliers: bis 17 UhrÖffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 16–18 Uhr, bis 28. MärzOrt: Künstlerbunker Karlstraße, Karlstraße 9, 51379 Leverkusen Weitere Informationen: www.kuenstlerbunker-lev.de
