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SchulzentrumBeratungen für Leichlingens größtes Projekt seit Jahrzehnten beginnen

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Das Schulzentrum in Leichlingen wird komplett neu geplant.

Das Schulzentrum in Leichlingen wird komplett neu geplant.

In der kommenden Woche trifft sich zum ersten Mal der Sonderausschuss Schulzentrum. Die Gebäude Am Hammer sind in Teilen mit PCB belastet.

Wenn am Dienstag, 21. April, die Mitglieder des „Sonderausschusses Schulzentrum“ zusammenkommen, beginnen die Planungen für ein Projekt, das womöglich das größte seit Jahrzehnten in der Blütenstadt ist: die Neugestaltung des Schulzentrums Am Hammer. Der Rat hatte zuletzt beschlossen, dass sich mit diesem Thema ein eigener Ausschuss befassen soll.

„Der Ausschuss begleitet und steuert das Vorhaben bis zu dessen Abschluss“, heißt es zur Funktion des Gremiums in der noch zu beschließenden Zuständigkeitsordnung. Es geht darum zu klären, ob eine Schule neu gebaut werden muss, und wenn ja, wo, oder ob eine Sanierung der bestehenden Gebäude ausreicht. Hintergrund sind neue PCB-Richtlinien, die voraussichtlich bald in Kraft treten. Die Belastung mit den gesundheitsschädlichen polychlorierten Biphenylen ist in Teilen der Gebäude so hoch, dass die Stadt dringend handeln muss.

Der Neubau der Sekundarschule am Standort Am Hammer ist beschlossen

Der Neubau der Sekundarschule am Standort Am Hammer ist beschlossen.

Der Neubau der Sekundarschule am Standort Am Hammer ist beschlossen, auch die Planung für das Gymnasium muss überarbeitet werden. Offen bleibt, wie die Umsetzung erfolgen soll: Wohin sollen die Schulgemeinschaften ausweichen, während ihre Gebäude neu gebaut oder saniert werden?

Dafür hatte die Verwaltung in der letzten Ratssitzung den Mandatsträgern fünf Varianten vorgestellt, drei davon nahmen die Politikerinnen und Politiker in die nun beginnenden Planungen zur Auswahl mit.

„Kompaktes Schulzentrum“

Die Variante B1 sieht ein „Kompaktes Schulzentrum“ vor. Das heißt, alle Neubauten werden sich auf dem Gelände des heutigen Schulzentrums befinden, inklusive Sporthallen und Mensa. Die Oberstufe des Gymnasiums, das wegen G9 wieder mehr Schüler verzeichnet, soll übergangsweise in Containern auf einem Platz hinter dem Bürgerhaus untergebracht werden. Die Dreifeldhalle würde in der Folge neu gebaut werden und auf dem Eicherhofsfeld neue Parkplätze errichtet.

Als Nächstes würde die ehemalige Hauptschule abgebrochen und an diesem Standort die Sekundarschule neu gebaut werden. Dann wären der Abbruch der belasteten Sekundarschule und der alten Zweifeldhalle dran. An diesen Stellen würde dann ein neues Gymnasium mit neuer Mensa entstehen. Dann könnte das Interim für die Oberstufe wieder zurückgebaut werden. Das gilt ebenso für das Gymnasium, die alte Mensa und die alte Aula.

Ist das geschehen, würde dort, wo das Gymnasium jetzt noch ist, eine weitere Dreifeldhalle gebaut werden, ebenso eine neue Aula. Das heißt: Im kompakten Schulzentrum würden von Westen nach Osten das neue Gymnasium mit Mensa, die neue Halle mit Aula, die Sekundarschule, die neue Judohalle und die Parkfläche liegen.

„Nutzung Rewe-Gelände“

Die Variante B2, die ebenfalls noch im Rennen ist, bezieht das Rewe-Gelände von der gegenüberliegenden Straßenseite mit ein. Das Grundstück gehört allerdings noch nicht der Stadt. Die Variante sieht vor, zuerst das Rewe-Gebäude und die Dreifeldsporthalle abzubrechen. Die gymnasiale Oberstufe zöge wie in Variante B1 auch ins Interim hinter das Bürgerhaus und auf dem Eicherhof würden wieder Parkplätze gebaut. Auf dem Gelände des heutigen Rewe-Markts wäre zunächst der Bau einer Aula vorgesehen, anschließend der Neubau der Dreifeldhalle mit Judobereich.

Als Nächstes würde die Hauptschule zurückgebaut und dort die neue Sekundarschule errichtet. Dann würden die alte Sekundarschule und die westliche Turnhalle abgebrochen, dort entstünde das neue Gymnasium. Dann wäre das Interim nicht mehr nötig, die Schulgemeinschaft könnte ins neue Gebäude einziehen. Weiter sieht der Plan dann vor, das alte Gymnasium und die Aula, die dann schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf dem Rewe-Gelände neu gebaut ist, abzubrechen. Dort, wo das Gymnasium war, entstünde eine neue Mensa und eine neue Dreifeldhalle. Schließlich würde noch die alte Mensa abgerissen. Das heißt, von Westen nach Osten stünden: Gymnasium, Mensa und Dreifeldhalle, Sekundarschule, Judohalle und Parkplätze. Auf der anderen Straßenseite läge die Aula.

„Neubau Sekundarschule auf der Sporthallenfläche“

Auch in Variante B3 zieht die Oberstufe des Gymnasiums in ein Interim, zudem entstehen im Osten Parkflächen. Zunächst würde die alte Sporthalle abgebrochen und an ihrer Stelle die Sekundarschule neu gebaut. Anschließend folgt der Rückbau der Hauptschule; dort entstehen die Dreifeldhalle und die Aula. Im nächsten Schritt würden die Sekundarschule und die Judohalle abgebrochen, um Platz für den Neubau des Gymnasiums mit Mensa zu schaffen.

Mit dem Umzug des Gymnasiums würde anschließend das Interim sowie das alte Gymnasium mit Mensa und Aula zurückgebaut. An dieser Stelle entstünde die neue Dreifeldsporthalle. Am Ende ergäbe sich – von West nach Ost – folgende Reihenfolge: Gymnasium mit Mensa, Dreifeldhalle, Dreifeldhalle, Aula, Sekundarschule, Parkplätze.