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HitzeschutzGrüne und Linke wollen Leichlingen besser auf Hitzewellen vorbereiten

Mehr kühle Orte, mehr Schutz: Grüne und Linke fordern einen besseres Hitzekonzept für Leichlingen.

Grüne und Linke wollen Leichlingen besser gegen Hitze wappnen, vor allem für Menschen, die besonders gefährdet sind.

Grüne und Linke wollen Leichlingen besser gegen Hitze wappnen, vor allem für Menschen, die besonders gefährdet sind.

Die Stadt soll sich besser auf kommende Hitzewellen vorbereiten. Dafür fordern Bündnis 90/Die Grünen und Klaus Reuschel-Schwitalla von Die Linke, ein konkretes Programm. Bis Ende Januar 2027 soll die Verwaltung zeigen, welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung rechtzeitig vor dem nächsten Sommer umgesetzt werden können. Extreme Hitze ist mehr als eine Frage des Wetters. Sie kann die Gesundheit erheblich belasten, besonders bei Säuglingen, Schwangeren, älteren oder chronisch erkrankten Menschen.

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb gemeinsam mit dem Einzelratsmitglied Klaus Reuschel-Schwitalla einen Antrag zur Fortführung und Priorisierung des Hitzeaktionsplans der Blütenstadt Leichlingen eingereicht.

Wir brauchen Lösungen, die im Alltag funktionieren und die Menschen im Ernstfall tatsächlich erreichen
Daniela Jansen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen

„Als Hebamme habe ich in diesem Jahr hautnah erlebt, wie stark extreme Temperaturen die Gesundheit von Schwangeren, Müttern und ihren Kindern belasten können“, sagt Daniela Jansen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen. Gerade diese Gruppe werde beim Hitzeschutz noch zu wenig berücksichtigt. Auch ältere Menschen und chronisch Erkrankte bräuchten verlässliche Unterstützung. „Wir brauchen Lösungen, die im Alltag funktionieren und die Menschen im Ernstfall tatsächlich erreichen.“

Die Verwaltung soll dem Ausschuss für Klimaneutralität, Umwelt und Zukunftsfragen, bis spätestens zum 31. Januar 2027 ein „Umsetzungsprogramm Hitzeschutz 2027“ vorlegen. Ein neues Konzept soll dafür nicht entwickelt werden. Ein Schwerpunkt ist ein Netz öffentlich zugänglicher kühler Orte – sowohl in Leichlingen als auch in Witzhelden. Die Bevölkerung soll leicht erfahren können, wo sie bei großer Hitze Schutz findet. Dazu gehören Informationen über Öffnungszeiten, Barrierefreiheit, Sitzgelegenheiten und Trinkmöglichkeiten.

Gefährdete Menschen besser erreichen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung besonders gefährdeter Menschen. Vorhandene Strukturen wie Pflegedienste, Arztpraxen, soziale Einrichtungen und Nachbarschaftshilfen sollen dabei eingebunden werden.

Auch städtische Gebäude sollen stärker in den Blick rücken. Für Schulen, Kindertagesstätten, soziale Einrichtungen und besonders belastete Arbeitsplätze soll eine Prioritätenliste entstehen. Sie soll zeigen, welche Schutzmaßnahmen möglich sind und wo nachgebessert werden muss.

Die Antragsteller wollen zugleich die finanzielle Lage der Stadt berücksichtigen. Zuerst geplant wird, was nichts kostet oder gefördert wird. Teure Projekte werden in den Haushalt 2027/2028 eingeplant. Der Klima-Monitor soll künftig zeigen, was umgesetzt ist und was noch ansteht. Jansen sagt: Die Grundlagen mit Hitzeaktionsplan und Klimaanpassungskonzept sind da, jetzt zählt die Umsetzung. Bei großer Hitze müssen die Menschen wissen, wo sie Abkühlung und Hilfe finden. Der Ausschuss berät zuerst über den Antrag, danach entscheidet der Stadtrat. (vl)