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Denkmalgeschütztes GebäudeLeichlinger Rat lehnt Kauf der Alten Post mehrheitlich ab

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Alte Post Witzhelden

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude „Alte Post“ in Witzhelden

In der Ratssitzung lehnte der Stadtrat den Antrag der SPD-Fraktion, die Alte Post in Witzhelden zu kaufen, mehrheitlich ab.

Auch am Montagabend führte der Stadtrat erneut kontroverse Debatten über einen potenziellen Kauf der „Alten Post“ in Witzhelden. Das denkmalgeschützte Gebäude von 1850 verfällt zunehmend, Eigentümer Hans-Hugo Hungerberg möchte es ohnehin veräußern. Mit Blick auf die derzeit schwierige finanzielle Lage der Stadt sprachen sich allerdings einige Fraktionen in der Ratssitzung gegen den Kauf der Immobilie aus.

Martin Steinhäuser von der Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen (BWL) plädierte dafür, Verantwortung zu übernehmen und den Witzheldener „Ortskern“ zu erhalten. Sein Fraktionskollege Christian Haesner pflichtete ihm bei und ergänzte: Wenn der Besitzer weiterhin so schlecht mit dem Gebäude umgehe, müsse man ohnehin Sicherungsmaßnahmen ergreifen, die der Haushalt der Stadt zu tragen hätte.

Der Umgang des Besitzers mit dem Objekt kann nicht Grund für einen solchen Kauf sein
Yasmin Koerentz, Vorsitzende der CDU Leichlingen

Die CDU-Fraktion sprach sich deutlich gegen einen Kauf der Immobilie aus. „Der Umgang des Besitzers mit dem Objekt kann nicht Grund für einen solchen Kauf sein“, sagte die Vorsitzende der Leichlinger CDU, Yasmin Koerentz. Mögliche Fördermittel, die die SPD in die Diskussion eingebracht hatte, waren Koerentz zu unkonkret. Die CDU machte außerdem deutlich, dass man nur investieren könne, wenn man auch einen konkreten Plan für die Nutzung der „Alten Post“ habe. Ansonsten wäre es ein „Mal-schauen auf Kosten der Steuerzahler“.

Die Linke bezeichnete die Immobilie als „Prestigeobjekt“ und einen „Klotz“, den man sich ans Bein hängen würde. Letztendlich lehnte der Rat den Antrag der SPD-Fraktion mehrheitlich ab.