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Temporäre SeitenstreifenfreigabeGrüne vermissen Engagement von Leichlinger Bürgermeister

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Kommunen und Verbände kämpfen gegen den achtspurigen Ausbau der A3 zwischen Hilden und Opladen.

Kommunen und Verbände kämpfen gegen den achtspurigen Ausbau der A3 zwischen Hilden und Opladen.

Solingen, Hilden, Langenfeld, Leverkusen, der Kreis Mettmann und die IHKs Düsseldorf und Bergisches Land hatten an den Bundesverkehrsminister geschrieben.

Solingen, Hilden und Langenfeld sind dabei, Leverkusen und der Kreis Mettmann auch, ebenso die IHK-Verbände Düsseldorf und Bergisches Land. Sie alle hatten kürzlich einen gemeinsamen Brief an den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger geschrieben, in dem sie ihn auffordern, die „kürzlich erfolgte endgültige Absage an die Temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF) auf der A3 zwischen Hilden und Leverkusen-Opladen grundlegend zu überdenken“. Leichlingens Bürgermeister Maurice Winter hatte seine Unterschrift nicht unter den Brief gesetzt.

„Warum fehlt Leichlingen beim neuen regionalen Vorstoß?“, fragen daher die Grünen im Leichlinger Stadtrat. Zum Hintergrund in Kürze: Anstatt die A3 bei Bedarf zu erweitern, indem man über elektronische Schilder einen Seitenstreifen für kurze Zeit für den Verkehr freigibt (Temporäre Seitenstreifenfreigabe), war zuletzt bekannt geworden, dass die zuständige Autobahn GmbH die Autobahn nördlich von Opladen doch achtspurig ausbauen will. Die Behörde hatte das gegenüber der Bürgerinitiative „3reicht“ damit begründet, dass man auf dem Abschnitt ohnehin Brücken erneuern müsse und viele der Bauwerke nicht breit und hoch genug für die TSF seien.

Dem stellen sich nun die Kommunen und die IHK-Verbände entgegen und argumentieren unter anderem mit Kosten: Eine Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass die TSF etwa 59 Millionen Euro kosten würde, der Autobahnausbau 531 Millionen. Zudem, so schreiben sie, sei von vornherein geplant gewesen, dass die Instandsetzung beziehungsweise der Neubau von Brücken zur Umsetzung der TSF gehörten. Die Unterzeichner schreiben: „Diese Entscheidung aus Ihrem Haus halten wir für ein fatales Signal an unsere Region und auch bundesweit.“

Dass Leichlingen nicht dazugehört, missfällt Grünen-Fraktionschef Christian Paulitz Erdmann. Er schreibt: „Der Rat der Stadt Leichlingen hat bereits 2019 eine klare Position beschlossen. Deshalb möchten wir wissen, warum Leichlingen beim aktuellen gemeinsamen Vorstoß der Region nicht dabei ist und ob unsere Stadt beabsichtigt, sich noch anzuschließen.“