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Besonders Sportplätze betroffenStadt Leichlingen kämpft gegen Vandalismus

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Unbekannte haben den Kunstrasen auf dem Sportplatz in Witzhelden erneut beschädigt.

Unbekannte haben den Kunstrasen auf dem Sportplatz in Witzhelden erneut beschädigt.

Die Stadt meldete zuletzt immer mehr Fälle von Beschädigungen fremden Eigentums.

24. Februar 2026: Die CDU-Fraktion wendet sich an Bürgermeister Maurice Winter wegen der Zerstörung der Tore des Kleinfeldes auf dem Witzheldener Sportplatz. 12. August 2026: Unbekannte brennen mit Motorradreifen ein Loch in den Kunstrasen in Witzhelden. 17. August 2026: Jemand beschmiert die Treppenanlage an der Brücke Windgesheide. Allein drei Vorfälle in einem halben Jahr. Da drängt sich die Frage auf, ob Leichlingen ein Vandalismusproblem hat.

Die Stadtverwaltung, die, wenn es sich um öffentliches Eigentum handelt, Schäden wieder instandsetzen muss, beschäftigt sich mit dem Thema nicht erst seit einem halben Jahr. Schon vor einem Jahr setzte die Stadt einen Aufruf ab, in dem sie um Mithilfe bat: Wer gesehen hatte, wer viele Schilder im Stadtgebiet mit Aufklebern beklebt hatte, sollte sich melden.

„Nach unserer Wahrnehmung sind Vandalismusschäden im Stadtgebiet zuletzt tatsächlich häufiger geworden“, teilt die Stadt auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mit. Ob das statistisch belastbar sei, könne man nicht beurteilen. In der Kriminalitätsstatistik der Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises taucht „Vandalismus“ als Straftatbestand nicht auf. Aber es gibt Zahlen zu „Sachbeschädigung“. 138 Fälle verzeichnet die Polizei für das Jahr 2025, 127 für 2024 und 141 für 2023. Aufgeschlüsselt nach Beschädigung von privatem oder öffentlichem Besitz ist die Polizeistatistik nicht.

Unbekannte haben die Treppenanlage an der Brücke Windgesheide an der Landwehrstraße beschmiert.

Unbekannte haben die Treppenanlage an der Brücke Windgesheide an der Landwehrstraße beschmiert.

Wieso jemand fremdes Eigentum beschädigt, ist natürlich schwer zu ermitteln. Auch der Stadt lägen keine konkreten Erkenntnisse vor, wieso sich Vandalismusvorfälle aktuell häufen. Was man aber bemerke: „Die Kolleginnen und Kollegen im Außendienst stellen fest, dass der Ton insgesamt rauer geworden ist und mit fremdem Eigentum weniger respektvoll umgegangen wird.“

Auffällig ist, dass nach Angaben der Stadt besonders die Sportplätze in Witzhelden und in der Balker Aue betroffen seien. Außerdem habe man Schäden am Busbahnhof, an der Bushaltestelle Windgesheide und Am Pastorat festgestellt. Dazu kämen Beschädigungen von Parkautomaten, zum Beispiel in der Gartenstraße. „Beobachtet werden vor allem Beschädigungen und Zerstörungen von Einrichtungen und Gegenständen im öffentlichen Raum sowie Graffiti und Farbbesprühungen“, so die Stadt.

Einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Orten kann man allerdings nicht herstellen, nur, dass es die genannten, besonders betroffenen Orte gibt: „Ein konkretes Muster ist für uns derzeit nicht erkennbar“, heißt es aus dem Rathaus. Auch die Art der Schäden sei häufig unterschiedlich. 

Wer für die jüngsten Vorfälle verantwortlich ist, weiß die Stadt bisher nicht. Man versuche, so gut es die Personaldecke des Ordnungsamts zulasse, zu kontrollieren. „Dabei zeigt sich allerdings immer wieder, dass während der Kontrollen nur selten Vorkommnisse festgestellt werden.“