Leichlingen – Die tagelange Welle von Orkan-Böen, die auch durch Leichlingen fegten, hat rund 100 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und den Bauhof der Stadt seit Freitag stark beschäftigt. Noch am Montagmorgen hätte eine abgebrochene, gut 35 Meter hohe Pappel an der Wupper beinahe großen Schaden angerichtet, denn sie verfehlte nur knapp das Gebäude des Gymnasiums. Der Stamm schlug kurz nach 7 Uhr auf der Rückseite des Schulzentrums Am Hammer ein und riss eine Straßenlampe mit um. Ein Teil der abgesperrten Radständer-Anlage wurde zerstört.
Der Baum war im Kern bereits von Fäulnis betroffen. Sieben weitere Pappeln, die an der Hochwassermauer stehen, sollen einen Kronenrückschnitt bekommen, um standsicher erhalten werden zu können. Der Löschzug 1 rückte mit Motorsägen raus, um auf dem mit Ästen und Kleinholz übersäten Platz aufzuräumen. Am Montagmittag waren Feuerwehr und Bauhof außerdem Am Murbach noch damit beschäftigt, Gefahrenbäume zu entfernen.
Friedhof gesperrt
Der Waldfriedhof Kellerhansberg ist für Besucher vorübergehend abgesperrt worden, nachdem aus einer Kiefer ein starker Ast herausgebrochen war. Aus vielen der 500 Bäume, die dort stehen, sind nach Angaben der Stadtverwaltung kleinere Äste auf die Gräber und Wege gefallen. Der Friedhof Witzhelden ist hingegen weiterhin frei zugänglich. Auch die Sportstätten können im Außenbereich weiterhin genutzt werden.
In der Gartenstraße riss der Sturm Freitagabend Ziegel vom Dachstuhl eines Wohn- und Geschäftshauses. Vom Drehleiterwagen aus sicherte die Feuerwehr den Schaden. Die Fahrbahn wurde gesperrt. Ein Baugerüst ist mittlerweile haushoch über dem Gehweg errichtet worden.
Autofahrer hatten Glück
Zwei Autofahrer hatten großes Glück, als Bäume während der Fahrt auf der Hauptstraße in Witzhelden und vor einer Tiefgarage im Brückerfeld auf ihre Wagen stürzten. Beide blieben unverletzt. In Rehborn drohte am Samstag ein Baum auf die Bahngleise zu stürzen. Dort war ein Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort. Am Wiesenberg in Witzhelden riss Sonntag ein Stamm eine Stromleitung um und musste der Notdienst des Energieversorgers helfen.
Die Feuerwehr fuhr mit allen vier Löschzügen mehr als 30 Einsätze und unterstützte mit ihrer Fachgruppe IuK (Information und Kommunikation) den Rheinisch-Bergischen Kreis an der Leitstelle in Bergisch Gladbach bei der Koordinierung der Alarmierungen in der Region.
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Die bewaldete Glüderstraße zwischen Witzhelden und Solingen wurde mehrfach gesperrt. Der Bereitschaftsdienst des Bauhofes wurde nachts durch Mitarbeiter aus der Winterbereitschaft verstärkt. Wirtschaftswege im Weltersbachtal und zwischen Wietsche und Diepental wurden mit vereinten Kräften geräumt.
Zum Wochenbeginn erfolgt jetzt eine Baumkontrolle auf den Friedhöfen und städtischen Parks und Grundstücken, um Gefahrenstellen zu sichten.