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LeverkusenBeim Saisonstart zog die Lok noch ohne Dampf durch den Stadtpark

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Dampfbahn-Lokomotive fährt mit Passagieren auf den Anhängern durch den Stadtpark

Die XXL-Eisenbahn des Dampfbahn-Vereins fährt jeden ersten Sonntag im Monat durch den Stadtpark.

Verein Dampfbahn Leverkusen hat die Fahrsaison 2023 nach der Winterpause eröffnet.

Trotz kühler Temperaturen und einem bewölkten Himmel freuten sich viele Eltern mit ihren Kindern am Sonntag über die erste Fahrt der Dampfbahn im Leverkusener Stadtpark nach der Winterpause. Nach fünf Monaten Wartezeit war es endlich wieder so weit – die Eisenbahn des Vereins Dampfbahn Leverkusen wurde das erste Mal in diesem Jahr wieder auf die Schienen gesetzt.

Doch bevor die Lokomotive startete, mussten sich die Anwesenden am Bahnsteig noch ein wenig gedulden. Denn nach der Winterpause gab es anfänglich ein paar Probleme beim Einschalten der Bahnen. Zudem musste ein Rettungswagen ein Vereinsmitglied abholen, da es diesem aufgrund von Schwindelanfällen nicht gut ging. Nach diesen kleinen Startschwierigkeiten konnten jedoch die Sitzbänke an die Zugmaschine angekoppelt werden. Und nach einer Testfahrt, die der Vorsitzende des Vereins, Hans Joachim Kap, selbst absolvierte, stiegen auch schon die ersten Passagiere erwartungsvoll auf.

Dampfbahn-Lokomotive fährt mit Passagieren auf den Anhängern durch den Stadtpark

An der Gleisstrecke im Stadtpark, die erweitert werden soll, muss der Verein noch Reparaturarbeiten erledigen.

An diesem Tag kam noch keine echte Dampflok zum Einsatz, da sich diese noch in Revision befand und überarbeitet werden musste. Auch an den Gleisen stehen noch Reparaturen aus: „Wir müssen noch einiges an unserer Strecke tun. Durch Corona sind wir in den letzten Jahren ein wenig in Verzug geraten und wollen dies jetzt wieder aufholen. So müssen die Gleise wieder von Buckeln, Absenkungen oder Anhebungen befreit werden, die durch die lebendigen Mitbewohner unter der Fläche entstehen“, erklärte Kap.

Der Vorsitzende ist bereits seit 16 Jahren im Verein, er ist aber schon viel länger dem Eisenbahnvirus unterlegen. Schon vor seiner Geburt ist sein Vater davon ausgegangen, dass er nach drei Töchtern einen Sohn bekommen wird und hatte daher schon eine Eisenbahn gekauft – wodurch das Schicksal seines Sohnes besiegelt worden war.

Gleisnetz soll erweitert werden

Überrascht war der Vorsitzende bei der Saisoneröffnung jedoch über die geringe Beteiligung der Vereinsmitglieder vor Ort. Von den momentan 42 Mitgliedern hatten sich nur wenige dazu entschieden, ihren Verein an diesem Tag zu unterstützen. In diesem Jahr steht für den Leverkusener Verein zudem eine große Veränderung an, denn wegen Bauarbeiten müssen sie ihre aktuelle Werkstatt verlassen. Sie suchen momentan gemeinsam mit der Stadt nach einer Übergangslösung.  Außerdem arbeiten sie schon länger an einer möglichen Streckenerweiterung und hoffen, dass sich auch für dieses Vorhaben in diesem Jahr eine Lösung finden lässt.

Gerechnet hatte der Verein am Sonntag mit ein paar Hundert Mitfahrern, was im Gegensatz zum letzten Jahr ein wesentlicher Abfall wäre, da damals Tausende Menschen die Chance auf eine Fahrt mit der Dampfbahn ergriffen hatten. Die Bahnen fahren im Leverkusener Stadtpark jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober. Zusätzlich gibt es am ersten Sonntag im Dezember eine Adventsfahrt im Kerzenschein.