- Am Freitag, 9. Oktober, öffnen Ateliers und Galerien der Stadt ihre Türen zur 16. Leverkusener Kunstnacht.
- Beteiligt ist auch die Bayer-Kultur, die Bilder aus der eigenen Sammlung versteigert.
- Im Erholungshaus kommen dabei Originale von berühmten und weniger berühmten Künstlern unter den Hammer.
Leverkusen – +++ Update
Die Kunstnacht wurde am Montagabend von der Stadt Leverkusen abgesagt. Mehr Infos erhalten Sie in unserem Corona-Newsblog. +++
Leverkusener Kunstnacht – das bedeutet für die Besucher eigentlich, einen Abend lang viel unterwegs zu sein, um möglichst viele Ateliers und Galerien der Stadt zu besuchen und kennenzulernen. Ein längeres Verweilen an einem Ort ist da eher selten. Indes: Im Falle des Erholungshauses könnte genau das am kommenden Freitag, wenn diese Nacht der offenen Kunst-Orte Leverkusens zum 16. Mal – und trotz der Corona-Pandemie – ansteht, schwer werden.
Denn im Hause der Bayer-Kultur gibt es eine Kunstauktion. Gäste können Bilder aus der Sammlung ersteigern. Und um das zu tun, muss man normalerweise Geld und Geduld mitbringen.
Aus dem Depot aussortiert
Um 19 Uhr geht es los. Dann kommen jene Werke unter den Hammer, die Kuratorin Andrea Peters aus dem hauseigenen Depot aussortiert hat und die nun eine neue Bleibe finden sollen. Vor einem Jahr wurden schon einmal Bilder versteigert – damals im Baykomm. Am Ende standen 37 000 Euro auf er Habenseite, die in die Sammlung Bayers flossen und die zahlreiche Besucher der damaligen Auktion geboten und gezahlt hatten – unter anderem für Original-Drucke Picassos, Chagalls und Dalis oder für Bilder, die die Leverkusener Künstlerhelden Kurt und Peter Lorenz einst erstellt hatten.
Ob diese Summe wieder zusammenkommen wird, vermag natürlich noch niemand zu sagen – zumal seinerzeit viele der Bieter und Käufer Bilder erstanden, die einmal in ihren Bayer-Büros gehangen hatten. Dieses Mal könnte das Publikum durchmischter sein.
Einzeln, oder als Serie
Aber an großen Namen fehlt es der Werksliste definitiv nicht: Picasso, Chagall und Dalí sind einmal mehr vertreten – wenn auch nicht immer signiert. Kurt und Peter Lorenz auch. Und zahlreiche andere Kreative. Um genau zu sein: 53 Arbeiten, die meist einzeln, manchmal aber auch als Serie verkauft werden – etwa Walter Hanels Tuschezeichnungen, die er 1993 für das Saisonheft der Bayer-Kultur entworfen hatte. Oder Frida Schubert-Steungraebers Mappe „Notturno“, die zwölf Farbholzschnitte umfasst.
Platz für neue Ankäufe
Peters hat sie aus dem Depot ausgesucht – oftmals handelt es sich um Dubletten, die abgegeben werden, um Platz für neue Ankäufe zu schaffen. Die Anfangspreise – zwei bis vierstellig – setzte sie nach eingehender Recherche im Internet und bei Auktionshäusern. Und wer Andrea Peters als Expertin der Kunst kennt, der weiß, dass bei der Kunstnacht auch über die Klassiker hinaus nur Bilder auf den Auktionstisch kommen, die gewissen Kunstansprüchen genügen.
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