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FeinstaubLeverkusener Luft war an Silvester sauberer – aber nicht im ganzen Jahr 2021

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Der Messcontainer an der Gustav-Heinemann-Straße. 

Leverkusen – Dass vor Silvester weder Böller noch Raketen verkauft werden durften, hat Wirkung gezeigt. Die Feinstaubwerte, die stündlich automatisiert in zwei Messcontainern in Manfort aufgezeichnet werden, waren in den ersten Stunden nach Mitternacht deutlich niedriger als in Vorjahren.

Ein Gerät saugt die potentiell schmutzige Luft an der viel befahrenen Gustav-Heinemann-Straße ein und analysiert die Schadstoffmengen, mit einem zweiten Messcontainer will man die Hintergrundbelastung messen, er steht mehr oder weniger mitten im Grünen neben dem Manforter Friedhof.

Die Werte in den Morgenstunden des 1. Januar 2022 lagen in beiden Anlagen meist um zehn Mikrogramm, teils noch darunter, was durchaus als relativ sauber gelten kann.

Extreme Werte durch Knaller und Raketen

Ein Blick ins Archiv des „Leverkusener Anzeiger“ belegt, welchen Preis die Atemwege der Leverkusener in anderen Jahren für Feuerwerk und Knaller bezahlt haben.

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365 Tage Feinstaub an der Gustav-Heinemann-Straße in Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Datenquelle: Lanuv.

Beim Jahreswechsel 2016 auf 2017, als in der Silvesternacht noch ungehemmt geballert wurde, zeigten die Werte, dass die Belastung je nach Windstärke und Wetterlage lange anhalten kann: Der Saugrüssel des offiziellen Messcontainers an der Gustav-Heinemann-Straße sog in den Stunden nach dem Feuerwerk Luft ein, deren Feinstaubgehalt über Stunden bis 23 Uhr des Neujahrstags auf 100 Mikrogramm (µg) anschwoll. Das ist das Zehnfache der Werte von 2022.

Erst am 2. Januar 2017 um 8 Uhr morgens wurde damals der nach Meinung von Experten zu hoch angesetzte Grenzwert von 50 µg in Manfort erstmals wieder unterschritten. 2022 lag der PM10-Feinstaubwert ab 18 Uhr an Neujahr wieder unter der Messschwelle von 10 µg.

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Die Werte der Stationen werden 365 Tage archiviert und sind öffentlich abrufbar. Auffällig ist, dass es 2021 eine Phase besonderer Feinstaub-Belastung gegeben hat. Etwa zwischen dem 23. und 26. Februar 2021 schnellten die Werte stetig und steil in die Höhe bis auf fast 80 µg. Die Spitze wurde auch von der Station am Friedhof registriert, wenn auch nicht ganz so hoch. Eine Ursache für die auffälligen Werte wird vom Lanuv nicht angegeben.