Widerstand gegen städtische Bebauungspläne war vor 45 Jahren das Motiv für die Gründung der Bürgervereinigung.
KoloniefestDeshalb gründeten Wiesdorfer 1981 die Bürgervereinigung

Die Kolonie II
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Die Bürgervereinigung Kolonie II und III Wiesdorf/Manfort wurde 1981 als eine Bürgerinitiative des Widerstands gegründet. Vor allem Bewohner der Kolonie II hatten Anlass, sich gegen die drohende Zerstörung ihrer Siedlung zu wehren: Die Bayer AG und die Leverkusener Stadtverwaltung arbeiteten Anfang der 1980er Jahre daran, die Gärten, also große Freiräume in der Kolonie II, für Garagenhöfe zu opfern, um den Garagenhof an der Albert-Einstein-Straße bebauen zu können. Wenige Jahre zuvor war ein Plan gescheitert, den gesamten Rest der Kolonie II abzubrechen, um einem riesigen Wohnungsbaukomplex mit Hochhäusern namens „Lindwurm“ Platz zu machen. Die Bauten wären 17 Stockwerke hoch geworden; mit 4400 Wohneinheiten hätte sich Wiesdorf vermutlich zu einem zweiten Chorweiler entwickelt.
Schon für den Bau der City hatte die Stadt einige Straßenzüge der Kolonie II geopfert. Den Bewohnern der Kolonie reichte es und sie gründeten ihre Initiative, die sie ganz bodenständig Bürgervereinigung nannten, weil sie auch in Zukunft Schlimmes für den Stadtteil befürchteten. Der Gründungsvorsitzende war Adolf Horst, eine wichtige Rolle nahm die Hausfrau Inge Mölders ein, die sich auch schon gegen den Lindwurm engagiert hatte. Die neue Bürgerinitiative erreichte ihr Ziel: Die Bebauung der Gärten wurde durch den Druck aus der Bevölkerung ebenso aufgegeben, wie zuvor der Plan für den Lindwurm. Wenig später wurden die beiden Kolonien unter Denkmalschutz gestellt. Bis heute werden aus dieser Geschichte heraus Koloniegärten prämiert. (rar)
