Ein Großteil der Parkplätze vor dem Rathaus ist nur noch für Verwaltungsmitarbeiter reserviert.
„Notwendigkeit“ nicht erwiesenBürgerliste will Parkplätze am Leichlinger Rathaus zurück

Das Rathaus Leichlingen, links eine Reihe der Plätze, die nur noch Verwaltungsmitarbeiter nutzen dürfen.
Copyright: Niklas Pinner
Der Plan der Leichlinger Verwaltung, die vier mittleren Parkreihen auf dem Rathausvorplatz ab dem 1. Februar für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzuhalten, stößt auf Kritik von der Bürgerliste. Montags bis freitags sollen Bürgerinnen und Bürger zwischen 6.30 Uhr und 16.30 Uhr dort nicht mehr parken dürfen.
Der Grund ist laut Verwaltung, dass immer mehr Anwohnerinnen und Anwohner aus den umliegenden Gebieten ihre Autos dauerhaft auf den Rathausstellflächen abgestellt hätten. Und zwar immer häufiger Langzeitparker, „die die Wagen selten bewegen“, hatte die Stadt mitgeteilt. Und dadurch müssten Verwaltungsmitarbeiter in immer größeren Entfernungen in Wohngebieten parken. „Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, wird nun diese Regelung eingeführt“, erklärt die Verwaltung.
Leichlingen: BWL will Alternativen für Stadtmitarbeiter
Die Bürgerliste Witzhelden/Leichlingen (BWL) befürchtet jetzt, dass dadurch mehr Leute in der Innenstadt nach Parkplätzen suchen. „Natürlich benötigen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Parkraum“, wird BWL-Geschäftsführer Christian Haesener in einer Mitteilung zitiert. Aber der öffentliche Parkraum würde so um 51 Plätze reduziert, 74 Stellplätze gibt es laut Haesener derzeit am Rathaus. Nach den Vorstellungen der Verwaltung blieben noch die äußeren Parkreihen für Bürgerinnen und Bürger.
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Die BWL sieht nicht, dass bewiesen sei, dass das notwendig sei. Deshalb beantrage man, das zurückzunehmen und zu prüfen, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter parken können, „ohne öffentlichen, mit Steuergeldern finanzierten Parkraum dauerhaft in Anspruch zu nehmen“, heißt es von der Bürgerliste. Haesener weiter: „Die betroffenen 51 Stellplätze sind öffentlicher Parkraum, der aus kommunalen Mitteln - und somit von den Bürgerinnen und Bürgern über Steuergelder – finanziert wurde.“
Er sieht darin einen erheblichen Eingriff in die öffentliche Verfügbarkeit, das sollte nur die letzte Lösung sein, meint er: „Zunächst sind alle Alternativen zu prüfen, bevor der Öffentlichkeit dauerhaft Parkraum entzogen wird.“

