„A single day - from adventure to resistance“ lautet der Titel des Film des Overathers Christoph Felder. Redaktion verlost Karten für die Premiere.
KriegstraumaOverather Dokumentarfilm erzählt die bewegende Geschichte von Larry Coburn

Der Overather Filmemacher Christoph Felder (r.) mit dem Protagonisten seines neuen Dokumentarfilms, Larry Colburn.
Copyright: CFF
Wie muss es sich anfühlen im Krieg gewesen zu sein, um sein eigenes Leben bangen zu müssen, während man andere sterben sieht oder sie selbst umbringen soll? Und wie wirken sich solche Erlebnisse auf das eigene Umfeld aus, wenn man wieder zurück im Alltag ist?
Der Dokumentarfilm „A single day - from adventure to resistance“ von Christoph Felder, dessen gleichnamige Filmproduktionsfirma ihren Sitz in Overath hat, beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Er zeigt die Geschichte von Larry Colburn, der in der Umgebung von Atlanta als Verkäufer von medizinischen Geräten arbeitet.
Vater diente im Krieg
Sein Vater kam traumatisiert aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Als er aus der Normandie heimkehrt, ist er ein anderer Mensch, mit weißen Haaren. Er hat den Wunsch, mit Larry ins Kino zu gehen, wo in einem Stummfilm ein Schloss am Strand der Normandie gezeigt wird. Da sei er auch gewesen.
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Larry ist 14 Jahre alt, als sein Vater stirbt. Der Onkel sagt ihm: „Jetzt bist du dran.“ Mit 17 meldet sich Colburn zusammen mit ein paar Freunden zum Militär. Die Euphorie ist von kurzer Dauer, das Militär widert ihn zunehmend an. Diskreditierungen, Lügen, Fehlverhalten sind an der Tagesordnung, und es wird immer schlimmer.
Im Film setzt sich auch Larry Colburns Sohn mit der Vergangenheit seines Vaters und Großvaters auseinander. Es ist eine Dokumentation über drei Generationen, zwischen Krieg und Frieden.
Geschichte ist so aktuell wie nie
Auf die Idee für die Dokumentation ist der Filmproduzent selbst gekommen. „Ich mache schon länger Filme und hatte dadurch schon einmal mit Larry Colburn zu tun. So habe ich erfahren, wie bewegt sein Leben war und, dass er viel zu sagen hatte“, erläutert Felder.
Mittlerweile ist Colburn verstorben, doch seine Geschichte ist gerade jetzt so aktuell wie nie. „Der Film berührt Punkte, die zum Beispiel viel mit der Musterungspflicht-Debatte zu tun haben. Für junge Leute, die sich gerade damit auseinandersetzen, und sich fragen, was sie davon halten sollen, ist das interessant.“ Aber auch für die Generation vor ihnen, die sich fragt, wie die Zukunft ihrer Kinder aussehen wird, könnte die Dokumentation aufschlussreich sein.
Zwei Jahre etwa hat Felder an dem Film gearbeitet. Dafür ist er in die USA, nach Vietnam und in die Normandie gereist. „Schon krass, wie sich Traumata über Generationen entwickeln“, so der Filmemacher über die Familiengeschichte.
Die Filmpremiere findet am Dienstag, 3. Februar, im Kino Scala in Leverkusen statt. Bei der Vorführung in Leverkusen wird der Film zum Teil mit deutscher Synchronisation gezeigt. Des weiteren ist er am Donnerstag, 5. Februar, im Filmhaus Köln und am Mittwoch, 11. Februar, im Kino Babylon in Berlin mit deutscher Untertitelung zu sehen. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr.
Kinokarten für die Premiere zu gewinnen
Für die Premiere in Leverkusen verlosen wir zweimal zwei Karten. Einfach „A single day“ mit seinem Namen, Adresse und Telefonnummer bis Montag, 2. Februar, an folgende E-Mail-Adresse senden: redaktion.rhein-berg@ksta-kr.de Die Gewinner werden von uns kontaktiert.
Es handelt sich um ein Gewinnspiel der M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG. Mitarbeiter der M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG, des Heinen-Verlags und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei einer Teilnahme gelten die unter www.rundschau-online.de/ gewinnspiel-agb abrufbaren Bedingungen als akzeptiert.

