Leverkusen – Der Kampf der Städte gegen die unkontrollierte Taubenvermehrung ist alt und meist ist er wohl nicht zu gewinnen. Die Grünen machen sich jetzt in Leverkusen für das Thema stark. Der Beweggrund ist der Tierschutz. Sie fordern ein besseres Leben für die Leverkusener Stadttauben und eine Regulierung des Bestands.
An manchen Stellen in der Stadt gibt es zu viele Tauben, etwa am Königsberger Platz. Taubenfüttern kann zwar bis zu 500 Euro Strafe kosten. Das wissen viele nicht, deshalb hat die Population zugenommen. Entsprechende Berichte kommen aus dem Stadtteil.
Brütenden Tauben werden Eier weggenommen
Die Grünen fordern von der Verwaltung ein stadtweites Konzept. Die Verwaltung soll Taubentürme und Taubenhäuser aufstellen, damit soll der Nachwuchs kontrolliert werden. In Taubenhäusern nimmt man brütenden Tauben die Eier weg und ersetzt sie durch Attrappen. Die Verwaltung soll Standorte benennen und die Entwicklung der Population beobachten, fordern die Grünen.

Tauben in Rheindorf.
Copyright: Ralf Krieger
Stadttauben seien keine Wildtiere, somit trügen die Kommunen eine Fürsorgepflicht für sie. Zudem, so die Forderung, sei artgerechtes Futter „enorm wichtig“. Letztlich seien Stadttauben entflogene Haustiere, die Schaden anrichteten. Die durch sie verursachten Verunreinigungen seien vielen Menschen ein Ärgernis. Wenn es gelänge, die Population zu kontrollieren, würden Unterernährung, Erkrankungen und eine unkontrollierte Zunahme des Bestands vermieden.
„Miserabler Umgang mit hochintelligenten Tauben“
„Bereits viele andere Kommunen kommen dem in Artikel 20a des Grundgesetzes verankerten Tierschutz nach und kümmern sich um den miserablen Umgang mit den hochintelligenten Stadttauben“, schreiben die Grünen.
Das könnte Sie auch interessieren:
Vielleicht könnte schon eine einfache Aktion Abhilfe schaffen, denn es gibt bereits ein städtisches Taubenhaus mit 35 Einfluglöchern in Opladen auf einer Wiese zwischen dem IHK-Gebäude und der Bonner Straße. Das könnte man vielleicht in den „Brennpunkt“ der unerwünschten Taubenvermehrung nach Rheindorf versetzen, denn das Gewerbegebiet Schusterinsel scheint alles andere, nur kein Taubenproblem zu haben: Derzeit wohnt darin keine einzige Taube.



