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AutobahnbaustelleLeverkusens Grüne wollen Radwegesperrungen vorbeugen

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Gesperrte Radwege, hier der Dhünnradweg, sind die Regel, seit an der Autobahn gebaut wird.

Gesperrte Radwege, hier der Dhünnradweg, sind die Regel, seit an der Autobahn gebaut wird.

Die Ratsfraktion fordert, die Belange des Fuß- und Radverkehrs beim Ausbau der A1, der A3 und des Autobahnkreuzes Leverkusen von Beginn an mitzudenken.

Nach Meinung der Grünen soll die Leverkusener Verwaltung auf die Autobahn GmbH einwirken, damit es durch den Autobahnausbau nicht wieder zu jahrelangen Sperrungen von Rad- und Fußwegen kommt. Einen entsprechenden Antrag hat die Partei eingebracht. Wie die Stadtverwaltung das hinbekommen soll, wird nicht gesagt. Im Antrag heißt es: „Die Verwaltung setzt sich bei der Autobahn GmbH des Bundes dafür ein, dass die bestehenden Rad- und Fußwegeverbindungen im Bereich des Ausbaus der A1, A3 und des Autobahnkreuzes Leverkusen während der gesamten Bauzeit möglichst aufrechterhalten werden.“

Der Ausbau der Autobahnen und des Leverkusener Kreuzes wird die Stadt über viele Jahre prägen. Davon betroffen sind auch Wege, die Stadtteile miteinander verbinden und täglich für den Weg zur Schule, zur Arbeit oder zu Sport- und Freizeiteinrichtungen genutzt werden. „Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung müssen wir im Blick behalten, wie die Menschen auch abseits des Autos durch die Stadt kommen. Wo bestehende Wege nicht erhalten werden können, braucht es sichere, direkte und barrierefreie Alternativen“, wird Christoph Kühl, mobilitätspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, in einer Mitteilung zitiert.

Der Radweg aus Rheindorf endet vor der Autobahnbrücke. Foto: Ralf Krieger.

Der Radweg aus Rheindorf endet vor der Autobahnbrücke.

Nach den veröffentlichten Ausschreibungsunterlagen der Autobahn GmbH sind im Zuge der Baumaßnahmen Veränderungen an bestehenden Rad- und Fußwegen sowie neue Verbindungen vorgesehen. Die Grüne Ratsfraktion möchte erreichen, dass die Stadt die Planungen hinsichtlich der Auswirkungen auf das städtische Wegenetz begleitet.

Zum Hintergrund: Die Autobahn GmbH hat während der laufenden Bauarbeiten insbesondere durch die dauerhafte Sperrung des Rhein- und des Dhünnradwegs die Radwegeinfrastruktur erheblich beeinträchtigt. Zwischen Wiesdorf und Rheindorf und zwischen Europaring und der Dhünnaue müssen Radfahrer große Umwege fahren. Die Radwege-Sperrungen durch die Autobahn GmbH, die teilweise seit Jahren anhalten, dürften von der Stadt genehmigt worden sein, so eine frühere Einschätzung von Fachleuten des ADFC. Im Antrag der Grünen heißt es auch: „Die Verwaltung berichtet den zuständigen politischen Gremien regelmäßig über den Stand der Abstimmungen mit der Autobahn GmbH sowie über geplante Sperrungen, Umleitungen und Ersatzmaßnahmen für den Rad- und Fußverkehr.“ So will man offenbar verhindern, dass ähnliche Sperrungen wieder ohne Mitsprache eingerichtet werden.