Es geht um viel mehr als nur um reine Bilanzen, findet unser Autor.
Demokratie in GefahrLand und Bund dürfen Städte wie Leverkusen nicht hängen lassen


Leverkusen ruft wie viele andere Städte auch um Hilfe.
Copyright: Niklas Pinner
Begriffe wie „Haushaltsentwurf“ oder – noch schlimmer – „Haushaltssicherungskonzept“ spielen, wenn man mal ehrlich ist, in den Köpfen der allermeisten Menschen überhaupt keine Rolle. Und selbst wenn man die Begriffe kennt und versteht, blickt wohl kaum jemand durch das Zahlenwerk durch, um das Verwaltung und Politik jedes Jahr teilweise hitzig ringen.
Wenn alles gut läuft, bleibt vieles davon für den Bürger und die Bürgerin abstrakt. Die Zeiten sind in Leverkusen aber vorbei. Vor allem die Stellenstreichungen werden die Menschen in Leverkusen zu spüren bekommen. Aber auch, wenn die Straße um die Ecke einfach nicht saniert wird.
Die Kommunen sind an einem Punkt angelangt, an dem es so wie bisher einfach nicht mehr weitergeht. Leverkusen sowieso. Bund und Land dürfen die Städte und Gemeinden jetzt nicht hängen lassen. Denn verlieren die Menschen immer weiter das Zutrauen in die Funktionalität der Demokratie, wird es bei den nächsten Wahlen ein böses Erwachen geben. Auf allen Ebenen.
